Wintergartenpflanze lausfrei

    • Wintergartenpflanze lausfrei

      Hallo,

      wir suchen einen Baum für unseren Kaltwintergarten. Wir pflanzen ihn dort in ein Beet ein. Da wir uns seit ca. 2Jahren Schildläuse und vor Allem Schmierläuse eingefangen haben, die wir schwer loswerden an vielen der anderen Pflanzen, würden wir gerne einen Baum auswählen, der relativ selten von Schmierläusen befallen wird. Immergrün wäre schön und am Besten mediterran. Wir hatten eine Palme oder Oleander überlegt. Hat jemand eine Idee oder Erfahrungen?
    • Jede Pflanze kann von Läusen erobert werden, eine wehrhafte Pflanze wird sich nicht finden lassen.

      Ich würde im Vorfeld gezielt gegen die Läuse behandeln (und wenns mit der Bürste ist) und den Bestand an Pflanzen stärken (heisst düngen bei Bedarf, Bodenverbesserungen, Wellness wo immer nötig) und so die Anfälligkeit zu reduzieren.

      Die Läuse scheinen sich ja wohlzufühlen und genau das sollte man ihnen vermiesen. Ich kenne das Klima und den Zustand im Wintergarten natürlich nicht, aber irgendwo hat der Lausbefall angefangen und besteht weiter. Deswegen gezielt die Tierchen eliminieren und erst dann einen Oleander oder was auch immer anschaffen.
    • Also viele Palmen, Oleander etc werden sehr gerne von Schildläusen befallen.

      Ich muss auch konstatieren, dass es in der jetzigen Situation keine gute Idee ist, sich eine neue Pflanze anzuschaffen, wenn dieser Befall besteht.
      Der Befall sorgt auf Dauer für ernstahfte Folgeerkrankungen der Pflanzen. Die geschwächten Pflanzen sind anfälliger für Bakterien-, Virus- und Pilzerkrankungen und im schlimmsten Fall geht der Bestand verloren.

      Ich weiß nicht, ob das Sorglosigkeit oder Unwissenheit ist. Saugende Schädlinge können ernstzunehmende Krankheiten (Viren, Bakterien, Nematoden etc) übertragen, in der Luft sind immer (!) Pilzsporen, die in die verletzten Pflanzenteile eindringen können und für andere Insekten, Milben etc bereiten diese Verletzungen und Schwächungen einen Nährboden. Manche bis viele Pflanzen sind von Haus aus Träger von Viren, die bei gesunden Exemplaren nichts ausrichten können und erst durch eine Schwächung aktiv werden.

      Es sollte dringend gegen den Befall etwas unternommen werden. Falls sie ein Haustier haben, gehen sie mit dem Tier doch auch zum Tierarzt!?
      Wenn etwas wächst, gibt es auf der anderen Seite etwas anderes, das wächst auch...nur negativ.
    • Die Schildläuse sind recht einfach zu beseitigen, bei den Wollläusen wird das langwieriger und aufwändiger.

      Im Herbst/Winter werden beide Läuse etwas inaktiver und die Vermehrungsraten sind niedriger, deshalb haben sie da einen Vorteil. Luftfeuchte hoch, das mögen beide Arten gar nicht.

      Die Schildläuse und deren Gelege können sie manuell entfernen. Diese Hügel/Schilde der Weibchen enthalten die Eier und die Larven fressen sich durch ihre Mütter. Da ist fast alles statisch und leicht entfernbar. Man sollte nur darauf achten, dass die Gelege nicht so abgenommen werden, dass die Eier auf dem Boden oder im Topf landen.

      Wollläuse sind nerviger, weil die gerne in den Ritzen der Pflanzen leben. Bei hoher Feuchte oder Nässe kommen die aber raus, weil die nicht ersticken wollen. Da kann man die dann absammeln.

      Es gibt Präparate auf Neem-Öl-Basis, die man verwenden kann. Sollte der Befall zu stark bzw einzelne Pflanzen unerreichbar oder zu aufwändig sein, sie abzusuchen, kann man für diese Pflanzen überlegen, ob man dort ein systemisches Pflanzenschutzmittel nutzt. Es gibt auch die Möglichkeit Marienkäfer- oder Florfliegenlarven diese Arbeit erledigen zu lassen, aber im Kalthaus im Herbst könnte das nicht erfolgreich sein. Evtl eine Kombination der Möglichkeiten, damit schnell eine Verringerung der Schädlinge eintritt.

      gruenteam-versand.de/nuetzlinge-gegen/wolllaeuse#bekaempfung

      Hier eine Anregung. Es ist nicht einfach, wenn der Befall schon länger andauert, weil die Pflanzen vermutlich geschächt sind. Es gilt dann auch die Pflanzen zu versorgen und ein optimales Klima im Kalthaus zu schaffen.
      Wenn etwas wächst, gibt es auf der anderen Seite etwas anderes, das wächst auch...nur negativ.
    • Es wird oft geraten, betroffene Pflanzen zu isolieren. Das würde ich hier nicht machen, weil vermutlich alles betroffen ist. Besonders die Wollläuse sind schwer auszumachen und vermeintlich nicht befallene Pflanzen sind eine potenzielle neue Quelle für einen erneuten Befall.

      Behandeln sie alle Pflanzen, suchen sie aller paar Tage ab, sprühen sie Wasser, um die Feuchte zu erhöhen. Und schauen sie, dass sie unbeabsichtigt keine Eier in andere Räume tragen, in denen sie evtl auch noch Pflanzen haben. Das passiert bei Schildläusen gerne mal, wenn man ohne Handschuhe arbeitet oder sich die Hände nicht gründlich wäscht, nachdem man die Schilde entfernt hat.

      Sie werden vermutlich in Summe ein paar Monate damit verbringen. Wichtig ist nur, dass sie hartnäckig bleiben und konsequent sind. Kümmern sie sich um ihre Pflanzen, damit sie wieder gesund und vital werden. Wenn sie den Befall hinter sich haben, werden sie vermutlich in der Zwischenzeit viel gelesen und sich neues Wissen zur Pflege und Pflanzengesundheit angeeignet haben, was sie vor erneutem Befall schützt, wenn sie das Wissenanwenden.

      Viel Erfolg.
      Wenn etwas wächst, gibt es auf der anderen Seite etwas anderes, das wächst auch...nur negativ.