Da stand nur "Brassia" dran...

    • Re: Da stand nur "Brassia" dran...

      So, ich habe langen telefonischen Kontakt mit dem oben benannten Cattleya-Spezialisten gehabt (er kultiviert Orchis nunmehr seit 40 Jahren!!).
      Wald----- empfiehlt er in einer Dosierung von 5 Eßlöffeln auf 10 Liter Wasser und gibt es im Tauchbad bei Erscheinen des Neutriebes, dann noch einmal 14 Tage später, sowie während der späteren Vegetationsperiode alle 4 Wochen.
      Zusätzlich arbeitet er schon sehr speziell (das möchte ich so weit nicht treiben) mit sog. "effektiven Mikroorganismen", die er zum Aufschluß in von der Pflanze verwertbare Chelatverbindungen aus Dolomitkalk verwendet. Weiterhin arbeitet er mit selber angesetzten Kräuterjauchen (darüber haben hier auch schon Forummitglieder berichtet) aus allen möglichen jahreszeitlich verfügbaren hemischen Kräutern und Blüten, die er 6-8 Wochen vergären läßt. Er spricht von deutlich geringerer Versalzung der Substrate und Wurzeln im Vergleich zu vielen handelsüblichen Düngern.
      Als brauchbare handelsübliche Dünger verwendet er Produkte des niederländischen Herstellers HESI (die sind auch in Deutschland verfügbar), spricht hier ebenfalls von deutlich geringerer Versalzung und wendet diese Produkte in maximal der Hälfte der vom Hersteller empfohlenen Dosierung an.
      Man muß dabei aber immer berücksichtigen, daß er ausschließlich schwach zehrende unifoliate Cattleyen und einige wenige Odontoglossen pflegt.
      Seine Substrate sind sehr grob, speziell im Bodenbereich und im Zentrum des Topfes. Er locht mit dem Lötkolben die Kunststofftöpfe an den Seitenwänden und erreicht damit eine bessere Durchlüftung des Substrates. Das mache ich übrigens seit einiger Zeit ebenfalls und habe davon einen guten Eindruck gewonnen.
      Das waren einige Anregungen zur gefl. Bedienung - oder auch nicht.
      lG Jürgen
    • Re: Da stand nur "Brassia" dran...

      hallo jürgen,
      das ging aber fix.
      vielen dank das du so viel berichten konntest.
      das kann ich bestätigen das es eine deutlich geringere versalzung der substrate und wurzeln gibt. zumal ich nur unglasierte tontöpfe besitze, und natürlich die tonscheiben. es gibt so gut wie keine hässlichen ränder.
      ein jahr pflege ich nun mit kräuter meine orchideen, ich bin zufrieden.
      oh ha, nun weiß ich warum es bei mir nicht funktioniert hat, das war eindeutig zu stark.
      das mit den löchern in den töpfen finde ich sehr gut, so können die orchideen doch viel besser atmen. und staunässe kann so gar nicht mehr entstehen.
      ich bin am überlegen ob ich in meinen tontöpfen auch löcher bohren soll.
      von den mikroorganismen habe ich auch schon einiges gelesen, aber das ist mir im moment noch zu hoch :D
      LG Lena
      LG Lena