Monstera Deliciosa nach Thripse-Befall aufpäppeln/Düngen in welchem Maße?

    • Monstera Deliciosa nach Thripse-Befall aufpäppeln/Düngen in welchem Maße?

      Liebe alle,

      meiner Monstera geht es zur Zeit nicht sehr gut (viele braune und gelbe Stellen, fast kein Blatt ist mehr unversehrt). Die Pflanze hatte kürzlich ihren zweiten Thripse-Befall, den ich mit Abduschen und Besprühen mit Öl-Lauge-Wasser einigermaßen erfolgreich behandelt habe (vereinzelt muss ich immer wieder ein Thripse entfernen, aber sie sind nicht mehr in großen Mengen da.

      Da ich die Pflanze noch nie, bzw. nur einmal diesen Sommer mit Bio-Universaldünger gedüngt habe, ist meine Frage, ob es ihr möglicherweise auch an Nährsoffen fehlt. Ich habe nun Düngestäbchen von C**po gekauft. Die Empfehlung für den Topfdurchmesser von 20cm ist hier mit 9-10 Düngestäbchen angegeben. Sollte ich dem folgen oder führt das möglicherweise zu einer "Überdüngung" (zumal ja jetzt der Winter kommt und die Pflanze bisher generell kaum gedüngt wurde)?

      Für Tipps wäre ich sehr dankbar!

      Hier noch ein par Bilder der Pflanze...

      Vielen Dank und liebe Grüße!
      Lion


      PS: Hatte auch hier schon mal genauer berichtet (letzter Beitrag; hatte dort leider keine Antwort bekommen, vielleicht war meine Frage dort zu versteckt :) )




      Ein neuer Trieb an der Schnittstelle??

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    • Was war denn bei Deinen Eltern anders?
      Wann haben die eingetrockneten Ränder angefangen?

      Düngen würde ich aktuell nicht in dem Maße. 1 oder 2 Stäbchen geben und direkt gründlich wässern. Der Dünger muss sich lösen können.

      Wie hart ist das Giesswasser? Wie warm/kalt wird es gegossen?

      Die Pflanze kämpft mit äusseren Reizen und reagiert mit vertröcknenden Rändern. Da muss die Ursache gefunden werden. Daher bitte detaillierte Schilderungen über so ziemlich alles in der Kultur.

      Danke vielmals.

      Kleiner Tipp am Rande: Sämtliche Substanzen zur Schädlingsbekämpfung wirken auch immer irgendwie auf die Pflanze. Daher nicht wie wild irgendwas sprühen, es kann auch ins Auge gehen.
    • Hallo @kuerzlich, vielen lieben Dank für die rasche Antwort!

      im April sah die Pflanze noch top aus, also dunkelgrün und frisch, keine vertrockneten Stellen:



      Nach einer urlaubsbedingten Abwesenheit bemerkte ich den Thripsebefall, schon davor gings ihr nicht so gut (Standort im Badezimmer war leider nicht mehr möglich, und durch die trockene Luft im Haus die Thripse begünstigt, denke ich.) in der nächsten Zeit sind einige Blätter komplett gelb geworden, die musste ich schneiden. Seitdem die Thripse jetzt weg sind geht es der Pflanze sichtlich besser, jedoch werden die braunen ränder gaaanz langsam größer.

      "Sämtliche Substanzen zur Schädlingsbekämpfung wirken auch immer irgendwie auf die Pflanze. Daher nicht wie wild irgendwas sprühen, es kann auch ins Auge gehen." - Kuerzlich

      Ja, das habe ich gemerkt. Die Thripse sind zwar verschwunden, jedoch wurden die Blätter immer belegter mit dem Öl. Ich habe die gründlich abgewischt, ich denke jetzt kann die Pflanze auch wieder besser atmen. Leider entdecke ich, seitdem ich aufgehört habe das Gemisch zu sprühen, den ein oder anderen einzelnen Thrips.

      Okay, dann werde ich mal mit Vorsicht düngen. Da das Wasser hier sehr kalkhaltig ist, gieße/sprühe ich hier mit Mineralwasser aus der Flasche (Zimmertemperatur). Ich gieße aber sehr sparsam (vielleicht alle 3 Wochen mal). Ansonsten sorge ich regelmäßig mit der Sprühflasche für etwas Feuchtigkeit.

      Die Pflanze steht JETZT etwa 3-4 Meter vom Fenster (Osten-Südosten).

      Vielen Dank!!
    • UPDATE:

      Vor vier Tagen habe ich meine Monstera mit 3 Düngestäbchen versorgt und sie einmal kräftig durchgewässert. Nachdem ich sie einige Zeit habe abtropfen lassen, habe ich sie in den Übertopf zurück gestellt.
      Am nächsten Morgen stand auch kein Wasser im Übertopf.

      Heute, vier Tage danach entdeckte ich an zwei Stellen auf der Erde kleine, Fingernagelgroße Schimmelstellen:



      Ich habe gelesen, dass man da Zimt (ähnlich wie Aktivkohle) zur Abhilfe anwenden kann. Weiß jemand Genaueres?

      Ansonsten, finde ich sieht die Pflanze insgesamt ein klein wenig frischer aus.

      Leider kann ich aber nicht aufhalten, dass die braunen Ränder größer werden und immer mehr Blätter betroffen sind. So fängt das z.B. an:



      und ich kann dann nichts dagegen tun, dass es größer wird . Ich kann da gar nicht bei zusehen. Hat denn noch irgend jemand Tipps???

      Ein weiteres Blatt (das Jüngste, dass aber schon von Anfang an so kreuselig war und auch am stärksten von den Thripsen befallen - auch heute habe ich leider wieder ein par darauf entdeckt) habe ich heute entfernt in der Hoffnung, dass an dem Stängel ein neues Blatt sprießt:



      Es gibt aber auch good news: An drei Stellen sprießt es!




      Ich würde mich aber wirklich seeehr über weitere HILFE freuen!!!!!
    • Ich würde dringend das harte Giesswasser entschärfen. Das tut Pflanzen, die nur Regenwasser kennen, nicht gut.

      Mineralwasser ist nicht unbedingt weiches Wasser. Das wird gerne geglaubt, stimmt aber nicht zwingend. Eine solche Pflanze sollte regelmäßig gegossen werden und nicht nur alle drei Wochen. Einmal vollmachen, abtropfen lassen. Die verdunsten das schon.

      Kalkhaltiges Wasser kriegt man weich, indem man es mit destilliertem Wasser mischt. 2 Drittel Leitung, 1 Drittel Desti und so falsch kanns dann nicht mehr sein. Handwarm bitte und auch bitte durchaus sehr warm besprühen.

      Wenn sie noch im Wuchs ist, dann kann auch umgetopft werden. Das alte Substrat nach Möglichkeit und ohne Gewalt entfernen.

      Zusätzlich gehört sie um die Jahreszeit deutlicher ans Fenster gestellt. Bei 4 Metern Abstand kommt kein brauchbares Licht mehr an.

      So ein bisschen Schimmel wird bitte ignoriert. Der kommt und er geht auch wieder. Die meisten Sporen sind nicht sichtbar, wüssten die Leute, dass und wo überall Sporen hocken, sie würden in Tränen ausbrechen.

      Das Problem ist zu beheben, es muss nur ein bisschen geschraubt und gebastelt werden. Dann wird das, ganz sicher :)
    • Kuerzlich schrieb:

      Das Problem ist zu beheben, es muss nur ein bisschen geschraubt und gebastelt werden. Dann wird das, ganz sicher
      Dass freut mich gerade sehr zu hören!

      Okay. Ich werde nachher einen 2L Kanister Desti bei der Drogerie holen. Und das ab sofort so umsetzen!


      Kuerzlich schrieb:

      Wenn sie noch im Wuchs ist, dann kann auch umgetopft werden. Das alte Substrat nach Möglichkeit und ohne Gewalt entfernen.
      Hmm, denkst du, es liegt auch an der Erde? Und kannst du ein bestimmtes Substrat empfehlen?
      Leider wird das noch etwas dauern, zum Umtopfen müsste ich sie zu meinen Eltern mitnehmen...
      Sollte man das Substrat komplett entfernen (auch abspülen)?

      Hmm, dann werde ich sie mal ans Fenster stellen. Ich mache mir da nur Sorgen, da unter dem Fenster direkt die Heizung ist! Falls das dann nicht geht, kann ich sie wenigstens etwas näher stellen.

      Vielen Dank dir, das hilft mir wirklich sehr und ich hab wieder etwas mehr Hoffnung, dass das noch was wird :)
    • Ich denke, dass das kalkhaltige Leitungswasser sich mit dem Substrat verbrüdert hat und das eben weiter Probleme machen kann/wird.

      Nein, komplett abspülen ist nicht nötig, was sich freiwillig löst kommt weg, der Rest halt nicht.

      Ich empfehle 2 mal 5l Kanister Desti, ewig hält sowas nicht und Reserve ist nicht ganz dumm.

      Wenn aktuell nich tumgetopft werden kann, dann eben verschieben. Wichtig ist den Kalk auszuspülen und dazu eben das weiche Wasser.

      Wegen der Heizung, das ist natürlich ein Argument. Auf die Heizung Schalen (auch mehrererere) mit heissem Wasser stellen. Das verdunstet dann an die Pflanze und kommt nicht als trockene Luft an.