Kirschlorbeer bekommt gelbe/gelb-braune Blätter – Staunässe?

    • Kirschlorbeer bekommt gelbe/gelb-braune Blätter – Staunässe?

      Hallo liebes Forum,
      ich habe vor ca. 3 Wochen meinen ersten Kirschlorbeer in meinen Garten gepflanzt. Ich habe eine Drainageschicht aus Steinen und Blähton darunter angelegt und den Kirschlorbeer in Pflanzerde (gemischt mit ein wenig Sand) vom Dehner gesetzt. Die Pflanze bekommt morgens vielleicht eine gute Stunde direkt Sonne, sonst ist der Standort zwar hell, aber nicht direkt sonnig. Vor kurzem bekam er nun gelbe, gelb-braune Blätter, s. Bild im Anhang (ich habe die bereits abgefallenen Blätter daneben gelegt).

      Meiner Recherche nach könnte das Staunässe, Wassermangel, Probleme bei der Nährstoffversorgung oder eine Pilzerkrankung sein. Es hat nun in letzter Zeit wirklich viel geregnet und der Boden an sich ist relativ lehmhaltig, was für Staunässe spricht. Allerdings habe ich den Kirschlorbeer selbst in Pflanzerde mit Sand vermischt gesetzt und eine Drainage angelegt. Weiß vielleicht jemand ob die gelben Blätter Staunässe anzeigen oder etwas anderes? Muss ich etwas tun oder lieber erst einmal abwarten?

      Vielen Dank für eure Antworten :yes:
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    • Es kommt auf das Verhältnis von Pflanzloch zu Ballengröße an. Ist das nur knapp gehalten, dann wirds schon Probleme geben können.

      Nehmen wir den Kirschlorbeer in 5 Jahren. Höhe 3 Meter aufwärts. Es braucht dazu grade auch unterirdisch Raum. Dazu muss das Pflanzloch wirklich großzügig gestaltet werden, grade und weil gerne nach Baumaßnahmen die Firmen wirklich den letzten Dreck unten hinkippen (gerne noch x-fach von unzähligen Baumaschinen verdichtet) und 30 cm Oberboden draufgeben.

      Soll heissen, in die Tiefe graben, grobe Steine und Bauschutt entfernen. Das verbleibende Erdreich mit Pflanzerde und Sand durchmischen und erst dann gehts an die Pflanzerei. Bei solchen recht groß werdenden Pflanzen sollten es 50/50/50cm im Minimum sein. So herrscht dauerhaft Ruhe und die Wurzeln haben wirklich Raum. Ich rede hier von der betroffenen Pflanze, je größer der Ballen, umso größer dann auch das Loch.

      Drainagen machen bei grundsätzlich nassen Standorten Sinn, sonst muss das nicht sein.

      Wichtig ist die Sohle aufzureissen. Also den tiefsten Punkt im Pflanzloch. Weil genau da mitsamt Bodenverdichtung ein Wasserabfluss nur schwer geht. Möglichst tief lockern.

      Das ist alles ein Ächzen, Fluchen und Jammern, hilft aber mit der Gewissheit, dass da in Zukunft nix mehr sein kann und es den Pflanzen gutgeht.

      Die gelben Blätter haben verschiedene Ursachen, alles so noch kein Drama. Gut möglich, dass die Eingewöhnung noch dauert. Oder aber durch den Untergrund der pH-Wert nicht passt.

      Ich würde auf Anfang gehen und nachbessern. Das wird schon werden :)