Spinnmilben oder Staub?

    • Spinnmilben oder Staub?

      Könnte es sich hierbei um Spinnmilben handeln?
      Es handelt sich um einen Feder-Spargel. Die Blätter wurden braun und ich hab ihn teilweise schon zugeschnitten, dachte aber das liegt daran, dass er erst am Fenster stand und zu viel Sonne abbekommen hat.
      Habe jetzt diese spinnwebenartigen Gebilde zwischen den Blättern entdeckt, aber selbst mit Lupe nichts gesehen was da rum krabbelt. Und die feinen Blätter könnten vielleicht auch einfach Staub einfangen?

    • Das ist tatsächlich ein unguter Befall an Spinnmilben.

      Kommt bei verschiedenen Zierspargeln durchaus vor und liegt allgemeingesehen an unpassenden klimatischen Bedingungen vorwiegend um die Winterzeit.

      Ich kann da mitreden, ich habe es schon wieder geschafft, dass der Asparagus falcatus auch gelitten hat.

      Abhilfe: entweder das volle Brett an chemischen Mitteln, oder aber die einfachere Variante mit komplettem Rückschnitt.

      Auf jeden Fall gehört der Spargel von diesem Platz weg, der Ort sollte feucht gewischt und die nächste Zeit pflanzenfrei gehalten werden.

      Spinnmilben sieht man mit dem bloßen Auge nicht, dazu sind sie viel zu klein.

      Für die Variante mit dem Rückschnitt: Schnittgrün nicht offen durch die Gegend tragen. Schneiden und direkt in ein Behältnis. Wenn man es genau machen will, dann die obere Schicht vom Substrat abfingern und auch in den Hausmüll.

      Für die Zukunft: ein solcher Spargel braucht eine gewisse Luftfeuchte, sonst passiert das Drama immer wieder. Heisst also, sprühen, nebeln, dampfen.

      Er wird wieder durchtreiben, das ist nicht das Problem. Wir haben jetzt dann April, das verwächst sich recht schnell.
    • Genau das würde ich nicht machen. Also drauf vertrauen, dass der Abstand groß genug ist. Spinnmilben sind nicht ortstreu. Sie sind hier und da und überall. Gibt es noch andere Pflanzen, dann müssen die mitbehandelt werden.

      Vorbeugend immer wieder unter die Dusche stellen und abbrausen. Und ständig kontrollieren. Das springt sonst wieder von Pflanze zu Pflanze.

      Vorbeugend lässt sich da auch mit den Stäbchen arbeiten, die mit ihrem Wirkstoff im Topfballen versenkt werden. Hier aber Vorsicht bei Kindern und Haustieren. Ist giftig und kein Spass.

      Es empfiehlt sich ein Luftbefeuchter. Wurscht wie und mit welchen Utensilien. Im Handel kann man sowas bis zu technisch aufwendigen Geräten kaufen. Da wird sich sicher ein brauchbares Gerät ohne erschlagenden Preis finden lassen.

      Eine Pflanze ins Bad in den Dampf zu stellen ist zu wenig. Das wird nix nutzen.

      Bei warmen Aussentemperaturen Fenster auf bei Regen und Gewitter, das geht auch zusätzlich.

      Hauptsächlich braucht es aber ein durchgehendes Raumklima mit einer gewissen Luftfeuchte. Weil, taaaaräääää, Spinnmilben genau das nicht mögen.
    • Auch wieder ein guter Tipp, bevor alle Pflanzen befallen sind.
      Dann schaue ich mir alle mal genauer an und dusche sie auch ab.

      Dabei haben wir eine recht hohe Luftfeuchtigkeit. Kleine Wohnung, zwei Personen, keine Dunstabzugshaube und bis vor kurzen keine Badlüftung. Das war über den Winter so ein großes Problem, dass wir leichten Schimmelbefall hatten und uns einen LuftENTfeuchter geholt haben; das war alles gar nicht so lustig.
      Wegen der allgemeinen Wohnungssituation werde ich wohl so verfahren, ihn mehrmals die Woche einzusprühen.