Was ist das für ein Krabbeltier?

    • Was ist das für ein Krabbeltier?

      Weil ich meinen grossen Gummibaum überwässert habe, hatte ich zuerst starken Trauermückenbefall, bis ich ihn schliesslich umgetopft habe (vor allem, weil die Erde einfach immer noch zu nass war). Nun habe ich neue Krabbelviecher, komme aber auch mit intensivem Googeln nicht dahinter, was es genau für welche sind, und auch die Auskunft im Pflanzengeschäft konnte mir nicht wirklich helfen. Ich kann hier leider keine Videos hochladen, denn die Dinger bewegen sich wahnsinnig schnell, gehen auch aufeinander los und krabbeln (wie hier auf dem Bild) auch aussen am Innentopf rum. Auf den Blättern oder der Pflanze selber sind sie nicht, die ganze Erde ist aber übertrieben voll mit denen (es krabbelt wirklich alles). Dem grossen Gummibaum geht es nun seit ein paar Wochen nicht wirklich gut, macht gelbe Blätter und lässt sie dann fallen. Ich weiss aber nicht, ob das nicht eher vom Überwässern kommt, der kleinere Gummibaum in einem anderen Topf, der die Krabbelviecher nun auch in der Erde hat, ist soweit nämlich topfit, macht regelmässig neue Blätter und hat auch noch keines fallengelassen. Mein Bauchgefühl sagt mir irgendwie, dass es sich hier um Raubmilben handelt - warum sollte ich aber sooo übertrieben viele davon in der Erde haben? Oder sind es doch irgendwelche Wurzelläuse/ -milben? Kann mir hier jemand weiterhelfen? [Blockierte Grafik: https://www.zimmerpflanzenlexikon.info/forum/Smileys/fugue/cry.png]
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    • Vom Körperbau her dürften das Milben sein. Eine genaue Bestimmung mit Vor- und Nachname hilft hier nicht, weils einfach egal ist.

      Vorschlag: Gummibaum austopfen, Substrat so gut wie möglich abschütteln und Wurzeln in der Dusche freiwaschen. Wurzelnackt machen.

      Das Substrat separat im Backofen oder Mikrowelle erhitzen, das überleben die Milben nicht.

      Eventuell herumliegende Substratreste am Boden feucht aufwischen und hier schon auch penibel sein.

      Sollte die Geschichte mit dem Erhitzen zu aufwendig sein, alles entsorgen. Also nicht die Pflanze :) und neues Substrat kaufen.

      Das ist alles kein Hexenwerk und vermutlich tatsächlich so, dass der Gummibaum jetzt auf die Überflutung reagiert. Das kommt gerne zeitverzögert.

      Viel Erfolg.
    • Vielen Dank für die schnelle Antwort!

      Mein Problem bei diesem Vorgehen ist leider, dass der Gummibaum etwa 2m hoch und dementsprechend auch sehr schwer ist. Beim Umtopfen im Februar, um die ganze durchnässte Erde wegzubringen, war das bereits ein riesen Unterfangen. Wir konnten den Baum zu dritt nur für kurze Zeit aus dem Topf heben und haben ihn so gut es ging von der nassen Erde befreit. Ich hatte danach aber immer noch das Gefühl, dass er es zu feucht hat, da hab ich im Alleingang versucht, so viel Erde aus dem Topf zu bringen wie nur ging, und sie im Backofen zu trocknen. Da sind mir dann erstmals diese Tiere in der Erde aufgefallen, die im Backofen ja dann – so hoffte ich es zumindest – draufgehen würden. Mittlerweile muss ich aber die Erde nicht mehr rausnehmen, um die Tierchen zu finden, sie krabbeln überall im und am Topf herum. Sie haben es sogar geschafft ca. 2m weit und einen Tisch herauf vom einen Gummibaum zum andern zu krabbeln.

      Die letzte Option wäre also nun mit Gift dahinter zu gehen. Da ich aber kein Fan von Chemie bin und ich bei meinem ca. 45l Topf eine grosse Menge brauchen würde, klammere ich mich zur Zeit noch etwas an die Hoffnung, dass es vielleicht doch keine Schädlinge, sondern eigentlich nützliche Raubmilben sein könnten, die mir sogar die übriggebliebenen Trauermückenlarven fressen... :S

      Gibt es ausser der Untersuchung unter dem Mikroskop vielleicht eine andere Möglichkeit, schädliche von nützlichen Milben zu unterscheiden? Ich hab da was vom Tempo gelesen, dass Raubmilben, da sie ja Jäger sind, um einiges schneller unterwegs sind. Oder ist es vielleicht ein Zeichen, dass sie bei mir ja nicht alle an der Wurzel sitzen und saugen, sondern auch aussen am Topf rumkrabbeln? ?(
    • Tja, das ist so natürlich ein Problem.

      Ich würde einen botanischen Garten anschreiben und die Thematik mit Fotos schildern.

      Die können einerseits die Tiere identifizieren und andererseits auch ganz sicher zielgerichtet sagen, wie damit umzugehen ist.

      Ich möchte mich da nicht so heftig aus dem Fenster lehnen und vielleicht mit Kanonen auf Spatzen schiessen. Oder noch besser, Entwarnung geben und dann brichts doch aus.

      Aber bitte später hupen, wenn der OP-Plan steht. Danke vielmals und gutes Gelingen.
    • Raubmilben...die kommen und gehen, wenns nichts mehr zu fressen gibt. Zu Fressen bedeutet hier: Es gibt andere Tierchen, die evtl so klein sind, dass man sie nicht mehr sieht und von denen ernähren die sich.
      Sechs Beine haben die nicht, sondern acht, wie jede Spinne.
      Ich würde mal nachschauen, ob man nicht doch noch was anderes wie Thripse, Trauermücken, Schlangenmilben, what ever auf den Blättern, im Topf, an den Wurzeln findet.

      Es gibt viele andere Milben, Nematoden etc, die ein Schadbild erzeugen, da sieht man ohne Mikroskop nichts. Gießen einschränken, falls es zu feucht ist im Topf.
      Wenn etwas wächst, gibt es auf der anderen Seite etwas anderes, das wächst auch...nur negativ.