Monstera Probleme :( brauche Hilfe

    • Monstera Probleme :( brauche Hilfe

      Hola liebe Pflanzenfreunde :)
      Ich habe mir schon viele Tipps und Ratschläge von Freunden, Pflanzenexperten und Baumarkt/Gartencenter Arbeitern geholt.
      Da es meine Monstera nicht besser geht, frage ich euch hier einmal :)

      Kurze Zusammenfassung:
      Ich bin letztes Jahr im Juni von Standort Süd-West Fenster (eher West) direkt Balkontür (über 3 Jahre lang) zu Nord Fenster (4m vom Fenster entfernt) gezogen.
      Meine Monstera hatte 7 große Blätter und gedieh hier soweit ganz gut.
      Ende letztem Jahres wurde ein Blatt gelb bis hin zu braun und vertrocknete komplett, bis ich es letztendlich abschnitt. Ein weiteres folgte direkt danach.
      Als Anfang dieses Jahr wieder ein Blatt gelb wurde, entschloss ich mich zu handeln und sie umzutopfen.

      Sie war zuvor in einem Pflanzentopf ohne Wasserablauf (wie gesagt, über mehrere Jahre). Deswegen dachte ich, dass Staunässe und evtl. weiche / schimmlige Wurzeln das Problem seien.
      War aber nicht der Fall. [siehe Bilder 1 - 5]



      Ich pflanzte sie in einen größeren Topf (mit Wasserablauf), einer Drainageschicht am Boden und Kokoserde und stellte sie direkt ans Fenster. [Anfang März 2021]
      Seitdem hängen die Blätter sehr durch und ich habe Angst sie zu verlieren. [siehe Bilder 6 - 9]


      Ich vermute, da es zwei solche Kokoserdeziegel waren, die man in Wasser aufquellen muss, die Restfeuchtigkeit ihr nicht gut tut.
      Die Erde fühlt sich nach über 3 Wochen immer noch sehr feucht an. Ich habe seitdem noch nicht wieder gegossen.


      Nun die Fragen:

      Was mache ich falsch?
      Nochmal austopfen, die Kokoserde komplett trocknen lassen und in diese wieder eintopfen?
      Vllt. doch anderes Substrat?
      Anderer Standort?
      Oder einfach geduldig abwarten?


      Vielen Dank schon einmal für eure Antworten :)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Moods ()

    • Wärs meine, ich würd sie austopfen und dieses Kokosmaterial entsorgen. Normales übliches Pflanzensubstrat tut seinen Dienst auch und macht dabei nicht solche Probleme.

      Kokosfasern verdichten sich und unterbinden so die Sauerstoffzirkulation. Sowas kann man im Zweifelsfall als Beimischung nehmen, als alleiniges Material halte ich das nicht für eine taugliche Möglichkeit. Weil eben eine Pflanze nicht wirklich davon profitiert.

      Den Topf komplett mit frischem Substrat anfüllen, der Platz ist da, dann kann er auch genutzt werden. Gründlich giessen, die Geschichte muss einmal im Kreis feucht sein, nicht nur partiell angefeuchtet mit einem halben Liter.

      Zusätzlich hätte ich den Vorhang links auf die andere Seite geschoben und die Monstera so nah wie möglich ans Fenster gestellt. Sie brauchen nicht viel Licht, Nordseite kann aber doch heissen, alles mögliche ausreizen. Sie wirds danken, das gewisse mehr an Licht.
    • Halli Hallo :)

      Vielen Dank erstmal für deine Antwort @kuerzlich :)

      Ich hab direkt im März nach deiner Antwort die Pflanze in normales Pflanzensubstrat umgetopft.
      Mir ist beim umtopfen nur aufgefallen, dass die Wurzeln an einigen Stellen ihre "Haut" oder Rinde verloren haben. Verfault oder stinkend waren sie nicht.

      Die Pflanze hat sich seitdem leider nicht wirklich erholt. Ein weiteres Blatt ist gestorben und das nächste bekommt schon leicht gelbe Stellen :(

      Letzte Woche habe ich mit der HandyApp "Picture This" ein Foto von der Monstera gemacht. Diese sagt mir, dass meine Monstera unter Blattfäule leidet.

      Was meint ihr?
      Was soll ich tun?
      Vielleicht doch ein ganz anderer Standort?
      Bilder
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    • Das Substrat sieht sehr aufgeschlämmt bzw sehr feucht aus oder täuscht das? Pauschales Gießen ist keine gute Idee, weil das von vielen Faktoren abhängt, wieviel Wasser die Pflanze überhaupt braucht. Durch die ganzen "Behandlungen" ist sie unter Streß, womöglich ist viel Wurzelwerk verletzt und da reagiert eine Pflanze normal mit Blattwurf oder Verfärbung darauf. Die geänderte Zusammensetzung des Bodens, evtl ein anderer Standort und kein individuelles Gießverhalten erzeugen noch mehr Streß als ohnehin schon. Bitte gießen Sie ihre Pflanze nur, wenn das Substrat ausreichend oberflächlich trocken ist. Eine Monstera ist keine Sumpfpflanze und weniger ist hier im Moment mehr. Wobei auch das Substrat eine Rolle spielt. Es kann sein, dass oben ein paar Zentimeter trocken sind, aber im Inneren noch eine zu große Feuchte. Wenn Sie da immer wieder draufgießen, schaden sie der Pflanze mehr als es nutzt. Benutzen Sie bitte kalkarmes Wasser, damit Sie die Pflanze durch zuviel Kalk nicht noch mehr stressen und evtl eine Chlorose oder andere Nährstoffaufnahmestörungen provozieren.
      Wenn etwas wächst, gibt es auf der anderen Seite etwas anderes, das wächst auch...nur negativ.
    • Huhu,
      danke für eure Antworten :)

      Seit meinem letzten Post hier (von vor 2 Wochen) habe ich die Pflanze noch nicht wieder gegossen.
      Das Substrat fühlt sich 10cm tief ganz leicht feucht an. (eher so die feuchte, als würde man frische Erde aus einem neu-gekauften Plastiksack herausholen)

      Als ich die Monstera das letzte mal umtopfte, habe ich eine ca 10cm tiefe Drainageschicht aus Ton Kügelchen am Boden vorgesehen. Überschüssiges Wasser sollte also eig ablaufen.

      Was kann ich noch tun?
      Vllt doch ein anderer Standort?
    • Moods schrieb:

      Helligkeit bzw. Tageslicht kommt trotzdem genügend ins Zimmer rein.


      Das ist ein gerne genommener Spruch und der ist extrem fehleranfällig.

      Je tiefer im Raum, umso weniger Licht ist da. 3 oder 4 Meter im Raum (wenn man nicht unbedingt eine Komplettverglasung als Front hat) bedeutet durchaus NULL brauchbares Licht. Auch wenn es einem hell vorkommt.

      Besorg Dir eine App zur Lichtmessung und mess das aus.

      Direkt am Fenster nordseitig mögen das vielleicht 1.500 Lux sein, dahinter garantiert unter 800 und damit kann eine Pflanze nicht überleben.
    • Ja, also Nordfenster und einen Meter Abstand sind für Kandidaten, die wirklich keine Sonne brauchen. Da wachsen im Raum bei mir noch bestimmte Bromelien, Knollenpflanzen, die im Winter, wenns richtig dunkel wird, eh einziehen, Epipremnum, so ne Mini-Aloe, die eher ein Bodendecker ist, etc.

      Eine Monstera braucht Sonne, wenn auch nicht die pralle Mittagssonne, sondern eher morgens oder abends. Hast Du die Möglichkeit, sie an ein Ost- oder Westfenster zu stellen oder an ein Südfenster (da aber dann ruhig einen bis zwei Meter tief in den Raum stellen, dann verträgt sie dort auch die Mittagssonne)?
      Wenn etwas wächst, gibt es auf der anderen Seite etwas anderes, das wächst auch...nur negativ.
    • Danke für eure raschen Antworten :)

      Ich habe die Monstera jetzt mal in das Zimmer meines Mitbewohners gestellt.
      Dort bekommt sie abends am Westfenster bisschen mehr Licht ab.
      Hoffentlich gefällt es ihr dort besser. Ich werde auf jeden fall hier berichten, wie sie sich entwickelt :)

      Zwei Fragen noch zum gießen und besprühen...

      Gießen erst, wenn das Substrat 5 bis 10cm unter der Oberfläche ausgetrocknet ist und dann auch reichlich ca. 1 Liter?
      Die Blätter und Luftwurzeln täglich besprühen?
    • Eine erhöhte Luftfeuchtigkeit wäre ideal. Zum Einsprühen vllt nicht gerade das kalkigste Wasser nehmen. Regen- oder destiliertes Wasser tut es. Da beim Besprühen der Effekt sehr temporär und lokal begrenzt ist, sollte lieber geschaut werden, ob im Zimmer generell die Feuchte leicht angehoben werden könnte. Vielleicht die Wäsche mal zum Trocknen ins Zimmer hängen.

      Das Gießen ist ein schwieriges Thema. Lieber zu wenig als zu viel und lieber kleinere Portionen als das ganze Substrat einmal pro Woche zu fluten. Das hängt nun auch mit der Größe des Topfes zusammen, Art des Substrats, Größe der Pflanze, Blattoberfläche, Temperatur, Luftfeuchte, Wachstumsphase.
      Je wärmer und je niedriger die Feuchte, desto mehr muss gegossen werden, weil die Pflanze dann viel Wasser verliert. Je höher die Feuchte, desto weniger Wasser verliert sie und entsprechend wenig Wasser wird benötigt. Das gilt aber generell für jede Pflanze und es wird viel zu viel gegossen.

      Eine Monstera braucht es nicht nass, (leicht) feucht reicht aus und mit kurzer Trockenheit kann sie besser umgehen, als ständiger Nässe im Topf, weil es in den Fingern juckt, zu gießen.
      Ich denke, wenn Du erstmal behutsam beginnst zu gießen, dh Du hörst auf zu gießen, wenn erste Tropfen aus dem Abzug laufen und dann schaust Du, wie sich das nach einer Woche anfühlt. Wie warm, sonnig, luftfeucht etc es ist. Sollte der Topf nicht zu schwer sein, kann man unten mal schauen, wie es da aussieht am Abzug. Da ist nämlich meist noch eine hohe Substratfeuchte zu sehen/spüren, obwohl der Topf zur Hälfte trocken steht. Ich denke, bei Dir eher unpraktikabel und da musst Du lernen, ein Gefühl zu entwickeln.
      Sollte es zu wenig sein, dann erhöhst Du die Gießmenge und schaust jede Woche, wie es um die Ballenfeuchte bzw Substratfeuchte bestellt ist. Sollte es mall tiefgründiger trocken sein im Topf, dann nimm halt 1,5 Liter und wenn es dann unten rausläuft, wie aus einer Schleuse, war es zuviel, und der Topf unten noch zu feucht/nass. Anheben und das Gewicht merken, also den Unterschied zwischen ausgetrocknet, trocken, feucht, nass, klatschnass, kann dir auch helfen. Wenn die Pflanze nicht zu groß ist. Einfach mal probieren.
      Klein anfangen und die Gießmenge, wenn Bedarf besteht, erhöhen. Aber nur, wenn es wirklich notwendig ist. Dh, es kommt unten kein Wasser heraus. Und auch breitflächig gießen und nicht nur auf eine Stelle.
      Die Gießmenge auch nicht gleich mit einmal ausbringen, sondern die Hälfte, dann gehst Du mal nen Apfel essen oder spazieren und schaust nach 10/20 Minuten, ob es noch was braucht. Wenn ja, dann nochmal nachgießen und dann kannste eine rauchen oder noch einen Apfel essen...

      Hier muss halt das Gefühl entwickelt werden für maßvolles Gießen. Im Übrigen zeigt dir deine Pflanze auch an, wenn sie sehr trocken steht und Wasser braucht. Meist hängen dann die Blätter etwas.
      Sollten die Blätter hängen, trotz Gießens, war es viel zu viel und es droht Unheil.

      Viel Erfolg.
      Wenn etwas wächst, gibt es auf der anderen Seite etwas anderes, das wächst auch...nur negativ.