Der Drachenbaum und seine Pilze

    • Der Drachenbaum und seine Pilze

      Hallo liebes Forum,

      ich habe heute jeweils eine Frage zu zwei meiner Zimmerpflanzen.

      Zuerst zu meinem Drachenbaum, den ich hier schon ein oder zweimal habe "behandeln" lassen. Im Substrat bilden sich schwefelgelbe runde Pilze. Ich weiß nicht, ob das ein Schimmel oder Schirmpilz wird, ob er schädlich ist, oder von selber wieder weg geht. Die Pilze sind bisher wenige Millimieter groß.
      Die Blätter haben sich an den Spitzen verhärtet und verformt und sind brauner geworden. Der Baum wurde aber an sich gut gegossen, sollte also keinen Trockenstress haben. Zuletzt wurde er vor vielleicht drei Wochen geringfügig mit einem Mineraldünger (Palmendünger) gedüngt.

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      Nun zu meiner Goldfruchtpalme. Diese hat schon seit Monaten kleine weiße Springschwänze im Substrat, gedeiht aber sonst gut. Muss ich mir um die Tierchen oder meine Pflanze Sorgen machen? Ein Bild der kleinen Mitbewohner habe ich auch gemacht.

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      Vielen Dank schonmal für Eure Hilfe und Viele Grüße!
    • Ok.
      Wo es recht feucht zugeht, da wächst Schimmel. Kennt man aus einem schlecht gelüfteten Bad.
      Wo die Feuchtigkeit reduziert wird, da verschwindet auch der Schimmel. Wobei ich mir weniger einen Kopf über die Gelblinge machen würde, sondern eher um die Pflanze, weil die nicht mehr weiss wohin mit dem Wasser.
      Es dürften die vertrocknenden Blattspitzen davon verursacht werden.
      Wassergaben reduzieren. Dauerhaft.
      Wie schauts bei Euch mit der Wasserhärte aus?
    • Hallo, danke für Deine Antwort!

      Unser Wasser ist ziemlich hart (Raum Tübingen). Die Erde fühlt sich jetzt gerade ziemlich trocken an. Aber ich versuche mal, sie nur nach Bedarf zu gießen, also wenn die Erdoberfläche auch wirklich trocken geworden ist.

      Kann man den Pilz denn identifizieren und einschätzen, was er für einer ist? Unter Gelbling finde ich einen solchen Pilz nämlich leider nicht.

      Hast Du auch eine Meinung zu den Springschwänzen? Ich habe gelesen, dass sie, falls ihnen die bevorzugte Nahrung ausgeht, auch die Wurzeln anfressen können. Sollte man etwas gegen die Springschwänze unternehmen?

      Viele Grüße
    • Wie alt ist das Pflanzsubstrat? Im Zwiefelsfall umtopfen. Kann sein dass das alles schon recht verbraucht und verdichtet ist.

      Der Gelbling war ein Scherz, ist halt gelb :) Ich würde da nichts weiter tun. Die verschwinden schon wieder mit der Zeit. Wobei es in jedem Pflanzentopf unzählige Pilze gibt, man sieht sie nur nicht. Das ganze Leben ist unsichtbarer Pilz.

      Tierchen im Topf müssen nichts heissen. Sie ernähren sich gern von abgestorbenem Material und richten nicht zwangsläufig Schaden an. Auch da dürfte es mit weniger Wasser aufhören, wenn das Kleinklima einfach nicht mehr so schön mildfeucht ist. Versuchen und beobachten.

      Viele Grüße aus der Nachbarstadt RT. Da leb ich zwar nicht mehr, trotzdem Gruß in die alte Heimat.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von kuerzlich ()

    • So, nun hat es leider noch ein paar Tage gedauert, aber deine Antwort war sehr interessant.

      Das mit dem verdichteten Substrat könnte schon sein. Die Pflanze (Dracaena reflexa) wurde schon ein paar mal umgetopft, zuletzt vor einem halben Jahr. Dabei war das Substrat auch in den Töpfen davor wohl schon recht dicht. Wir haben beobachtet, dass das Wasser nach dem Gießen nur sehr langsam versickert, egal, ob der Boden staubtrocken oder noch etwas feucht ist.

      Aber gibt es denn eine Möglichkeit, daran etwas zu ändern? Wir können ja die Erde um die Wurzeln herum nicht austauschen, dabei zerstören wir ja die ganzen kleinen Wurzeln.

      Außerdem verliert sie leider immer mehr Blätter. Meistens werden die unteren Blätter eines Stammes zuerst vollständig gelb und fallen dann ab. Das hat sie immer schon so gemacht, in letzter Zeit aber deutlich mehr.

      Zum Standort: Der Baum steht direkt am Fenster (Richtung Süden). Leider haben wir in unserer Wohnung nur wenige Optionen, alle Fenster gehen entweder nach Süden oder nach Norden. Das Wohnzimmer (da steht sie jetzt) wird inzwischen tagsüber auch ziemlich warm, da wir eine recht breite Fensterfront nach Süben haben.

      Vor unserem letzten Umzug im November ging es ihr noch absolut top. Irgendwie gefällt ihr die aktuelle Situation nicht so sehr wie die alte.

      Vielen Dank und beste Grüße aus TÜ
    • Altes Substrat kriegt man ausgewaschen unter der Dusche. Man muss da nix zupfen und rupfen. Nur spülen. Komplett sauber müssen die Wurzeln auch nicht sein. Damit hat sich das auch schon wieder erledigt.

      Zieht die Pflanze einen Meter nach hinten vom Fenster weg. Das reduziert die Lichtintensität schon deutlich. Für Kühlung in der warmen Luft kann man Gefäße verwenden, in die man Wasser füllt. Schalen oder was auch immer.

      Das wird schon. Ein bisschen testen und versuchen, so schwierig ist das nicht ;)