Blütenentwicklung und Tod

    • Blütenentwicklung und Tod

      Hallo Gemeinde,
      ich stelle Euch mal eine Fotodokumentation einer rotblühenden Vanda-Hybride zur Verfügung, die ich Anfang 2011 im dehydrierten Zustand bei einer Gärtnerei kaufte.
      In diesem August erst große Freude - eine BT-Knospe wurde sichtbar. Wuchs auch schnell - und dann das Elend. Guckt Euch die Bilder an, sie sind datiert.
      Wenn jemand eine Idee hat, woran es gelegen haben könnte, ich wäre dankbar.
      Kultur gechützt im Garten bei guter Belichtung (keine Verbrennung). An den heißen Tagen täglich getaucht und/opder wenigstens gesprüht. An weniger heißen Tagen 2-3 tgl. getaucht. Wurzeln wuchsen ordentlich, aber nicht übermäßig.
      LG Jürgen






    • Re: Blütenentwicklung und Tod

      Meiner Meinung nach war die Vanda noch nicht kräftig genug um einen Blütentrieb auswachsen zu lassen. Bei meinen passiert das öfter, wenn sie zwei BT gleichzeitig schieben. Meist verdorrt dann auch einer.
      Ansonsten lassse ich meine Vandeen auch im Sommer drinnen. Bist Du sicher, daß Du nicht zuviel getaucht hast? Eigentlich nehmen die Pflanzen draussen viel Feuchtigkeit über den Tau auf. Und könnte es sein, daß Feuchtigkeit in den Blattachseln stehen bleibt?
      Der nächste BT wird´s aber bestimmt schaffen. Nicht die Hoffnung aufgeben :sun:

      Liebe Grüße, Bea
    • Re: Blütenentwicklung und Tod

      Hallo Bea,
      Dank für Deine rasche Antwort.
      1. sie hat, als ich sie vor einem Jahr bekam, bereits geblüht. An der Größe kann es also nicht gelegen haben.
      2. woran erkennt man, daß sie zu oft getaucht wird? Nein, das glaube ich also weniger
      3. in den Blattachseln bleibt sicher kein Wasser stehen, weil ich sie, wenn sie aus dem Bad kommt, verkehrt herum zu ihrem angestammten Platz trage und dann wieder aufhänge.
      4. ich stelle Dir (Euch) mal zusätzliche Bilder ein:
      a. Habitus als ich sie bekam - danach hat sie sich ordentlich gemacht, war von März 2011 - Mai 2012 im GWH
      b. Habitus im Nov. 2011. Da bekam sie dann schwärzlich belegte Wurzeln, die z.Teil verloren gingen.
      3. Habitus Vorder- und Rückseite im Sept. 2012. Neue Wurzeln bekommen, viele aktive Wurzelspitzen an alten Wurzeln. Pflanze allerdings nicht gesund, d.h. ziemlich dehydriert. Warum? Trotz des Tauchens und Sprühens??
      Wenn Du (Ihr) noch etwas beitragen kannst (könnt) wäre ich sehr dankbar.
      LG Jürgen



    • Re: Blütenentwicklung und Tod

      hallo jürgen,
      genau wie bea dachte ich erst daran das feuchtigkeit in den blattachseln bleibt.
      aber haben wir die garantie das dieses über kopf hängen wirklich hilft? blätter, wenn überhaupt würde ich nur einmal am tag benebeln, nicht mit einer normalen sprühflasche, ist zu nass. bei knospen bin ich seit längerer zeit ganz vorsichtig. die mögen nicht ständig nass werden.
      auf dem einen foto ist ein glas mit blähton zusehen, dort herrscht ja eine treibhausluft, ich könnte mir gut vorstellen das du es zu gut meinst. das glas und mehrmals tgl. wässern/sprühen.
      ich würde die vanda so über dem glas installieren das noch genügend feuchtigkeit für die vanda ist, aber auch nicht zu tief, wegen der luftzirkulation. das ist so meine idee :)


      LG Lena
      LG Lena
    • Re: Blütenentwicklung und Tod

      Hallo Jürgen, steht deine Vanda im Sommer im Glas draussen ?
      Meine hängen im Sommer direkt draussen, d.h. einfach wurzelnackt ohne Vase.
      Ich habe sie jeden Tag getaucht, wenns sehr heiß war auch zweimal.
      Feuchtigkeit an der Vanda war da nie ein Problem, da ja so genug Luftzug herrscht und die Pflanze vor dem Abend immer super abtrocknet. (spätestes Tauche zur Mittagszeit)

      Ich glaube einfach, dass sie noch zu wenig Wurzeln hat, um sich wirklich gut zu versorgen, daher ist sie wohl auch noch etwas dehydriert und hat den BT nicht ausreichend versorgen können.
      Lass ihr etwas Zeit, damit die Wurzeln wieder mehr werden, dann klappts bestimmt auch mit der Blüte.

      Ich habe jetzt übrigens einige Vandeen getopft, dass funktioniert bei mir auch sehr gut.
      Plastiktopf rundum durchlöchert und als Substrat grobe Pinienrinde und Styroporstückchen.
      Am Anfang mußten sich die Wurzeln zwar etwas umgewöhnen, aber jetzt wachsen sie ganz gut und man kann auch mal ein verlängertes Wochenende ohne Vandeen-Tauchen leicht durchkommen.
      LG Bettina
    • Re: Blütenentwicklung und Tod

      Hallo Jürgen,

      ich habe mit Vanda und Konsorten keine Erfahrung, möchte aber einmal prinzipiell erläutern was wie passiert sein könnte.
      In Richtung Spätherbst bei nachlassender Lichtintensität sollte auch der Wasserhaushalt angepasst werden. Die Pflanzen stoffwechseln weniger und es kommt sehr leicht zu Pilzbefällen. Zusätzliche Belichtung (12 Stunden Tageslicht als Ziel) empfiehlt sich hier, weil die Pflanzen dann aktiv sind und bleiben.
      Damit können sie mit den Wassergaben und der LF auch was anfangen. Jedes Gewächshaus fährt in Richtung Abend die LF runter. Der Bestand muss unbedingt trocken stehen.
      Dehydriert schauen Pflanzen aus, wenn die Zellen durch Überangebot von Wasser kollabieren. Oder andersum, sind die Wurzeln schon am Anschlag, sie kriegen das viele Wasser bei schlechten Lichtverhältnissen und hoher LF nicht mehr los und sind damit auch in der Aufnahme blockiert.

      Ich bete ja gerne den Spruch von dampfen. Das ergibt ein Mikroklima um die Pflanzen, wobei sie keiner Nässe ausgesetzt sind und trotzdem klimatisch sehr gut versorgt sind.
      Aha, es wird also bedampft. Unsere Postings haben sich überschnitten :)

      Ich hab jetzt hoffentlich nix vergessen und noch wichtiger, nichts falsch verstanden :blush:



      let the dawn break to find me where no one can find me
    • Re: Blütenentwicklung und Tod

      Hallo Lena,
      Dank auch für Dein Engagement. Die Vase, in der sie mal stand und wo Du das Treibhausklima bemerkt hast, war nicht mehr ihre Heimat - sondern, wie ich schrieb das GWH. Da sind die Verhältnisse anders. Dort wird 2-mal täglich mit feinsten Mikrodüsen genebelt. Dann laufen Ventilatoren und ruck-zuck ist alles wieder abgetrocknet.
      Das Tauchen in der Regentonne (in diesem Jahr) fand immer nachmittags statt und es war genügend Zeit, daß das Schätzchen trocken ins Bett gehen konnte. Daran kann's also nicht gelegen haben (glaube ich).
      LG Jürgen
    • Re: Blütenentwicklung und Tod

      Hallo Bettina,
      1. nein steht nicht im Glas, sondern hängt in der überdachten Pergola. Dort herrscht gute Luftbewegung.
      2. Mit den Wurzeln wirsat Du es wahrscheinlich getroffen haben - es ist noch sehr wenig Masse!
      3. Deine Topferei gefällt mir SEHR gut! Auch der Gedanke dahinter, daß man sie länger "über die Runden bringt".
      Vielleicht mache ich es auch - weiß noch nicht.

      Hallo kuerzlich,
      Dank auch Dir für Deine Bemühungen.
      Du hast ein weiteres Problem richtigerweise angesprochen, was ich ungenügend berücksichtigt habe und worauf wahrscheinlich die schwärzlich belegten und ungesunden (pilzbefallenen) Wurzeln zurückzuführen sind, die sie im letzten Winter im GWH bekommen hatte: zu kurze Belichtung für die angebotene Feuchtigkeit.
      Da ich aber die Kirche im Dorf lassen will (ich habe ein Gewächshäuschen und kein Gewächshaus), werde ich nicht zusätzlich Pflanzenleuchten installieren. Sonst schickt mir meine Frau die Männer mit den weißen Kitteln, die mir die Hände nach hinten binden.
      Ich werde einfach die Feuchtigkeit zurücknehmen, d.h. nur noch einmal täglich nebeln lassen. Und dann schau'n mer mal.
      Vielen Dank nochmals an alle Bemühten und
      liebe Grüße
      Jürgen
    • Re: Blütenentwicklung und Tod

      Hallo Jürgen,

      nachdem Du die Fotos des Wurzelwerks eingestellt hast, glaube ich wie Bettina, daß die Wurzelmasse einfach nicht ausreichend ist, Pflanze und BT zu ernähren.
      Mir kräftig meinte ich auch nicht zu klein, sondern insgesamt zu kränklich, schwächlich.
      Natürlich habe ich nicht auf den Fotos erkennen können, daß Du zuviel tauchst. Das war lediglich eine Vermutung von mir. Allerdings lege ich diese Vermutung nach den Wurzelfotos at acta, denn diese Würzelchen können tatsächlich recht wenig Feuchtigkeit aufnehmen.
      Ich glaube also, daß Du Geduld brauchst. Solange an den Blättern keine Krankheiten zu erkennen sind, besteht kein weiterer Handlungsbedarf.
      Vandeen brauchen mitunter lange um sich zu erholen oder zu aklimatisieren.

      Liebe Grüße, Bea
    • Re: Blütenentwicklung und Tod

      Hallo Bea,
      ich denke, daß die Sache mit der Wurzelmasse der Schlüssel für die Beantwortung der Fragen ist. Dafür spricht auch, daß der Zustand der gesamten Pflanze VOR dem Wurzelverlust doch deutlich besser war. - Siehe dazu aber auch den Beitrag von "kuerzlich".
      Und mit dem Dünger wirst Du auch sehr richtig liegen. Ich oute mich jetzt mal und gestehe etwas:
      im Frühjahr habe ich mir ein Meßgerät für die Messung der Leitfähigkeit des Gießwassers zugelegt. Und dann habe ich wissenschaftlich genau das Tauch-/Gießwasser aufgedüngt und exakt gemessen. Nach einigen Wochen und mehreren Düngevorgängen habe ich dann mit eisigem Schrecken festgestellt, daß ich übersehen hatte, daß die digitale Anzeige des Gerätes mit dem Faktor 10 zu multiplizieren war. Das bedeutet: Meßergebnis 250µS und ich war's zufrieden. Dabei waren es 2500µS und ich habe die Wurzeln verbrannt!!!!! Ich habe das auch am Wohlergehen einiger anderer Orchis gemerkt, konnte mir aber bis zu diesem Zeitpunkt nicht erklären, woran es denn liegen könnte. Sofortiger Düngestop und siehe da, den Burschen geht es fast ausnahmslos jetzt wieder besser bis blendend. Als fast einzige hat die O. Sweet Sugar noch mit meiner Attacke zu kämpfen.
      Ich glaube, nach diesen Analysen und danke Eurer Beiträge dürfte die Problematik erkannt sein.
      Liebe Grüße
      Jürgen
    • Re: Blütenentwicklung und Tod

      juebie schrieb:


      Hallo Lena,
      Dank auch für Dein Engagement. Die Vase, in der sie mal stand und wo Du das Treibhausklima bemerkt hast, war nicht mehr ihre Heimat - sondern, wie ich schrieb das GWH. Da sind die Verhältnisse anders. Dort wird 2-mal täglich mit feinsten Mikrodüsen genebelt. Dann laufen Ventilatoren und ruck-zuck ist alles wieder abgetrocknet.
      Das Tauchen in der Regentonne (in diesem Jahr) fand immer nachmittags statt und es war genügend Zeit, daß das Schätzchen trocken ins Bett gehen konnte. Daran kann's also nicht gelegen haben (glaube ich).
      LG Jürgen



      siehst du, das GWH hatte ich vergessen, bei mir hatte sich nur noch die vase im kopf eingenistet :D
      die hauptsache ist, du weißt jetzt woran es liegt. nächstes jahr wird es dir die vanda bestimmt mit wunderbaren blüten danken.
      LG Lena
      LG Lena