Kalk

    • Hatte kürzlich schon mal nach Kalk für Frauenschuh gefragt. Kann man eigentlich auch zerstoßene Eierschalen untermischen? Die Muscheln, welche ich besitze sind schon paar Jährchen und dann ist das mit dem Zerstoßen dieser auch nicht so angenehm, wie ich finde.
      Ansonsten kann ich auch bei den Orchigärtnereien nichts ordentliches finden! LG Andrea
    • Hallo Gemeinde,

      ich hatte neulich auch über die Kalkzugabe bei Paphiopedilen geschrieben.
      Habe mich nun mal schlau gemacht und dabei erfahren, das z.B. Muschelkalk eher nicht brauchbar erscheint, da der Kalk in der Schale nicht Wasserlöslich ist.
      Man sollte eher in Richtung kohlensauren wasserlöslichen Kalk recherchieren.

      vadi1
    • Hallo, heute kam nun die Antwort auf meine Frage von der Fa. Hennis.

      1 Messerspitze Gartenkalk auf den Topf geben.
      Notwendig ist dies aber nur bei sehr weichem Wasser bzw. wenn die Blattspitzen braun werden.

      Was für mich allerdings noch ein Rätsel ist, ob der Kalk auf das Substrat gestreut werden soll oder ob man diesen untermischen kann und die Messerspitze ist pro Topf gemeint.

      Aber ich werde es erstmal ohne probieren und dann ja merken, ob die Zugabe nötig wird.
      LG Andrea
    • das kommt draufan, ich weiß nicht wieviel die brauchen. Zudem hab ich keine
      Ahnung wie "hart" dein Wasser ist. Für Phalaenopsen, wie für viele anderen
      Orchideen ist "hartes" Leitungswasser auf Dauer schlecht.
      Weil sich das nach einer Weile aufkonzentiert, sobald das Wasser verdunstet
      ist (Kalkflecken an Blättern beispielsweise). Wenn diese etwas
      Ca2+-reicheren Boden braucht kann man mit Leitungswasser meiner Meinung
      nichts falsch machen. Vor allem wenn man es abwechselnd mit Regenwasser
      zugibt. Im schlimmsten Fall bekommt sie Mangelerscheinungen, wenn das der
      Fall sein sollte dann muss man eben etwas mehr dazu geben. Am schnellsten
      erkennt man das bei den Wurzeln.

      gez. Hauzi
      Ich kultiviere einen Großteil meiner Orchideen mit SGK.

      gez. Hauzi
    • Leider kenn ich die Pflanze nicht sonderlich gut, hab noch keine Erfahrung mit dieser. Wie nötig sie CaCO3 braucht und vor allem weswegen ist mir bis dato noch nicht bekannt (vielleicht finde ich etwas darüber). Häufig erkennt man das Fehlen von gewissen Nährstoffen durch Mangelerscheinungen. Geht's der Pflanze gut, wächst sie und vor allem sind sätmliche Wurzeln schön, sollte man ja nichts verändern. Vorwiegend sollte man zuerst auf die Wurzeln achten. Falscher pH-Wert und diverse Ionen sowie zu große/geringe Näße sind meiner Meinung nach, schnell überdacht, die Hauptursachen, faulen/verbrennen die Wurzeln.

      Häufig gibt es keine 100%igen Absolutwerte, da es einfach ein Zusammenspiel von vielen Faktoren ist.
      Zum einen die oben genannten, sowie Licht/Temperatur/... . Es gibt somit nur Richtlinien und Bereiche in denen sich das ganze befinden sollte.

      Wie von dir angegeben, ist das Wasser ja mit den dH° als Mittel anzugeben.
      Benötigt die Pflanze wirklich vermehrt CaCO3 ohne auf den Grund einzugehen (vermutlich wegen Ca2+ oder pH (durch CaCO3 erhöht sich der pH Wert) würde ich meinen, kannst du mit dem Leitungswasser nicht viel falsch machen. Denn sowohl die Erhöhung des pH-Wertes, sowie das Vorhandensein von vermehrten Ca2+ wird das Gießen mit Leitungswasser erzeugt.

      An deiner Stelle würde ich folgendermaßen vorgehen.
      Falls es der Pflanze mit Regenwasser nicht gut geht beobachtest du am besten die Wurzeln.
      Dafür würde ich eine zeitlang nur mit Leitungswasser gießen. Sollten die Wurzeln schneller wachsen bist du am richtigen Weg.
      Sollte sich herausstellen, dass die Pflanze doch deutlich mehr nötig hat, tjo dann kann man immer noch was zugeben.

      Da die mir bekannten Frauenschuhe terrestrisch wachsen kann es durchaus sein, dass sie noch mehr brauchen. Der gelbe Frauenschuh wächst meines Wissens nach in den österreichischen Kalkalpen andere kenne ich weniger. Dann muss man eben zusätzlich zugeben. Andrea hat von einer Messerspitze gesprochen, jedoch wohl nur einmalig/Topf nach dem Umtopfen. Beim Leitungswasser wird dabei aber bei jedem Gießen kleinste Mengen zugegeben aber eben auch wieder rausgewaschen.

      Einfach probieren.

      gez. Hauzi

      ps.: Sollten mir inhaltliche Fehler unterlaufen sein, bitte korrigieren.
      Ich kultiviere einen Großteil meiner Orchideen mit SGK.

      gez. Hauzi
    • Hallo Gemeinde,

      ich habe das Problem jetzt endgültig anders gelöst.
      Bei uns in der unmittelbaren Umgebung gibt es mehr als genug kalkhaltigen Untergrund.
      Dieser Kalk ist wasserlöslich und somit gut verträglich und ideal für die meisten Frauenschuhe.
      Cypripedien z. Bsp. benötigen ihn um auf Dauer gut zu gedeihen.
      Ich werde einen Versuch starten und euch auf dem laufenden halten.
      Mit dem Leitungswasser sollte man doch etwas aufpasssen, den so wie es aus der Leitung kommt ist es meist noch behandelt. Da hilft nur abkochen und nach Möglichkeit einen Tag abstehen lassen.

      Ich werde ein Foto einstellen, wie ein alter Experte seine topft.


      LG vadi1
    • @hauzi,
      danke für die super gute erklärung
      letzte woche hatte ich den frauenschuh aus dem substrat genommen, die wurzel sahen zwar gesund aus, aber gewachsen sind sie kaum. ich werde ab heute den versuch starten und den frauenschuh mit leitungswassser gießen und genau beobachten.
      ich bin gespannt was dabei raus kommt

      @vadi
      dir wünsche ich viel glück bei deinem versuch
      LG Lena
      LG Lena
    • Ich habe meinen Frauenschuh nun in Seramis Orchideensubstrat gepflanzt. Dies enthält pflanzenverfügbare (lösliche) Nährstoffe. Dies sind Stickstoff, Phosphat und Kalium. Ich probiere es jetzt so und werde sehen, wie sich die Pflanze entwickelt. Außerdem tauche ich wöchentlich mit abgekochtem Leitungswasser bis mir Regenwasser zur Verfügung steht und dann bekommt der Frauenschuh dieses.
      LG Andrea
    • Hallo.

      Ich bin gerade auf Euere Meinungen zum Thema Kalk gestoßen. Ich habe in einem alten Buch über Orchis gelesen, daß die Paphiopedilum Kalk benötigen. Dort wird von halbjährlich einem Teelöffel kohlensaurem Kalk pro Topf geschrieben. In anderen Anleitungen habe ich sehr wohl von zerstoßenen Muschelschalen gelesen. da diese den Kalk sehr langsam abgeben würden.
      Die Kalkzugaben sollen besonders für weiß-blühende Paphi's wichtig sein. Es soll allerdings auch Paphis geben, die keine Kalkzugaben vertragen wie z.B. die Paphiopedilum callosum.

      Habt Ihr zwischenzeitlich weitere Erkenntnisse gesammelt? Wie waren die Auswirkungen der Kalkzugaben auf Eure Paphis?

      LG
      Michael