Was ist das für eine Pflanze?

    • Was ist das für eine Pflanze?

      Hallo zusammen,

      ich habe eine wirklich wunderschöne Pflanze geschenkt bekommen, leider war kein Pflegehinweis dabei und nun weiß ich weder wie die Pflanze heißt, noch wie ich sie pflegen muss.
      Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen und sagen mit was ich es hier zu tun habe und wie ich meinem Pflänzchen was gutes tun kann.

      Danke

    • Re: Was ist das für eine Pflanze?

      Hallo Zetty85,

      es dürfte sich um eine Adenium obesum Kulturform handeln. Die urform ist verbreitet in den den tropischen Gebieten Afrikas ,in Südamerika,Asien und Arabien zu finden. es handeld sich um eine Pflanze mit sukulenden,verholzenden Sprossen. Die Pflanze ist wärmebedürftig,überwinterung frostfrei ähnlich Oleander nur wärmer.keine stauende Nässe. Die Pflanze gehört zu den Hundsgiftgewächsen,der bei verletzung austretende Milchsaft ist bei den meisten Arten SEHR GIFTIG
      und wurde zur Herstellung von Pfeilgift verwendet. Also Vorsicht geboten!



      Es grüßt der Gärtner.
    • Re: Was ist das für eine Pflanze?

      Goega schrieb:


      Die Pflanze gehört zu den Hundsgiftgewächsen,der bei verletzung austretende Milchsaft ist bei den meisten Arten SEHR GIFTIG
      und wurde zur Herstellung von Pfeilgift verwendet. Also Vorsicht geboten!


      Ganz so wild ist es nicht ;)
      Man sollte den Saft nicht in offene Wunden träufeln, weil das ganz sicher nicht mehr gut ist. Pfeilgifte müssen aufbereitet werden und haben eine ganz andere Konzentration als der pure Saft.
      Eine simple Berührung oder auch der Kontakt mit ein bisschen Saft auf der Haut ist kein Problem. Das verursacht keine sonderlichen Symptome. Einfach abwaschen.

      Oleander, Cyclamen, Dieffenbachien, Eiben, Goldregen usw. sind auch teils schwer toxisch. Man sollte halt wissen, was man da hat und wo die Gefährdung liegt. Und dann eben entsprechend aufmerksam sein.






      let the dawn break to find me where no one can find me
    • Re: Was ist das für eine Pflanze?

      Ja, man sollte schon wissen,welche Pflanzen giftig sind. Mir fällt da ein, als meine Nichte ca. 2 Jahre war, hatte sie ständig Durchfall. Ihre Eltern ließen alles testen, Brunnen, Elektrogeräte, Leitungswasser usw..
      Als ich dann mal zu Besuch war, fragte ich, ob ihre Pflanzen Schädlinge hätten, weil sie so zuerfranst aussahen und da meinte meine Schwester, das sei kein Schädling, ihre Tochter würde aus Übermut daran nagen. Sie knabberte an einer Dieffenbachie! Ich sagte nur, sofort weg damit, denn die ist ja wirklich giftig. Fortan war auch der Durchfall weg. - Gutgegangen.
    • Re: Was ist das für eine Pflanze?

      Oha,
      Dieffenbachia habe ich auch stehen. Für die Katzen unerreichbar. Daran müssen die Burschen überhaupt nicht denken.
      Andersrum ist es so, dass übervorsichtige Eltern im Kindergarten das Eibenreisig unbedingt verbannt gesehen haben wollten. Es wäre schliesslich giftig. Die Kinder essen aber gar keine ungeniessbaren Nadeln. Es ist halt alles nicht unbedingt so einfach.




      let the dawn break to find me where no one can find me
    • Re: Was ist das für eine Pflanze?

      Nadeln essen sie bestimmt nicht, aber die Eibe bekommt auch so wunderschöne rote Beeren und die könnten schon verlockend sein. Also im Kindergarten würde ich die auch nicht gern stehen haben. Aber ich hatte auch immer Pflanzen, die giftig waren, auch als meine Kinder noch klein waren. Da ist keiner rangegangen. Die Wolfsmilchgewächse z.B. sind ja auch giftig, muss man eben aufpassen.
    • Re: Was ist das für eine Pflanze?

      Maunzi schrieb:


      Bring das mal den Kiddies bei, die schlucken dann noch den Kern und spucken das Fruchtfleisch aus. Ich hab als Kind bei Süßkirschen auch alle Kerne mitgegessen.


      Das ist natürlich ein Problem, keine Frage. Allerdings ist Aufklärung wichtig. Keine Beeren aus dem Garten ohne Nachfrage. Das wissen Kinder schnell. Weil Bauchweh nicht gut ist.
      Himbeeren, Stachelbeeren und Brombeeren sind genehmigt, alles andere ist tabu. Wobei schon Brombeeren und Stachelbeeren nicht ohne sind. Die Kinder müssen an den Stacheln vorbei.

      Kinder müssen aber wissen, dass Kartoffeln essbar sind, die sich aber in der Erde befinden und die Blätter tabu sind.

      Ein Kaktus ist ein Kaktus. Finger weg, weil das nämlich schmerzt. Liguster ist giftig, die Mahonie, sogar Waldmeister macht Kopfweh. Also hilft nur reden und erklären und in jungen Jahren Aufsicht.

      Eibenfrüchte sollten meiner Meinung nach nur mit entsprechendem Alter angeboten werden. Weil hier eine Vergiftung recht schnell geht. Wenige Kerne heissen Notfall bei kleinen Kindern.

      Ich selber esse gerne das Fruchtflkeisch. Das ist zwar mühselig weil kaum was dran ist. Trotzdem, ich mag den Geschmack.




      let the dawn break to find me where no one can find me
    • Re: Was ist das für eine Pflanze?

      Maunzi schrieb:


      Das ist neu für mich, ich hab die nie gegessen, weil mir gesagt wurde, alle Teile seien giftig. Ich weiß aber nicht, ob ich probiere, da hab ich Angst.


      Na ja,
      Vögel fressen die Früchte und scheiden den Kern irgendwo wieder aus. Eine Pflanze wäre dumm, würde sie ihre Boten vergiften :)
      Ich habe schon viele Eiben geschnitten und ausgelichtet und bin jedesmal mit der kompletten Pflanze in Berührung gekommen. Davon stirbt man nicht. Es ist viel unangenehmer in einer Thujenhecke zu stehen und mit den ätherischen Ölen in Kontakt zu kommen. Unter der Dusche tut das dann nämlich echt weh. Oder noch besser der Viburnum rhytidophyllum. Atmet man bei dem die Häkchen auf den Blättern ein, man röchelt über Stunden und kriegt die Luftröhre nicht mehr frei.
      Dann doch lieber Obst von der Eibe :laugh:





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    • Re: Was ist das für eine Pflanze?

      Maunzi schrieb:


      Das ist neu für mich, ich hab die nie gegessen, weil mir gesagt wurde, alle Teile seien giftig. Ich weiß aber nicht, ob ich probiere, da hab ich Angst.



      Hallo Maunzi,

      ich empfehle Dir das BLV Büchlein "Giftpflanzen,Gifttiere " von Horst Altmann ISBN 3-405-14186-9 .

      Taxus Beeren ruhig mal probieren, aber denk dran-- Kerne ausspucken!

      Der Viburnunm nur bei Regenwetter und Staubmaske bearbeiten oder so machen wie die Fuhrleute

      im Mittelalter bei Taxus- roden.

      Gruß vom Gärtner
    • Re: Was ist das für eine Pflanze?

      Goega schrieb:


      Der Viburnunm nur bei Regenwetter und Staubmaske bearbeiten



      Gewerblich geht das aber nicht ;) Auftrag ist Auftrag. Ich schneide den Virburnum lieber im Winter. Da wehrt er sich nicht so.
      Übrigens hat man die gleichen Probleme mit Efeu, das an der Fassade wächst. Dahinter steckt dermaßen viel Dreck und Staub, ohne Atemschutz erstickt man beinahe (ich hab seinerzeit eine komplette Giebelfront freigelegt. Ohne Maske wäre das gar nicht möglich gewesen).



      let the dawn break to find me where no one can find me
    • Re: Was ist das für eine Pflanze?

      Virburnum kenne ich gar nicht, aber wenn ich das so lese, bin ich ganz froh, das nicht im Garten zu haben, denn die ganze Scheiderei von Hecke und Sträuchern ist meine Aufgabe. Efeu wächst um so mehr und jedesmal, wenn ich ihn meit der Schere in die Schranken gewiesen habe, juckt es am ganzen Körper teils von Pflanzenstaubteilchen, teils von kleinen Tierchen. Deshalb steh ich dann unterm Gartenschlauch.
    • Re: Was ist das für eine Pflanze?

      Schneeball kenne ich. Ist der auch so hinterhältig? Auch die wunderschönen Engelstrompeten sind ja hochgiftig. Übrigens habe ich durch Zufall vor 2 Jahren durch die Blüten, die ich einfach auf dem Beet liegen lassen hatte, Stechäpfelpflanzen bekommen. Auf Nachfrage bei einer Gärtnerei wurde mir gesagt, das wäre die Urform der Datura. Seitdem sammel ich immer die Samen und habe so jedes Jahr Unmengen zum Vermehren, mir gefallen sie eben, auch wenn die Blüte immer nur kurz hält, aber sie blühen ja immer wieder.
      Hier wächst einer in meiner Palme. Wenn ich sie vor dem Frost reinhole, reiß ich ihn raus, ich hab ja für nächstes Jahr Samen für ca.100 Pflanzen.