Brassia-Hybriden?

    • Brassia-Hybriden?

      Ich bin gestern recht ratlos vor einer Miltoniopsis gestanden. Weisse Blüten mit roten Stellen. So wirklich hab ich mich nicht begeistert und das Pflänzchen nicht mitgenommen. Kulturtechnisch einfach sind sie ja auch nicht.
      Seitdem sitze ich recht nervös und kenn ich mich nicht mehr aus. Vor einer Weile hab ich 2 halb verhungerte Vandeen in einem Baumarkt gesehen. Das Risiko war mir zu groß. Die durchzubringen wäre nicht mehr so einfach gewesen und das alles für teures Geld.
      Ich hab mich ja in Brassia verbissen. Die Naturformen kommen aber für mich nicht in Frage. Jetzt denke ich über eine Hybride nach.
      Hat von Euch jemand Erfahrung mit diesen Pflanzen?
      Ich möchte keine Brassia hinstellen und dann zuschauen wie sie langsam eingeht :rock:











      let the dawn break to find me where no one can find me
    • Re: Brassia-Hybriden?

      hallo kuerzlich,
      zur brassia kann ich dir leider nichts sagen, da ich keine besitze.
      Miltoniopsis pflege ich, so schwierig sind die nicht, wenn man einige punkte beachtet.
      bei uns im baumarkt gibt es auch nur verhungerte orchideen zu kaufen, ich geh in diese abteilung erst gar nicht mehr hin. das tut einem ja in der seele weh. vielleicht kann dir ja einer mitteilen, wo du orchideen von guter qualität bekommst.
      schau mal hier, vielleicht hilft das schon weiter
      pflanzenfreunde.com/brassia.htm

      LG Lena
      LG Lena
    • Re: Brassia-Hybriden?

      lena1964 schrieb:


      bei uns im baumarkt gibt es auch nur verhungerte orchideen zu kaufen, ich geh in diese abteilung erst gar nicht mehr hin. das tut einem ja in der seele weh. vielleicht kann dir ja einer mitteilen, wo du orchideen von guter qualität bekommst.



      Hallo Lena,
      das Gefühl kenne ich. Da stehen die armen Dinger in voller Blüte und kriegen keinen Tropfen Wasser. Oder aber zuviel :( Ich hab erst vorgestern eine sehr schöne rosa Nopse gesehen, der irgendwie das Substrat gefehlt hat. Sie ist dabei langsam zu kollabieren. Bei sowas wird mir schlecht.

      Heute bin ich dann über eine Brassia-Hybride gestolpert. Die müssen auch schon länger dort stehen :?: Die sichtbaren Wurzeln sind weiss, das Substrat im Topf aber nass. Für 16 Euro hab ich eine davon mitgenommen und dann sofort umgetopft. Die war komplett einmal im Topf im Kreis durch mit dem Wurzelwachstum. Die Bulben sind soweit noch ok. Ich werd die Patientin jetzt unter Beobachtung stellen und drauf hoffen, dass sie sich entwickelt.
      Die Blüten bringen ca. 5cm Höhe mit. Ich find die sowas von schön ;) Bei Gelegenheit werd ich sie fotografieren. Auch wenns nur was völlig gewöhnliches ist.



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    • Re: Brassia-Hybriden?

      Stimmt auch wieder, Lena. Sie sind nie gewöhnlich ;)
      Ok, hier also meine Brassia-Hybride, die laut Topf den Namen 'Tessa' hat. Die ältere Blüte wird ringsrum schon braun, die jüngere macht einen frischeren Eindruck.
      Wobei der Dehner, bei dem ich sie her hab, qualitativ keinen schlechten Eindruck gemacht hat. Das kann die Konkurrenz teilweise sehr viel besser. Wenn ich da an Bau-Max denke, dann wird mir übel :(
      Aber das sind eben die Zustände. Hinstellen und schnell verkaufen. Geht das nicht, jede Pflanze leidet mit der Zeit. Bei Orchideen ist die gesamte Pflege ja dann doch nicht so nebenbei zu machen und die Pflanzen strampeln sich verzweifelt ab. Das Ergebnis hab ich jetzt stehen und darf die Krankenschwester geben :P
















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    • Re: Brassia-Hybriden?

      Hallo kuerzlich,

      zu Deiner Information: die Brassia Tessa gibt es tatsächlich. Habe mal im Internet geschaut und sie 3 mal als Brassia Tessa und 3 mal als Bratonia Tessa gefunden. Es scheint aber, von den Blüten her betrachtet, die gleiche Pflanze zu sein.

      Hier einige Beispiele:
      Dreimal als Brassia bezeichnet






      Einmal als Bratonia bezeichnet



      Ich nehme an, dass sich die etwas unterschiedlichen Farben (heller/dunkler) aus den Lichtverhältnissen bei den Aufnahmen erklären lassen. Andererseits kommen mir die Sepalen und Petalen bei der Brassia Tessa deutlich länger vor als bei der Bratonia Tessa. Ich kann mich aber auch irren.

      LG Violetta
    • Re: Brassia-Hybriden?

      lena1964 schrieb:


      nächstes jahr hast du bestimmt länger was von der schönen blüte
      ist immer traurig wenn die blüten verschwinden


      Na ja,
      das ist halt die Auswirkung vom Stress. Da muss sich eine Pflanze halt auch fragen, was wichtiger ist. Also keine Energie mehr in die Blüten schicken und stattdessen ins Wachstum gehen. Man will ja überleben.
      Hätte ich sie früher erwischt, die Probleme hätte es nicht gegeben.
      Ich hab hier absolute Frischware an Phalaenopsis stehen, die blühen ohne zu murren seit über drei Monaten. Weil sie keine Ewigkeit irgendwo geparkt worden sind und nicht gelitten haben.








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    • Re: Brassia-Hybriden?

      Ich denke es gibt unterschiedliche Baumärkte und Pflanzenläden. Ich habe z. B. bei mir einen Dehner, der die Orchideen recht gut pflegt. Ich habe schon einge Phalaenopsis und auch eine Cattleya gekauft. Alle verblüht um 2 €. Eine riesige weiße Phalaenopsis um 5 € statt 20 €.
      Alle haben schon neue Blütentriebe bzw. neue Blütenknospen an den alten Trieben, die ich übrigens nie abschneide.
      Ich habe auch eine Brassia gekauft. Diese war etwas runzelte und blaß ohne Blüte. Aber beim Kauf hatte sie einen gesunden jungen Trieb. Mittlerweile wachsen 2 gesunde schön grüne Pseudobulben. Die alten hängenden blassen schauen zwar nicht so schön aus, aber die neuen Triebe stehen dafür, dass ich sie weiterpflege. Eine Colmanara Wildcat war zu naß und hatte keine lebenden Wurzeln mehr. Aber einen Neutrieb. Ich habe alles faulige entfernt. Der Neutrieb bildet jetzt Wurzeln.
    • Re: Brassia-Hybriden?

      Ein Hornbach bei mir hat sehr schöne Pflanzen. Sie werden nicht so überwässert. Teilweise sind sie etwas trocken. Aber das ist mir lieber. Die meisten handelsüblichen Hybriden haben mit Trockenheit über mehrere Wochen kein Problem. Bei manchen schrumpeln die Pseudobulben, werden aber beim nächsten Guß schnell wieder prall. Nur Miltonia reagiert mit schlappenden Blüten, die sich zwar wieder aufstellen, aber braune Ränder bekommen. Aber einmal zu naß kann den sicheren Tod bedeuten oder bedarf einer langen Regeneration. Der Hornbach gibt Orchideen, die am verblühen sind zum halben Preis. Da kann man sehen, was man kauft. Ich habe im Sommer eine Vanda um 35 € statt um 70 € gekauft. Sie ist gesund und bekommt schon einen neuen Blütentrieb. Bei einem B&B (Verkäuferin hatte keine Ahnung von Orchideen) habe ich eine Dendrobium nobile gekauft. Sie war viel zu naß und die unteren Wurzeln waren faulig. Aber bis jetzt schaut sie gesund aus: volle Blüte und Schöne Pseudobulben und ein junger Trieb. In einem anderen B&B war es genau umgekehrt. Die Orchideen waren relativ trocken aber ganz gesund. Die Verkäuferin wußte viel über Orchideen. Sie hat gesagt, dass sie wenig gießt. Sie hat mir dann eine Cymbidium gezeigt, die vor einem Jahr nicht verkauft wurde. Jetzt bekommt sie 5 Blütentriebe und hat noch kein Blatt verloren. Ich habe sie zum halben Preis bekommen, weil sie vom letzten Jahr war. Nachdem ich bis jetzt meine Cymbidium immer relativ viel gegossen habe und schon viele eingegangen sind werde ich mich jetzt an ihre Tips halten. Normal gießen aber nur soviel, dass das Substrat nicht völlig durchnässt ist und dann warten bis es abgetrocknet ist.
      Einmal habe ich eine kleine Coelogyne cristata um 18 € bei einer Orchideenausstellung gekauft. Sie wollte aber einfach nicht wachsen. Dann habe ich sie aus dem Substrat genommen. Das Substrat war komplett zersetzt und an den Wurzeln saß eine große Nacktschnecke. Ich habe es nicht mehr geschafft sie gesund zu pflegen. Dann habe ich eine riesige (50 cm Durchmesser) in Schönbrunn gekauft um 30 €. Das Substrat hat etwas gerochen, aber wegen der Größe hab ich mich nicht getraut sie umzusetzen. Sie stand bis zum ersten Frost draußen und hat es mit einer Blütenpracht gedankt. Für die Naturformen von Cattleya und Stanhopea war das Substrat schon zu schlecht. Die haben sich nicht mehr erholt. Natürlich würde ich jetzt schlecht riechendes Substrat sofort wechseln. Bei den meisten Orchideen ist der Spagnummooskern ein Problem. Der wird einfach im Rindensubstrat versteckt, zersetzt sich aber recht schnell und bindet sehr viel Wasser. Das ist meistens der Grund für den Orchideentod, speziell bei der Tauchmethode. So habe ich schon mehrere hundert Orchideen erledigt (reduzierte Ware bei einem Belaflora oder vielen Penny zu 0,5 oder 1 €). Da habe ich mir leider auch die ganze Palette an Schädlingen mitgenommen. Speziell die Wolllaus war verheerend. Da half nur komplette Vernichtung aller Pflanzen und Auszug aus der Wohnung. Jetzt bin ich wieder Schädlingsfrei und alles blüht. In einem Laden mit Schädlingen wie Wolllaus, Schildaus oder Thripse greife ich nichts mehr an um keine Eier mitzunehmen. Trauermücke oder Läuse sind kein Problem. Die bekomme ich leicht weg.