Ceratostylis rubra

    • Ceratostylis rubra

      Wieder Anlaß zur Freude. Gestern habe ich eine neue Blütenknospe bei einer Ceratostylis rubra entdeckt, die ich Im letzten November bekommen habe. Sie mag also offenbar die Pflege, die sie bekommt.
      Art: Ceratostylis rubra
      Heimat: Philippinen, wächst epiphytisch in Höhen bis 500m
      Temperaturbereich: warm bis sehr warm, ca. 23°C, nächtliche Temperaturabsenkung nützlich
      Luftfeuchtigkeit: 60 - 80 %. Übersprühen. Gute Luftbewegung
      Gießen: nebeln, sprühen, tauchen, sehr feucht. Die Wurzeln sind behaart und vertragen Feuchtigkeit
      Düngen: unbekannt, wohl wenig düngen
      Ruhezeit: keine Ruhezeit. Wachstum + Blüten ganzjährig. Habitus: teppichartig wachsend
      Licht: hell bis halbschattig.
      Blütezeit: ganzjährig mit Schwerpunkt April-September
      Umtopfen/ Kultur: aufgebunden mit Sphagnum-Bett

      2011 04.11. mit einer Blüte und 2 Trieben bekommen in Rinde getopft. GWH gestellt
      2012 17.02. am NT zentral eine BT-Knospe entdeckt

      Grüße an alle
      Jürgen


    • Re: Ceratostylis rubra

      Ein Hallo an alle Interessenten,
      1. oben gezeigte vermeintlich Blütenknospe war dann doch keine, sondern ein neuer Austrieb. Die Ceratostylis wächst einer Vanda vergleichbar - das wußte ich damals noch nicht. Sie bildet mit der Zeit Polster, die durch seitliche Proliferation entstehen.
      2. Aber heute war dann die Freude groß. Beide Triebe wachsen derzeit wieder weiter in die Länge. Und die "Beule", die ich seit einigen Tagen seitlich bemerken konnte, hat sich heute als Blüte entpuppt.
      3. auch die Dehydrierung, die man auf dem ersten Bild ganz oben sehen kann und die das Pflänzchen schon bei der importierenden Orchi-Gärtnerei hatte, ist in der Zwischenzeit ganz verschwunden, sie sieht knackgesund aus.
      LG Jürgen

    • Re: Ceratostylis rubra

      Die Kleine blüht schon wieder (letztes Mal im August).
      Ich zeige Euch zwei Bildchen, die die unterschiedliche Färbung der Blüte veranschaulicht.
      Das erste Bild datiert direkt nach dem Kauf bei einer Orchi-Gärtnerei, bei denen neben den anderen Parametern vor allem das Licht stimmt - schön rot gefärbte Blüte.
      Das zweite Bild zeigt die Pflanze nach fast genau einem Jahr. Sie ist mächtig gewachsen, mag also offenbar die Pflegebedingungen. Hat auch zwischenzeitlich im August mit schöner roter Blüte geblüht (siehe Fotos weiter oben).
      Die aktuelle Blüte ist allerdings ziemlich blaß. Liegt einfach an mangelndem Licht.
      Wird in Zukunft (hoffe ich) nicht mehr passieren. Ich habe eine Belichtungsanlage für alle Pfleglinge eingebaut und belichte mit Farbe 840 (Leuchtstoffröhren) im November 5 Stunden täglich ab 16.30 Uhr (da wird es schon schummrig).
      LG Jürgen

    • Re: Ceratostylis rubra

      juebie schrieb:


      Ich habe eine Belichtungsanlage für alle Pfleglinge eingebaut und belichte mit Farbe 840 (Leuchtstoffröhren) im November 5 Stunden täglich ab 16.30 Uhr (da wird es schon schummrig).


      Hallo Jürgen,
      ich würde nicht in die Nacht beleuchten. Sondern eher eine Morgengabe einbauen plus einer nachmittäglichen Verlängerung. Die Pflanzen kommen mit Nachtlicht durcheinander. Orchideen haben das Bedürfnis nach möglichst langer Sonnendauer am Tag, weswegen ich diesen Umstand von 6 am Morgen bis 6 am Abend unterstützen würde.
      Echtes Nachtlicht wird im gewerblichen Anbau manipulativ verwendet, weil man die Pflanzen zu einer Reaktion bringen will. Es dient dann nicht einer reinen Belichtung über die lichtarme Jahreszeit.

      Welches Lichtspektrum haben denn die 840er?



      let the dawn break to find me where no one can find me
    • Re: Ceratostylis rubra

      Hallo liebe kuerzlich,
      vielen Dank für Deine Profi-Tips. Die nehme ich gerne an!! Und werde die Zeiten heute noch umstellen.
      Das Lichtspektrum der 865-er (nicht 840-er!!), die ich benutze, zeigt die Grafik. Bringen 6500K, 18W (Stück). Die Röhren hängen max. 50cm vor/über den Pflanzen, manche sind näher dran (Temperatur unmerklich).
      Bitte beantworte mir noch eine Frage. Ich dachte, ich empfinde so in etwa unseren Sommertag nach und belichte derzeit bis 21.30 Uhr. Du sagst jedoch, das sei zu lang? Morgens ab 06.00 Uhr macht Sinn, so ist`s ja auch im Sommer. Also morgens von 06.00 - 7.30 Uhr (dann wird's hell) und abens von 16.30 - 20.00 Uhr? Was sagst Du dazu? Das wären dann die 5 Novemberstunden. Im Dezember plane ich 6h tgl., ab Januar dann wieder absteigend. In etwa auch Deine Vorstellung?
      Danke und lG
      Jürgen
    • Re: Ceratostylis rubra

      juebie schrieb:


      Bitte beantworte mir noch eine Frage. Ich dachte, ich empfinde so in etwa unseren Sommertag nach und belichte derzeit bis 21.30 Uhr. Du sagst jedoch, das sei zu lang? Morgens ab 06.00 Uhr macht Sinn, so ist`s ja auch im Sommer. Also morgens von 06.00 - 7.30 Uhr (dann wird's hell) und abens von 16.30 - 20.00 Uhr? Was sagst Du dazu? Das wären dann die 5 Novemberstunden. Im Dezember plane ich 6h tgl., ab Januar dann wieder absteigend. In etwa auch Deine Vorstellung?


      Ok Jürgen,
      dann lass uns mal sortieren ;)
      12 Stunden verwertbares Tageslicht sollten es sein. Sprich, an einem trüben Nebeltag ist die Lichtintensität regelmäßig zu niedrig. Es macht dann für meine Begriffe auch keinen Sinn Licht morgens und abends Licht zuzuschiessen. Den restlichen Tag wären die Pflanzen inanktiv.
      Mein Belichtungskonzept würde so ausschauen: Morgens ab 6 Uhr belichten. Bis zum brauchbaren natürlichen Tageslicht. Nachmittags belichten schon im Dämmerungsübergang und dann bis 18 Uhr. Macht insgesamt 12 Stunden volles Licht.

      Das heisst in Konsequenz, morgens durchaus bis um 8 oder 9 durchziehen. Ist es trüb, durchbelichten. Herrscht sonniges Wetter, die morgendliche Belichtung bis um 7 oder halb 8. Ich weiss, das ist eine ständige Rennerei, nach Möglichkeit noch die Wettervorhersagen checken und dann wieder die Zeitschaltuhren einstellen.

      Es ist halt eine dumme Geschichte mit den Orchideen, die lassen sich nicht so einfach in eine Ruhephase schicken. Bei mir blüht und knospelt (das Wort gibt es nicht wirklich? :D ) es wie wild. Ich muss nur hoffen, dass die Mädels mit dem vorhandenen Licht auskommen. Obwohl, eine Beleuchtung wär wirklich nicht die dümmste Idee :rolleyes: Mein Zierspargel, der "Sprengeri" streckt ganz verzweifelt seine Jungtriebe in Richtung Licht. Und der wächst wie wahnsinnig.

      Apropos, das Spektrum Deiner Röhren hat recht viel Grünanteil. Das brauchts für Pflanzen nicht. Da gehört rot und blau rein. Grün ist nicht verwertbar.



      let the dawn break to find me where no one can find me
    • Re: Ceratostylis rubra

      Hallo ihr beiden,

      also wenn ich auch meinen Senf dazu geben darf:

      Ich habe in der lichtarmen Zeit, jeweils eine 865er über den Pflanzen.
      Das Rot und Blau Spektrum reicht völlig aus, habe damit gute Erfahrungen gemacht.
      Sie sind eingeschaltet von 06.30 - 08.30 Uhr und von 16.00 - 21.00 Uhr, egal ob trüb oder sonnig.
      So sehr verwöhnen tue ich sie dann auch nicht. :)

      LG vadi1
    • Re: Ceratostylis rubra

      Dank für Deine Überlegungen. Bevor Du geantwortet hast, hatte ich bereits "verstellt": derzeit 06.00-08.00 und 16.30-19.30. So laß' ich's erst einmal und im Dezember wird etwas adaptiert. Deine Betrachtungen hinsichtlich "trüber Tag im November etc." sind natürlich einleuchtend. Muß mal gucken, wie ich das am besten erschlagen kann. Da gibt's mit Sicherheit im Elektronik-Bastelladen preisgünstige Lux-Sensoren, die man stufenlos verstellen kann. Und wenn ich die mit meinen Billig-Zeitschaltuhren koppele - Heureka, das war's dann! Keine Rennerei, glückliche Orchideen, Blüten zum Frühstück - was will man mehr?
      Betr. des Grün-Pik bei den 865-er: stimmt natürlich wieder. Aber: blau und rot ist gut vertreten, grün nehmen wir als "Beiwerk" (ist halt mit dabei). Habe mich vorher ein bißchen belesen. Viele selbsternannte cracks nehmen 830/840 und/oder 860/865 - wobei die Mehrzahl zu den 865-ern tendiert. Na, schau'n mer mal - vielleicht gibt's ja grüne Blüten????
      LG Jürgen