Monstera variegata Ableger in Blähton - umsetzen?

    • Monstera variegata Ableger in Blähton - umsetzen?

      Hallo ihr Lieben,

      ich habe zum Geburtstag einen Ableger einer lang gewünschten Monstera variegata bekommen. Bin jetzt leider etwas unsicher: Sie steckt in einem Glas mit Blähton und ist recht gut verwurzelt.

      Ich kenne mich mit Blähton / Hydo überhaupt nicht aus und kenne generell nur die Variante mit Ableger im Wasser wurzeln lassen und dann in geeignetes Substrat umsetzen. Ich bin jetzt unsicher, ob ich sie jetzt generell in Blähton lassen soll oder wie gewohnt in einen Topf mit Erde-etc-Substrat. Oder: Ist es egal? Bin gerade sehr unsicher, da ich bei der Monstera variegata wirklich keinen Fehler machen will.

      Alles Liebe
      Anna
    • Danke für deine schnelle Antwort!

      Wie kann ich das denn unterscheiden? Blöde Frage vielleicht, aber ich kenne mich mit Hydro wirklich nicht aus. Meine Freundin, von der ich die Pflanze bekommen habe, hat von der ursprünglichen Besitzerin nur die Info bekommen "In Ruhe lassen, nicht gießen, nur schenken".

      Ich habe jetzt mal ein Foto gemacht, wie sie im Glas sitzt.
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    • Ok. Keine Hydro. Das macht es einfacher ;)

      Hydrokultur ist das mit dem Wasserstandanzeiger. Da ist immer ein Niveau von Wasser am Gefäßgrund vorhanden und die Wurzeln ziehen sich dieses Wasser. Dafür müssen sie sich strecken, anders als Wurzeln im Substrat oder in der Erde. Dort ist es nach dem Giessen gleichmäßig über das Volumen feucht.

      Aus/-umtopfen dieser Monstera: Glas über einen Kübel oder sowas in der Art halten und auf den Kopf stellen. Der Inhalt entleert sich. Nicht rupfen oder ziehen, das muss gewaltfrei gehen.

      Entsprechend großen Topf nehmen, frisches Pflanzsubstrat durchaus mit einem Teil von diesem Blähton mischen (schad nix und die Wurzeln sind das Klima gewöhnt) und wiederum gewaltfrei topfen. Gründlich giessen, abtropfen lassen, fertig.

      Danach ca. 8 Wochen nicht düngen, Pflanzsubstrat ist vorgedüngt und vermutlich hat sie im Blähton eher weniger Dünger gesehen. Hier also nicht in Aktionismus verfallen. Das geht sonst nach hinten los.

      Danach, sollte sich noch Wuchs erkennen lassen, dezent monatlich düngen. Über den Winter kann das dann eingestellt werden. Sie wird in die Ruhephase gehen.

      So müsste das hinhauen.

      Im Zwiefelsfall bitte gerne hupen, ich eile dann zur Hilfe :)
    • DANKE, du bist ein hit, DANKE! Wirklich, große Hilfe!
      Jetzt verstehe ich den Unterschied auch - dachte, allein im Blähton könnte es schon Hydro sein. Aber das macht Sinn, wie du es erklärst!

      Weil du schon so tolle und wirklich nach viel Erfahrung klingende Tipps gibst: Substrat - da habe ich auch schon so viel gelesen. Torffreie Zimmerpflanzenerde ist das Richtige, oder was meinst du? Und eben den Blähton dazumischen (auch unten als Drainage?) - Perlite habe ich auch noch daheim... Habe auch davon gelesen, dass manche Moos für die Monsteras in das Substrat mischen...

      Ich bin schon so gespannt! Und Danke nochmal - bin sehr happy jetzt und nicht mehr so verzweifelt :'D
    • Blähton kann untergemischt werden. Ein Viertel hätte ich vorgeschlagen. Es lockert und sorgt so für Sauerstoffzufuhr. Wie gesagt, die Wurzeln sind das Klima gewöhnt, ganz wegnehmen würde ich es ihnen aktuell nicht.

      Perlite ist gut, es speichert Feuchtigkeit. Davon aber bitte nicht Unmengen, ein Hauch davon genügt.
      Man kann alles mögliche in sein Substrat mischen. Für den Anfang würde ich es nicht übertreiben, nachher kennt sich die Monstera gar nicht mehr aus. Feinschliff für die nächsten Jahre planen, jetzt geht es erst einmal um die Umstellung auf Pflanzsubstrat. Ja, der bewusste Zeitgenosse nimmt torffreies.

      Danke für das Lob :)
    • Nachdem ich die Monstera vor ein paar Tagen nach deiner Anweisung eingetopft habe, bin ich mir jetzt noch etwas unsicher, ob ich sie jetzt etwas zu weit in die Erde eingesetzt habe Foto anbei - man sieht, dass nur der Trieb aus der Erde schaut und das kleine Stammstück und Luftwurzel in der Erde sitzen. Schaut das so gut und richtig aus?
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    • Dann muss ich sie, glaub ich, nochmal anders einsetzen... die Luftwurzel war so nah an den Wurzeln, dass ich das Gefühl hatte, ich krieg sie gar nicht aus der Erde raus, wenn die Wurzeln in die Erde müssen - ohne dass alles sofort umkippt.. Wie problematisch ist das für sie, wenn ich sie jetzt nochmal raushole?
    • Ihr Lieben,

      eine Luftwurzel-Frage :)

      Nachdem die Monstera eine Trauermücken-Invasion überlebt hat (die Erde, in die ich sie damals eingesetzt hab, war anscheinend kontaminiert) - ich sie umgesetzt und entdeckt habe, dass die Wurzeln toll gedeiht sind, bin ich mir bei einer Wurzel jetzt total unsicher, ob es eine normale Wurzel oder eine Luftwurzel ist.

      Das Foto ist mittlerweile schon wieder etwa 3 Wochen alt, aber die dickere Wurzel ganz oben am Bild, hat sich dann irgendwie so im Topf durchgewurschtelt, dass sie jetzt daliegt wie eine Luftwurzel. Kann mir jemand anhand des Fotos sagen, ob sie in die Erde oder raus gehört?

      DANKE

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von sloope ()

    • Damit nicht immer nur verzweifelte Fragen hier gepostet werden, jetzt mal eine sehr positive Nachricht :)

      Wollte meine Monstera herzeigen, die nach den tollen Tipps mittlerweile zwei neue Blätter hat und das dritte zeigt sich auch schon!
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    • Ihr Lieben,

      wollte einerseits ein kleines Update posten und andererseits gleich eine Nachfrage stellen. Meine Monstera gedeiht super und nach einigen fast ganz grünen Blättern sind jetzt wieder einige tolle mit weißen Stellen gekommen. Ich habe mich jetzt gefragt, ob ich sie so weiterwachsen lassen soll oder vielleicht einen Ableger für eine zweite Pflanze machen soll. Was meint ihr? Macht es Sinn oder ist es besser, sie wachsen zu lassen? Und falls ein Ableger, wo würdet ihr schneiden? Habe die Positionen, die ich mir gedacht habe, markiert... ;)
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    • Ich weiß nicht, ob gerade die richtige Jahreszeit für einen Steckling ist. Das kann man gerne aufs Frühjahr verlegen. Also von den Lichtverhältnissen und Temperaturen her bietet sich ab April an. Momentan ist die Ausfallrate recht hoch. Insofern kann die noch etwas wachsen, falls die das überaupt gerade noch wesentlich macht. Die Schnittkanten können in 5,6 Monaten so beibehalten werden.

      Als Schnittkante mindestens die blaue besser die gelbe Linie nehmen. Abtrocknen lassen, so mindestens eine Stunde, und dann kann der Steckling getopft werden oder, wenn es sein muss, ins Wasserglas. Dürfte schnell wurzeln.

      Vom Gesamteindruck her, würde ich bei dem Exemplar gar keinen Triebsteckling schneiden. Die ist noch so klein. Da bleiben der Pflanze noch 3 maximal 4 Blätter übrig. Vielleicht abwarten, wie sie sich nächstes Jahr entwickelt und den Steckling auf Frühjahr 2023 verlegen?
      Wenn etwas wächst, gibt es auf der anderen Seite etwas anderes, das wächst auch...nur negativ.
    • Hej Caleb, super danke für die Inputs! Ich hab' bislang immer von kleineren Pflanzen - und nicht so teuren ;) - Stecklinge genommen, quer übers Jahr, aber eben bei so einer großen bin ich unerfahren und das ist mir zu heikel bei der. Dann warte ich wirklich mal bis zu Frühjahr - oder sogar noch ein Jahr mehr,

      Mein Gedanke war nur - und vielleicht liege ich total falsch - jetzt, wo wieder so schöne weiße Blätter kommen, ob es gescheit wäre, einen Steckling zu nehmen weil dann die Chance, dass sie weiter weiß treibt, vielleicht besser ist? Vielleicht ist es auch total unlogisch... :D
    • Ich würde das anders machen. Ganz anders :)

      In einem Baumarkt Stützstäbe kaufen, gibts in verschiedenen Längen meistens grün ummantelt und geriffelt, den Trieb dran befestigen und damit die Finger von der Patientin lassen.

      Eine Monstera entwickelt sich im Lauf der Jahre zu einem Monstrum mit viel Fläche, da braucht es sicher keine 2 Exemplare. Diese Pflanze bitte einfach nach und nach mit einem Stützgerüst aufbauen, fädeln und befestigen und sich dran freuen.

      Nach den anfänglichen Strapazen hat sie sich das wirklich verdient ;)