Aprikosenbaum / Prunus armeniaca L. Marille

    • Aprikosenbaum / Prunus armeniaca L. Marille

      Der ursprüngliche, wildwachsende Aprikosenbaum bildet nur kleine und sauer schmeckende Früchte. Überlieferungen aus Asien berichten davon, das bereits die Kaiser von China zum Ende des 3. Jahrtausends v. Chr. Aprikosen kultivieren ließen. In Mitteleuropa wurde der Aprikosenbaum wahrscheinlich erst um 300 bis 400 v. Chr. kultiviert. Vom Fernen Osten gelangte der Aprikosenbaum dann in den vorderen Orient, dort verbreitete sich der Baum dann sehr schnell.

      Die Aprikosen enthalten neben sehr viel Vitamin A auch die Vitamine B1, B2, PP, B5 und C. Neben den Vitaminen findet man in den Aprikosen Ballaststoffe, Fruchtzucker, Mineralsalze und zahlreiche Spurenelemente. Die Aprikose wirkt stark blutbildend. Eigentlich werden Aprikosen von fast allen Menschen gut vertragen; sie können aber in Ausnahmefällen allergische Hautreizungen hervorrufen.

      Roh verzehrte Aprikosen, wirken gegen Durchfall, Aprikosen als Dörrfrüchte haben jedoch eine abführende Wirkung. Frisch gepresster Aprikosensaft ist ein ausgezeichnetes Tonikum für die Gesichtshaut. Der weiche Aprikosenkern ist reich an Ölen. Er ist jedoch nur dann essbar, wenn er süß ist. Die meisten Aprikosenkerne sind jedoch bitter und enthalten dann die gefährliche, giftig wirkende Blausäure. Von dem Verzehr der Aprikosenkerne ist deshalb abzuraten, es sind schon Todesfalle bei Kleinkindern vorgekommen.

      Die Aprikose wirkt abführend, blutbildend, tonisch und gegen Durchfall


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    • Re: Aprikosenbaum / Prunus armeniaca L. Marille

      Da jetzt im Herbst die beste Pflanzzeit für die Aprikosenbäume ist habe ich mich auf die suche gemacht und einen der Wachauer Marillenbäume gefunden, musste gleich einen bestellen der Versand hat zwar etwas gedauert aber ich habe einen schönen jungen Baum im Kübel erhalten
    • Re: Aprikosenbaum / Prunus armeniaca L. Marille

      :blush: hallo .... ?

      lieber pflanzer, du schreibst - Aprikosenkerne seien giftig..... warum setzt man sie denn als Krebs-Therapeutikum ein?

      Ich habe einen Aprikosenbaum als Spalier - ist das sinnvoll? Ist ein Spalier überhaupt gut für die Pflanze oder sollte man sie nicht einfach wachsen lassen, wie sie will?

      Grüessli Teen
    • Re: Aprikosenbaum / Prunus armeniaca L. Marille

      Hallo Teen,
      viele der in der Naturheilkunde verwendeteten Heilpflanzen sind ab einer gewissen Dosierung giftig. In geringen Mengen kann eine solche Pflanze aber durchaus heilende Wirkung haben.

      Der Einsatz von bitteren Aprikosenkernen in der Krebsbekämpfung ist jedoch sehr umstritten. Bisher fehlt noch ein wissenschaftlicher Nachweis für die Wirksamkeit der Aprikosenkerne bei Tumoren. Viele Wissenschaftler und Ärzte zweifeln die positive Wirkung der bitteren Aprikosenkerne in der Krebstherapie an. Die Befürworter einer Behandlung von Tumoren mit den Aprikosenkernen gehen davon aus, dass die wirksamen Inhaltsstoffe der Aprikosenkerne sich in den Tumoren ansammeln und diese zerstören.

      In kühleren Klimazonen ist es besser die Aprikosen als Fächerspalier an einer windgeschützten, warmen Hauswand zu ziehen. Eine solche freie Spalierform, bei der man die einzelnen Triebe bogenförmig an die Latten oder die Drähte binden kann, ist für die Aprikosenbäume wie geschaffen, da sich die recht eigenwillig wachsenden starren Triebe der Aprikosenbäume nicht gut in eine strenge Form zwängen lassen.

      Obstbäume als Spalierbäume zu pflegen hat durchaus Vorteile. Besonders hervorzuheben ist, dass man die Seitenäste annähernd horizontal an den Spalieren entlangwachsen lässt. Horizontale oder nur leicht schräg nach oben laufende Äste sind meist fruchtragende Äste. Die waagerechte Astführung hat auch noch einen weiteren Vorteil. Die reifenden Früchte werden besser von der Sonne beschienen und können so besser reifen. Es gibt dabei jedoch Unterschiede zwischen Steinobst und Kernobst. Die Unterschiede sollte man unbedingt kennen, denn der Obstbaumschnitt, Erziehungsschnitte und Säuberungs bzw. Erhaltungsschnitte sind je nach Obstart unterschiedlich.

      In Gegenden mit einem wärmeren Klima können die Aprikosenbäume auch als lockerer und etwas unregelmäßig aufgebauter Buschbaum mit 3 bis 4 Leit- und Seitenästen gezogen werden.

      Herzliche Grüße
      Pflanzer
    • Re: Aprikosenbaum / Prunus armeniaca L. Marille

      :blush: Hallo Pflanzer,

      ganz lieben Dank für die Ausführungen!

      Naja das mit den Aprikosenkerne hat ja grossen Wirbel gemacht und ich kenne einige Krebspatienten die darauf schwören und - ja erstaunlich - länger mit der Krankheit leben als statistisch *richtig* gewesen wäre.
      Aber das soll ja nicht Thema sein.

      Es ist so, dass mir das *Zwanghafte* eben sehr widerstrebt, so auch, dass man einen Baum *zwingen* soll. Selber hätte ich 100% keinen Spalier im Garten, es war der Wunsch meines Mannes (darf ja auch sein) - das Problem ist nur, dass ICH ihn eben pflegen muss (den Baum)!

      Allerdings, deine Argumente beruhigen mich und leuchten mir sehr ein. Also werde ich mit Liebe die weitere Pflege übernehmen - der Aprikosenspalier ist erst seit knapp einem Jahr in unserem Garten - da haben wir das neue Haus bezogen.

      Ich bedanke mich ganz herzlich und grüsse in die weite Welt der *Pflanzer*
      Teen