Erde nach Umtopfen des philodendron verschimmelt

    • Erde nach Umtopfen des philodendron verschimmelt

      Liebe Pflanzenfreunde.
      Ich habe einen philodendron aus einem Ableger von meiner Oma und möchte ihn unbedingt retten. Er ist ungefähr 5 Jahre alt. Da der Topf mittlerweile viel zu klein war habe ich ihn umgetopft mit rhododendronerde und auch gleich mit Dünger angegossen. Allerdings ist danach die Erde geschimmelt. Da die Pflanze eher selten gegossen werden muss habe ich es relativ spät bemerkt. Habe die alte Erde abgeschüttelt und die Töpfe mit Essig und heißem Wasser gespült und erstmal aufs Gießen verzichtet. Leider ist die Erde nach weniger als einer Woche wieder verschimmelt. Was kann ich jetzt noch tun? Ich habe noch nie Stecklinge gemacht und will nichts kaputt machen.
      Kann mir jemand weiterhelfen?

      LG
      Meryem
    • Rettung naht

      Hallo,
      nimm die Rhodoerde und pack die nötige Menge in die Mikrowelle. Kurz erhitzen, Pilze tot.
      Beim umtopfen nicht direkt mit Dünger kommen. Solche Substrate sind aufgedüngt. Das kann dann zuviel werden.

      Die restliche Rhodoerde einfach aus dem Sack nehmen und offen ausbreiten. Die trocknet dann langsam aus und auch das entfernt die Pilzsporen. Dauert halt ein bisschen länger.
    • Hab auch schon öfters Luftwurzeln eingegraben welche dann Wurzeln bekommen haben - ist ja in der Natur auch nicht anderst. Die Luftwurzeln wachsen zum Teil bis zum Boden und wurzeln dort an. Beim Pilzbefall kann die Pflanze unter Umständen schaden nehmen, wenn sie beim Umtopfen bereits geschwächt wurde und dann evtl. noch fehlerhafte Haltungsbedingungen dazu kommen. Aber ein Philodendron ist eigentlich unkaputtbar, hab bei meiner monstera deliciosa auch Pilze im Kübel, hab auch schon über umtopfen nachgedacht - aber einen 60 cm Kübel voll Erde in der Mikrowelle oder im Backofen zu sterilisieren ... war mir dann doch zu stressig ;) die Pflanze selbst scheint es nicht zu stören - sie gedeiht prächtig.
    • so wars nicht gemeint

      Es geht nicht um das Mikroklima in einem Pflanzgefäß.
      Offensichtlich verschimmelte, überlagerte/patschnasse Erde lässt sich durch erhitzen wieder brauchbar machen.
      Luftwurzeln sollten nicht vergraben werden. Die meisten Zimmerpflanzen haben kein Alter und sind auf das was sie haben angewiesen. Ein uralter Philo geht mit seinen Luftwurzeln naturgemäß anders um, als das ein junger tut.
    • Wenn es sich um Schimmelpilz handelt, wäre es ja schon aus gesundheitlichen Gründen sinnvoll dem Befall an den Zimmerpflanzen entgegen zu wirken. Was die Luftwurzeln angeht, bin ich im Falle von rankenden Pflanzen anderer Meinung. Diese verwenden ihre Luftwurzeln in der Regel unter anderem zur Fixierung. Ranken solche Pflanzen an Steilhängen empor, so wurzeln die Luftwurzeln um der Pflanze halt zu geben. Bei Epiphyten hingegen würde ich eher abraten, da hier in der Natur keine Erde rankommt.
    • Peter schrieb:

      Wenn es sich um Schimmelpilz handelt, wäre es ja schon aus gesundheitlichen Gründen sinnvoll dem Befall an den Zimmerpflanzen entgegen zu wirken.


      Erhitzen IST eine unbedenkliche Methode das zu unterbinden.
      Wohlgemerkt bei neu zu topfenden Pflanzen.
      Etablierte Pflanzgruppen schimmeln nur bei massiver Überwässerung. Da ist dann der Schimmel nur der Endpunkt einer missglückten Kultur.