Wühlmäuse

    • Wühlmäuse

      Ich habe dieses Jahr ziemlich viele Wühlmauslöcher gefunden. Noch zeigen die Pflanzen keinen Schaden. Ich habe Körner in die Löcher gestreut, die angeblich durch den Geruch die Biester vertreiben, aber nicht giftig sind. Gestungken haben sie am anderen Tag ganz schön, dafür war der Weg neben den Beeten aufgewühlt. Im Vorfeld hatte ich aus dem Fachmarkt 4 Gaspatronen in die Löcher gelegt. Wie kann ich den Wühlern noch beikommen? Es wachsen Kartoffeln, Topinampur, Möhren, Erbsen, Mais, Bohnen, Zucchini und Gurken. Was ist besonders gefährdet?
    • Re: Wühlmäuse

      Mittlerweile deprimiert mich der Gartenbesuch. Einige Kartoffelpflanzen,die sich prächtig entwickelten, sind bereits umgefallen, weil abgeknabbert. Ich hab nochmal Gaspatronen eingesetzt und auch Wühlmausköder gelegt. Das Dumme ist nur, dass mein Garten direkt an eine Wiese angrenzt. Damit ist natürlich der Weg zur Flucht und wieder zurück frei. Ich hätte ja nichts dagegen, wenn sie sich die eine oder andere Kartoffel holen würden, aber durch den Abfraß der Pflanzen wachsen die Knollen ja nicht mehr.
    • Hallo,

      bei mir sind die Biester natürlich auch immer sehr aktiv.
      Von letzten August bis Dezember haben sie alles durchgewühlt, in den vergangenen Frühjahren jedes mal ein Dutzend Rosen gekillt durch Abfressen der Wurzeln in der Zeit des Austriebs... und keine Orchideenknolle ist vor ihrem Zahn sicher, was ich da schon verloren habe!
      Ständig bringe ich in die Gänge und den Boden Mittel, die Geruch, Schall oder Vibrationen verbreiten, auch Haare und groben Splitt... immer kommen sie ganz schnell wieder zurück und treiben ihr Unwesen weiter.
      Fallen bringen sie höchstens dazu, sich mal totzulachen.. selbst giftige Köder graben sie einfach wieder raus. Vor Gas hab ich zu viel Angst.
      Neuerdings gräbt jetzt ein Maulwurf den Rest der Wiese (Rasenstück mit diversen Kräutern und Krokussen) um und unterhöhlt alles! Ich würde ihn ja zugern vertreiben, aber alle Mittel helfen nur ein bis drei Tage, dann sind die Berge wieder da.

      WER WEISS RAT!?!
      "Gartenarbeit"? - Gibt es nicht! - Jegliche Betätigung im Garten ist nie Arbeit, sondern reines Vergnügen!
    • Wenn sich die Wühlmäuse partout nicht verabschieden wollen, dann fällt mir nur noch eine Möglichkeit ein und die ist mit Arbeit verbunden ;)
      Das Beet für die Kartoffeln (sollten das nicht unzählige Quadratmeter sein) auskoffern um die 40/50cm tief und in die Sohle Hasengitter legen. Die Ränder müssen natürlich sauber verbunden nach oben gezogen werden. Also eine Art von Wanne basteln.
      Die Mäuse kommen da nicht durch.
      Bei alten verwurzelten Rosen ist das schon schwieriger, weil man hier ganz anders in die Tiefe muss. Jungrosen lassen sich so aber gut schützen. Für Orchideen dürfte ein solches Sicherheitskorsett nochmal leichter herzustellen sein.
      Was den Maulwurf angeht, Naturschutz und so :) Das Tierchen kommt, das Tierchen geht, wenns nur die Wiese ist, würde ich ihn lassen und auf keinen Fall mit Gas anfangen.
    • Hallo, kürzlich!

      Danke für die Erfahrungen!
      Also, die Kartoffeln wachsen bei uns je nach dem auf dem Markt, beim Bauern oder auch mal beim Lidl, kommt ganz drauf an, aber nicht im Garten. Die große Arbeit fällt also nicht an.
      Die alten Rosen lass ich drin und hoffe, sie setzen sich durch wie bisher. Bei neuen, die derzeit zwar nicht geplant sind, denk ich an den Hasendraht, hab ich letztes Jarh schon praktiziert, das Ergebnis ist hoffentlich positiv, aber noch nicht absehbar.
      Die Orchis, die ich mir für den kommenden Frühling ausgesucht hab, kommen auf alle Fälle in eingegrabene Plastiktöpfe mit drainiertem Boden, das müßte doch klappen?! Außerdem bleibt sich darin auch das passende Sunstrat viel besser zusammen, da es sich ja immer von der Umgebung unterscheidet, gell.
      Aber der Maulwurf unterhöhlt mir die Wiese in einer Weise, dass ich nicht nur täglich den Abraum mühsamst bei jedem Sauwetter beseitigen muss, ein halber Qubikmeter Lehmbatz lagert schon sehr unpraktisch in der Gartenecke rum. Und ich krieg die Gänge nicht auf, bzw. find sie nicht geschweigedenn die Höhlen... da brechen wir uns dann im Sommer alle Haxn, wenn alles einstürtzt beim Drübergehen! Drum muss der Kerl wieder raus!!! Aber vergasen tu ich niemand, keine Mäuse, nicht den Maulwurf, die Katzen, meine Familie und wer da sonst nich alles hinkommt, auf keinen Fall, basta. Außerden zögen dann in die frei Wohnung - wie bei Mensch und Tier üblich - ja ständig wieder neue Bewohner ein... und nix Bessers kommt ned nach.
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    • Maunzi war das mit den Kartoffeln :)
      Wenns im Orchideenbeet auch ein bisschen Optik geben darf, dann würde ich eine Holzeinfassung in den Ring werfen *werf*
      Der Gedanke ist mir grade so gekommen. Brennholz, Starkholz, irgendwas in der Richtung. Das Holz sollte für eine Wirkung entsprechend groß/wuchtig/massig sein. Einen Graben ums Beet basteln, Hölzer nach Gusto arrangieren (schön tief versenken als Wühlschutz), Hasengitter dazu und fertig :thumbsup:

      Über den Maulwurf muss ich noch nachdenken. Das arme Tier :/
    • Ja, meine Kartoffeln hatten sehr gelitten durch Wühlmäuse. Und diesen Winter, der keiner war, gräbt etwas feste Wege um, ich denke an einen Maulwurf.
      Mit Gift hatte ich auch probiert-sinnlos und die Gaspatronen nehm ich nicht mehr, weil ich nicht schnell genug weg war und selbst im Nebel stand, der Zünder war scheller, als dass ich den Ziegelstein drauflegen konnte. Mal sehen, was dieses Jahr für Herausforderungen stellt.
    • kuerzlich schrieb:

      Maunzi war das mit den Kartoffeln :)
      Wenns im Orchideenbeet auch ein bisschen Optik geben darf, dann würde ich eine Holzeinfassung in den Ring werfen *werf*
      Der Gedanke ist mir grade so gekommen. Brennholz, Starkholz, irgendwas in der Richtung. Das Holz sollte für eine Wirkung entsprechend groß/wuchtig/massig sein. Einen Graben ums Beet basteln, Hölzer nach Gusto arrangieren (schön tief versenken als Wühlschutz), Hasengitter dazu und fertig :thumbsup:

      Über den Maulwurf muss ich noch nachdenken. Das arme Tier :/
      Eine wirklich schöne Idee mit den Holzbohlen... das wird ein größerees Projekt, ich fang schon mal an zu sammeln, wenn wir rumkommen und wo was liegt. :thumbsup:
      Ein Beet ist schon mit Granitsteinen eingefasst, da sollte auch mal so ein Drahtgeflecht drunter, ufff! Wenn's bloß scho drin wär.

      Und zu Maunzis neuem Gartengast sag ich: "Raus aus den Kartoffeln!" :cursing:

      Meiner war heute auch wieder sehr fleißig und ich hab ihm, weil nachdenken nix half, kurzerhand und ohne viel nachzudenken, dafür ein paar Stückchen Karbid geschenkt, damit's iohm richtig stinkt und er morgen wenigstens wieder weiter oben am Waldrand gräbt und nicht mitten in den schönen Krokussen!
      Beim Reinkommen krieg ich dann eh immer mein Fett weg wegen der lehmigen Schuhe. <X
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    • kuerzlich schrieb:

      Die Frettchen helfen beim Umsiedeln von Hamstern und solchen Geschichten. Die kann man mit Personal engagieren.
      Naturschutzeinrichtungen könnten da Adressen haben. Einfach mal nachfragen ;)
      Tolle Sache, echt! Schon ein wenig kompliziert, aber für alle Fälle nicht zu vergessen.
      Kann ja auch mal erst meine Katzen und das Hermelin unterm Steinhaufen fragen, ob sie mir da nicht gleich gratis helfen wollen. ^^
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    • Maunzi schrieb:

      Wo kann man Karbid kaufen? Das mit den Frettchen finde ich klasse, werde ich aber trotzdem nicht versuchen. Erstens weiß ich nicht, wo man die herbekommt und zweitens würden die mich bei meinen Fettnäpfchen, in die ich ständig trete, selbst beißen.
      1. zum Frettchen: Die Suche wäre schon ein wenig kompliziert, zumal Du eins finden musst, das gut LESEN kann, damit es Deinen Namen richtig versteht [MAUNZI und nicht etwa Mausi), sonst beißt's vielleicht doch, obwohl es einen ja nur verjagen sollte. - kleiner Scherz zum dussligen Freitag oder wie der heut heißt. :/


      Aber jetzt zum Karbid:
      Da gibt es ein paar Versandgeschäfte, z.B. über Amazon, im Handel vor Ort hier sah ich es noch nie.
      Es soll direkt in die Gänge und Löcher, halt immer wenn ein Nager neu gegraben hat, dann oben schnell dicht verschließen, warten bis es drin feucht wird und eklig stinkendes Ethylengas entsteht, das die Viecher vertreibt (und wenn's rauskomt auch alle anderen Lebewesen, Tiere, Menschen, Gäste usw.)
      Es funktionier bisher bei mir so ungefähr 2 bis 4 Meter weit, d.h. da gräbt er dann morgen wieder weiter und da komm ich am nächsten Tag auch mit dem Karbid hin.

      Unter der Erde wirkt es dann halt bis es sich ganz aufgelöst hat zu Gas und Düngekalk.
      Es soll angeblich nicht schädlich sein, er haut also gesund ab, was sicherlich alle, hoffentlich auch kuerzlich beruhigen wird, auch uns, wenn wir's versehentlich einschnaufen bevor das Loch zu ist und falls es drin schon zu schnell feucht wurde.
      Also nicht verwenden so lange es grad regnet und immer wieder gut einpacken!
      Achtung! Das Gas ist brennbar, ja gar explosiv! Jemand anderer hat mal ein Zündholz beim Grillen weggeworfen, als noch Gas ausströmte, da ist der halbe Garten samt dem Maulwurf fast bis auf den Mond geflogen. <X


      UND NUN WEIDMANNS HEIL!!! :evil:
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    • Sagen wir mal so........ich weiss ja nicht wie groß die Wiese ist :/ Wenn es aber dauerhaft drum gehen soll, dass der Maulwurf sich in Richtung Wald verkrümelt, dann gäbe es die Möglichkeit einer Barriere.
      Für Bambus und seine Wurzelausläufer verwendet man solche aus Kunststoff. Die Rollen sind sauschwer und haben eine Höhe von um die 60? cm. Nicht schlagen, genau hab ich das nicht im Kopf.
      Man gräbt die gewünschte Trennlinie in passender Tiefe, versenkt den Wurzelstopp entsprechend, schaufelt wieder zu und fertig. Der Maulwurf rennt dann halt gegen die Wand und das ohne Geruchsbelästigung :thumbsup:
      Das wäre eine einmalige Aktion und niemand steht täglich wieder bewaffnet da. Nur so eine kleine Idee.
    • Der Garten hat 200 m², die sog. Wiese ist der Rasen in der Mitte, der hat 100 m² und besteht aus vielen Gräsern, Kräutern und Blütenpflanzen... und jetzt im Vorfrühling tausenden Krokus, drum heißt er Wiese.
      Der Untergrund ist reiner Lehm, der aufgegraben einfach bloß noch eklig ist und überall klebt, da schweb ich jedesmal in Lebensgefahr, wenn ich wieder ins Haus will und Schmutz an mir klebt, den ich nicht gleich richtig abkrieg trotz im Schuppen gelagerter Spezialkleidung und Schuhen...
      Und dann ist da noch das Problem, dass die nicht gleich gefundenen Gänge irgendwann nachgeben, wenn wir grad drüberlaufen und man drin versinkt, was übel ausgehen könnte. ;(
      Der Wald hat 50 m² und dahinter geht es auf eine Pferdekoppel, da kommt das Ungeziefer her, das täglich hier alles umgräbt (Talpa europäa) und die Wurzel abfrisst (Arvicolinae). X(
      Eine Barriere hab ich soeben gefunden und bestellt.
      Manche Stellen, z.B. im Wald kann ich damit nicht bearbeiten, weil ich gar nicht hin komm oder keinen Graben in den Boden graben kann wegen der Baumwurzeln, drum will ich es zunächst vor dem Wald versuchen in der Hoffnung, mein physisches Gestell hält das aus, sonst muss ich halt wieder aufgeben.
      Es gibt dann noch einen Garten seitlich von uns, da kommen die Untiere natürlich auch hin und können auch von dort zu uns eindringen... <X
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    • O.K., dann kann ich das mit dem Karbid nicht machen, denn der Garten ist in einer Kleingartenanlage, wo viel gegrillt wird. Da fällt mir eine Geschichte ein, die mein damals noch lebender Vater verzapfte. Der führte auch in die Gänge unseres Hausgartens irgenein Gas ein, das entzündet werden musste. Und plötzlich schossen im Nachbargarten in der Wiese an einigen Stellen Stichflammen aus der Erde. Also das ist mir zu gefährlich. Aber meine damaligen Plagegeister hatte ich mit eimerweise Brennnesseljauche vertrieben, vielleicht versuch iches dieses Jahr nochmal, die kann jedenfalls nicht brennen.
    • Ja, klar, die Brennesseljauche! Hätt ich ja fast vergessen...
      Vor zwei Jahren hat die unsere Wühlmäuse auch für Wochen, Tage, ach was sag ich Stunden vertrieben!
      Hoffentlich wachsen bald wieder genug Brennesseln, dass man welche ansetzen kann!!!
      Sonst find ich bis dahin den Garten unter den ganzen Maulwurfhügeln nimmer.


      "Gartenarbeit"? - Gibt es nicht! - Jegliche Betätigung im Garten ist nie Arbeit, sondern reines Vergnügen - eigentlich heute ein dummer Spruch, wenn ich an das bevorstehende Eingraben der Maulwurfsperre denke, wird mit schwarz vor Augen... und danach is doch alles wieder umsonst, weil er von woanders kommt!
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