Tipps für Monstera Variegata Ableger

    • Tipps für Monstera Variegata Ableger

      Hallo, ich habe mir zum ersten Mal einen Ableger von einer Monstera Variegata gekauft und habe nun große Angst was falsch zu machen.
      Nun frage ich die Spezialisten die mir sagen können was ich evtl falsch mache, wie ich sie die nächsten Wochen zu pflegen habe, wie sie am besten stehen sollte und wann ich sie wie einpflanzen soll. Im Internet sagt einem leider jeder etwas anderes und ich möchte nichts falsch machen… Das Glas ist bis morgen eher provisorisch weil ich nicht erwartet habe dass die Luftwurzel so groß ist. Ich danke vielmals im Voraus und wünsche allen einen schönen Abend!
    • Wie teuer war das Blatt? 30, 40 Euro?

      Man kann, durchaus mit ein bisschen Mühe, im Internet gewerbliche und vertrauensvolle Anbieter für solche Monstera finden und dabei mit 100 Euro aussteigen. Es können bei größeren Pflanzen auch 300 Euro sein. Muss man wollen.

      Fertig durchwurzelte Jungpflanzen, die direkt in die Zimmerkultur gehen können und keine lustigen Eventualitäten mit sich bringen.

      Wer viel Geld ohne Leistung und Garantie haben möchte, der schneidet seine Mutterpflanzen endlos klein, verkauft jedes Blatt für horrendes Geld und hat damit Einnnahmen über dem Goldpreis pro Kilo.

      Es lassen sich über die Suchfunktion im Forum zahllose Threads zum gleichen Thema finden, alle mit der gleichen Problematik und alle mit der Überzeugung, man hätte sich ein Schnäppchen gekauft.

      Ich werde mir hier sicher nicht mehr die Mühe machen, auch nur irgendwie Ratschläge zu geben. Geht und kauft Euch fertige Pflanzen, bei denen Ihr wisst, was überhaupt auf Euch zukommt und hopst nicht jedem Modetrend völlig blind hinterher.

      Das ist wie Hundewelpen aus dem Kofferraum kaufen. Kommt hinterher sauteuer, weil Hundebaby gerne krank und häufig recht schnell tot. Aber gewusst hats wieder keiner.

      Danke für die Aufmerksamkeit.
    • Ich hatte bisher immer guten Erfolg mit der Wassermethode. Direkt in Anzuchterde ist möglich, hatte damit aber auch schön Verluste…
      Den Steckling in ein etwas grösseres Glas stellen, kalkarmes Wasser (wenn möglich Regenwasser?) rein und regelmässig Wasser wechseln. Wenn das Pflänzchen schön gewurzelt hat: in einen nicht zu grossen, nicht zu kleinen Topf umziehen lassen, gut zureden und über jeden noch so kleinen Erfolg freuen☺️

      Ich wünsche viel Glück mit der schönen Pflanze!
    • Nicht in die pralle Sonne stellen, nur hell und wenn möglich auch nicht so lange im Wasser lassen. Wenn die Wurzel ca 3 bis 5 cm lag ist, würde ich das eintopfen, am Besten dieses Jahr in Anzuchterde. Längeres Warten, führt nur zu schwachen Wurzeln, die gerne beim Eintopfen abbrechen.
      Falls das Bewurzeln gelingt, an einen helleren und wenn möglich auch wintersonnigen, warmen Platz stellen und leicht feucht halten, keinen Dünger und für hohe Luftfeuchte sorgen, dh eine Plastiktüte über den Topf ziehen.
      Die Pflanze sollte im Frühjahr in vollwertiges, lockeres Substrat umgetopft werden und dann nicht mehr in der prallen Sonne stehen zur Mittagszeit. Sehr hell braucht sie es allerdings weiterhin, morgens oder abends Sonne ist von Vorteil.
      Gedüngt wird frühestens 8 Wochen nach dem Umtopfen im Frühjahr und dann aller zwei Wochen halbe Konzentration bis ca Oktober. Nicht vernässen lassen, leicht feucht halten. Die Pflanze ist zwar aus den Tropen, aber keine Sumpfpflanze.

      Noch was zur Problematik der Monstera Variegata:

      Diese Pflanzen haben eine Mutation der Chloroplasten, dh sie bilden dort kein Chlorophyll. Diese Mutationen sind meist lokal, deshalb sind die Mutationen nicht samenfest, dh die Kinder sind idR grün. Es kann vorkommen, dass die Pflanze vergrünt. Das ist ein natürlicher Vorgang, weil die Mutation nicht auftreten muss bei den anderen Blättern. Die Mutation ist ein natürlicher Vorgang, allerdings nicht genetisch bedingt, dh es wird üblicherweise nicht vererbt. Darin liegt aber auch das Problem.
      Die Monstera wird je nach Weiß-Anteil sehr pflegebedürftig sein und voraussichtlich Krankheiten mitbringen. Da sie nicht samenfest sind, können sie fast ausschließlich nur aus Stecklingen gewonnen werden. Da passiert es auch häufig, dass kranke Pflanzen/Stecklinge weiter verkauft werden, weil es ein sehr einträgliches Geschäft ist. Die bakteriellen/virologischen Krankheiten kann man von privater Hand fast immer mit einplanen. Das sieht man nicht von außen. Die Krankheit muss nicht durchbrechen, aber sie wird es, wenn die Pflanze nicht ausreichend gut gepflegt wird.
      Solche Pflanzen haben einen erhöhten Bedarf an Sonne/Licht, aber dürfen nicht der prallen Sonne am Mittag ausgesetzt werden, Sie brauchen meist auch etwas mehr Feuchte und vertrocknen gerne in der Heizperiode, weil es einfach zu lufttrocken ist.

      Ich bin leider auch kein Freund solcher Pflanzen, weil ich es obszön finde, für ein Blatt einer zufällig mutierten Pflanze soviel Geld zu bezahlen. Am Ende werden die Weißanteile noch höher durch die Mutationen-Selektion und das ist nichts, was der Pflanze Freude bereitet, ganz im Gegenteil. Sie kann nur noch begrenzt Photosynthese betreiben und leidet eigentlich zeitlebens an Licht-/Nährstoffmangel. Ein einzelnes weiß-grünes Blatt bringt keine Pflanze um, aber über 50% der Blattmasse als Weißanteil schon auf Dauer.
      Bei Tieren würde man von Qualzucht sprechen. Wobei viele Leute ja auch weiße Katzen mit blauen Augen toll finden, obwohl diese Tiere fast immer taub sind. Oder Verpaarungen mit Merle x Merle bei Hunden zum Beispiel.Sieht auch toll aus, aber die meisten Hunde sind Invaliden, blind, taub, gehbehindert etc.
      Wenn etwas wächst, gibt es auf der anderen Seite etwas anderes, das wächst auch...nur negativ.
    • Na ja, Ebay halt. Da wird soviel Schindluder getrieben und alle kaufen dort wie wild :(

      Solche panaschierten Monstera kann man, so sie vorrätig sind, getopft und vorgezogen um die 300€ kaufen. Das alleine ist schon ein Irrsinn. Normale grüne Monstera gibts in ordentlicher Größe um 30€.

      Beides dürfte über kurz oder lang auf dem Kompost landen, weil die einen kränklich und empfindlich, die anderen viel zu groß werden und die Pflege zu anstrengend ist.