Kann ich einen dieser Dünger für meine Drachenbäume nutzen?

    • Kann ich einen dieser Dünger für meine Drachenbäume nutzen?

      Hallo, ich habe zwei Drachenbäume und einer davon hat in der letzten Woche wunderschön weiß geblüht. Das hat mich sehr gefreut, aber ich habe auch gelesen, dass die Drachenbäume nach der Blüte gedüngt werden sollten. Ich habe im Keller zwei verschiedene Dünger gefunden, aber ich weiß nicht, ob ich einen davon für meine Bäume verwenden kann, oder ob ich einen neuen kaufen muss.

      Der erste ist ein Orchideen-Flüssigdünger, NPK: 4-3-6 bei 4 % Gesamtstickstoff.

      Der zweite ist ein Bio-Universaldünger. Ich kann keine NPK-Formel finden, was vielleicht daran liegt, dass es ein Langzeitdünger ist. Er liegt als Granulat vor. Bei diesem Dünger wüsste ich aber auch nicht, wie ich ihn in die Erde bekommen soll. Ich kann ja nicht die Erde im Topf umgraben, dabei zerstöre ich ja die Wurzeln des Baumes.

      Vielen Dank schonmal vorab und viele Grüße!
    • NPK: 4-3-6

      Es spricht nix gegen beide Dünger.
      Der Orchideendünger geht weniger auf Wuchs, er ist verstärkt auf Kali ausgelegt und das sorgt für Zellfestigkeit.
      Der Langzeitdünger könnte auch aus der Hydrokultur herkommen. Wie heisst er denn?
      Solche Dünger geben durchgehend Nährstoffe ab, eine Überdosierung ist kaum möglich. Das löst sich nicht schlagartig auf und gibt alles frei.
      Man kann sich am Topfrand einen Schlitz/Loch bohren und dort hinstreuen. Das giesst sich mit der Zeit dann durch.

      Pflanzen brauchen immer irgendwie Dünger. Vor der Blüte, in der Blüte und nach der Blüte müssen normalerweise Nährstoffe da sein. Manche Pflanzen benötigen in der Blüte dann phosphorbetonten Dünger und nicht mehr den Turbo auf Stickstoff. Im Herbst sollte man z.B. den Rasen kalibetont düngen, weil das eben die Zellen kräftigt und so die Frosthärte erhöht wird.

      Eine Dracaena kann normal durchgedüngt werden. Bei ihr sind Blüten selten, daher muss in der Richtung nicht unbedingt Wirbel machen. Nur ernährt sollte sie halt werden.

      Viel Erfolg.
    • Vielen Dank für die ausführliche Antwort!

      Ich probiere es dann wohl mal mit dem Langzeitdünger. Das ist der "Naturtalent - Bio Universal Dünger" vom Toom-Baumarkt. Vorne steht drauf: "Fördert Wachstum, steigert die Ernteerträge, für alle Gartenkulturen". Der wird vorrangig als Gemüsedünger beworben.

      Wie lange dauert es denn so im Schnitt, bis die Nährstoffe für die Pflanze verfügbar sind? Könnte ich damit auch eine Goldfruchtpalme und eine kleine Konifere düngen?

      Viele Grüße
    • Ok, danke für die Info.
      Ich möchte dann doch meine Aussage revidieren. Einen Freilanddünger in Topfkultur zu verwenden, das scheint mir nicht so prickelnd.
      Im Freiland ist entsprechendes Erdvolumen vorhanden, im Topf nicht. Soll heissen, die Wirkung verläuft sich nicht in der Fläche, sie findet komprimiert im Topf statt und das ist eher nicht gut.
      Dann doch lieber übergangsweise den Orchideendünger verwenden, der ist weniger riskant und als Flüssigdünger auch zielsicher einzusetzen.
      Es gibt im Handel schon sehr günstige Flüssigdünger, man muss nicht zu den großen Herstellern greifen und Mondpreise bezahlen.
      Man kann mehr oder weniger sämtliche Flüssigdünger für beinahe alle Pflanzen verwenden, man sollte nur keine Orchideen mit üblichem Flüssigdünger versorgen. Da spielen die einzelnen Komponenten eine Rolle und Orchideen sind empfindlich.
      Ansonsten gilt, die halbe Dosierung nach Bedarf verwenden und das bitte auf FEUCHTEN Topfballen giessen. Trockenheit und Salzzufuhr im Dünger sind eine ganz dumme Idee.
      Flüssigdünger sind sofort verfügbar, die müssen sich nicht erst zersetzen.
      Die erste Düngung nicht in voller Konzentration, das ist dann für die Pflanzen ein Brett. Halbe Dosierung ist ausreichend.

      Bei Fragen bitte fragen ;)