Herbst in der Wohnung Ficus Benjamin

    • Herbst in der Wohnung Ficus Benjamin

      Liebe Leute,

      Ich weiss das leidige Thema mit dem Ficus und Blattverlust kommt ständig vor, lange war ich erstaunt das ich verschont wurde, nun auf einmal ist Herbst in meiner Wohnung, innerhalb einer Woche hat der stolze Baum begonnen sich aufzulösen, nachdem ein 2ter Kleiner Ficus





      auch betroffen ist befürchte ich eine „ansteckende“ Krankheit? Vielleicht erbarmt sich ja jemand mir auch noch nach dem 1000 Ficus Blattverlust einen Tipp zu geben was da los ist. PS: kein Standortwechsel im Spiel...
      Danke Vielmals!
    • kann dir leider keinen Tipp geben, habe selber ne traurige Erfahrung mit diesem gemacht.
      Ich hatte mir vorigen Sommer zum ersten mal einen Ficus gekauft - aus den Discounter Netto. Die Pflanze sah echt gut aus, feste Blätter und die Erde war leicht feucht und weich. Bei mir stand er ca. 2,5 m von Heizung und Fenster entfernt - dem Fenster genau gegenüber. Nach und nach verlor er die Blätter und im Januar war er kahl.
      Noch habe ich ihn in der Erde gelassen , also nicht entsorgt. Auch bekommt das "Gerippe" ab und an mal Wasser. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zu letzt.
    • Hallo! Es ist wirklich schlagartig gegangen 1 1/2 Wochen von saftig grün zur Traurigkeit...ich hab beim grossen vermehrt Kaffeesud in die Erde gemischt aber beim kleineren nicht...düngen tu ich sie nicht....Frost kann ich in der Wohnung auch ausschliessen, hab bei den minus 20 die es hatte extra nicht gelüftet damit die pflanzen keinen schock bekommen...ich hab die blätter mit destillierten Wasser besprüht, kann das der Grund sein?
    • Ich vermute es. Mein Benjamin stand neben dem Ficus elastica, also neben dem Gummibaum. Diesen konnte ich aber retten. Den Benjamin stellte ich als er fast kahl war, an einen anderen Ort. Der Gummibaum verlor danach ( im Zeitraum von 7 Tagen) noch drei Blätter und erholte sich allmählich. Jedenfalls war der Blattabwurf beendet.
      Das Gerippe des Benjamins neben einem Elefantenohr . Dieses hat keine Schäden oder Veränderungen.
    • Ich glaube nicht, dass ein Pilz am Werk ist. Den müsste man sehen.
      Was möglich wäre, das sind Spinnmilben. Die Gespinste sieht man sehr gut, wenn man die jeweilige Pflanze besprüht. Ist da nix zu sehen, dann passt das auch nicht.
      Der F. benj. und der F. allii werfen gerne das Laub ab, sollte ihnen die Umgebung und die Bedingungen nicht behagen.
      Also nochmal :) Lüften bei 0 Grad vielleicht? Auch das ist ein Schock und kann massiven Laubabwurf verursachen. Die Pflanzen sollte nicht unter um die 10-12 Grad stehen. Auch kurzzeitig eisige Luft ist Gift.
      Andere Variante: Trockenheit. Die Heizung brummt, die Pflanze verdunstet und dann geht das Wasser aus. Das Ergebnis ist das gleiche.
      Nicht alle Pflanzen reagieren auf alles gleich. Die eine reagiert heftig, die andere gar nicht. Die eine verträgt das besser, die andere das. Deswegen würd ich immer den ganzen Bestand diefferenziert betrachten.
      Zur Sprüherei: das ist ansich eine gute Sache. Ich würde kein pures destilliertes Wasser verwenden, sondern mit Leitungswasser mischen und es erwärmen. Auch das kann kontraproduktiv sein, so gar nicht temperiert und eine eiskalte Dusche.
      Wir werden der Sache schon noch auf die Spur kommen ;)
    • Tataaaaaaa.
      Die Gespinste sitzen gerne in den Blattachseln, nicht unbedingt auf den Blättern. Da lässt es sich schlecht befestigen. Das ist ja das fiese an der Geschichte. Man sieht es in trockenem Zustand nur schlecht.
      Ich würde die Kameraden in die Badewanne/Dusche stellen und gründlich abduschen. Mit ordentlich Schwung. Danach ein handelsübliches Mittel gegen beissende und saugende Insekten besorgen und damit mehrfach einsprühen.
      Es gibt fertig angesetzte Pumpsprays, das macht es mit der Berechnung leichter.
      Weitergehend unbedingt das Raumklima verbessern. Trockene Luft ist eine Einladung für die Viecher. Ich hab selber einen riesigen Asparagus falcatus durch Spinnmilben verloren, ich kenn das Drama.
    • Wie ich oben schon schrieb, habe ich den Benjamin in ein anderes Zimmer gestellt. Er war ohnehin schon kahl. Es hingen nur noch drei welke Blätter daran. Die Blätter des Gummibaumes wischte ich mit lauwarmen klaren Wasser ab, mehr nicht. Er ist relativ jung, hatte Ihn aus einen Blatt gezogen. Und nein, Spinnmilben waren es nicht. Ich weiß bis heute nicht. was es war.
      Pflanzen kommunizieren ja durch chemische "Duftstoffe" miteinander. Meine Erklärung dafür ist ganz simpel (und vllt. auch falsch). Gummibaum und Benjamin sprechen die gleiche Sprache. Der Benjamin hat sich aus irgendwelchen Gründen nicht wohl gefühlt, und dieses Unwohlsein "lautstark" verbreitet. Dies hat sich auf den Gummibaum übertragen, denn nur er konnte das "Geschrei" der Benjamin verstehen. Er wurde auch auch krank und begann die unteren Blätter abzuwerfen.
      Ich mach morgen mal vom geretteten Gummibaum und dem Gerippe des Benjamins Bilder. Meine Pflanzen sind ja kleiner als dein stattlich großer Benjamin. Warum deiner die Blätter wirft, mag ich beim besten willen nicht ergründen.
    • Danke Kerstin für deine Antwort, ich hoffe auf ein baldiges eintreffen des Frühlings, dann tu ich mir mit separieren etwas leichter und hoffe das sich die Pflanzen erholen.
      Bisher habe ich den grossen Baum mit einer Waschnusslösung besprüht und die kleineren in Plastiksackerl gesteckt, zumindestet bild ich mir einen leichten Rückgang des Blattabwurfes ein. Vielleicht ist das aber ein Trugschluss, weil einfach weniger Blattmaterial vorhanden ist...
    • Schaut wirklich wieder richtig prächtig aus, das Vorher- und Nachherbild verblüfft mich geradezu. Beinahe so verblüffend fand ich aber auch kerstins Posting bezüglich der Pflanzenkommunikation..hatte ich auf der Ebene quasi noch gar nicht betrachtet - ist vielleicht nicht unbedingt wissenschaftlich haltbar aber wenns als Erklärung nützt/hilft. ;) :yes:
      "Wenn Ihnen nun alles klar ist, müssen Sie mich falsch verstanden haben.“