Calathea Warscewiczii bekommt komische Flecken

    • Calathea Warscewiczii bekommt komische Flecken

      Hallo ihr Lieben,

      Ich habe mich nochmal getraut eine Calathea zu kaufen - sie hat mich einfach verzaubert. Gerade die Warscewiczii mit ihren samtigen Blättern .
      Sie ist vor ca 2 Wochen bei mir eingezogen und steht ca 2m vom (Ost-)Fenster entfernt. Wurde von mir nicht umgetopft, da ich geguckt hatte und die Wurzeln bis Frühjahr nächstes Jahr noch Platz haben müssten. Da es in der Wohnung nur ca 50%ige Luftfeuchtigkeit gibt, habe ich sie anfangs, mit destilliertem Wasser besprüht, habe aber viel gelesen das es Pilze fördert und das Problem mit der Luftfeuchtigkeit nicht "artgerecht" löst. Werde da umsteigen auf eine Schale mit Steinen oder einem kleinen Bestäuber.Vor ein paar Tagenn at es mit einem gelben Blatt begonnen - bei so einer sensiblen Pflanze hab ich mir erstmal nichts gedacht, so verarbeitet sie halt den Umzug .
      Heute morgen beim gießen sind mir dann komische Flecken an manchen Blättern aufgefallen (siehe Bilder). Kann mir jemand sagen was ihr Problem ist? Würde mich sehr freuen von euch zu hören!
      Herzliche Grüße!
      • P.s. manche Kratzer an den Blättern sind von meinen Katzen - das Interesse lässt aber schon nach
      Bilder
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    • Umzugsstress, fehlende Nährstoffe, zu wenig Licht, zu viel/wenig Wasser.

      Beim Wasser weiß ich es nicht, aber 2m von einem Ostfenster entfernt, ist der Pflanzedefinitiv zu dunkel.
      Schon 2m bei Südseite könnten zu viel Abstand sein. Hier würde ich die Pflanze näher zum Fenster stellen.
      Die braucht Licht und im Zimmer ist davon meist zu wenig, dh morgendliche Sonne darf die abbekommen.

      Die Luftfeuchte ist ein bekanntes Problem. Pilze wachsen gerne, wo wenig Zirkulation ist, dh wenn die Blätter nicht ordentlich abtrocknen können, weil zu kühl, zu dunkel, ist das schlecht.
      Moderat Nährstoffe könnten der Pflanze nicht schaden. Vllt mal etwas Dünger ins nächste Gießwasser.
      Nicht zu trocken halten, aber auch nicht feucht. Einen kleinen Schluck aller paar Tage oder aller 7 bis 10 Tage gießen, je nachdem, was die Pflanze sagt.

      Sind Schädlinge auszuschließen? ich erkenne da nichts, aber manche sind sehr klein.

      Ansonsten, falls es sich nicht bessert und schlechter wird, muss man schauen, ob sich hier vllt eine ernste Krankheit eingefangen wurde.
      Wenn etwas wächst, gibt es auf der anderen Seite etwas anderes, das wächst auch...nur negativ.
    • Im Verdachtsfall die Pflanze bitte ins Bad nehmen und von allen Seiten mit warmem Wasser abduschen. Sollte da was ungebetenes sitzen, es ist dann auf jeden Fall weg und die Mitbewohnerin freut sich über die Pflege ;)

      Ich rate auch dringend zu mehr Licht, das heisst direkt ans Fenster. Es geht auf Oktober zu, da kann zu viel Sonnenlicht nicht passieren. Eher das Gegenteil, zu dunkel und das ist ein großes Problem auf Dauer.

      Die Flecken können von der Sprüherei kommen. Kaltes Wasser sitzt auf den Blättern und so frieren sich solche Flecken durch Kälte. Sprühen bitte nur mit deutlich warmem Wasser, weil beim Sprühen/Austritt selber schon Kühlung stattfindet und warmes Wasser leicht verdunstet. Damit ergibt sich erst der Effekt.

      Katzen sollten an Aronstäben nicht knabbern wollen, weil die gerne giftig sind. Ich habe hier auch einige stehen, allerdings gehen die Mietzinger nicht dran.

      Das kleine gelbe Blatt ist zu vernachlässigen. Sowas kommt vor und ist kein Grund zur Sorge.
    • Diese Pflanze ist nicht giftig für Katzen. Sie könnten die Dosis, die für sie schädlich ist, nicht aufnehmen, dazu müssten sie schon die Knollen/Rhizome und einen Großteil der Stengel fressen.

      Die Pflanze gehört nicht zu den Aronstabgewächsen sondern zu den Pfleiwurzgewächsen bzw Ingwerartige.
      Streng genommen ist es keine Calathea sondern eine Goeppertia. Aber das ist nur Botaniker interessant.

      So oder so, sollten Katzen nicht daran knabbern. Schadet der Pflanze.
      Wenn etwas wächst, gibt es auf der anderen Seite etwas anderes, das wächst auch...nur negativ.
    • Vielen Dank für die Antworten!
      Schädlinge konnte ich keine entdecken, habe sie aber trotzdem mal abgeduscht.

      Das mit dem Licht dachte ich mir schon.. könntet ihr mir vielleicht sagen ob da auch eine Lampe helfen würde? Wenn ja würde eine mit 300 Lumen reichen? Würde sie eigl ungern umpositionieren da sie eine der wenigen Pflanzen bei mir ist die auch einen dekorativen sinn hat

      Meine Fellnasen haben mehr interesse an der Erde und da die Pflanze recht dicht gewachsen ist drücken sie sich da an den Blättern vorbei und helfen teilweise mit der Pfote nach - aber das hat schon fast aufgehört, man sieht es nur noch der Pflanze an.

      Was für eine Krankheit könnte es denn sein? Hatte auch schon überlegt ob das vielleicht vom anfassen kommen könnte .. muss gestehen das ich die ersten 2-3 Tage nicht die Finger von ihr lassen konnte und das könnte sogar das Blatt gewesen sein

      Ganz liebe Grüße!
    • Baenaena schrieb:

      Das mit dem Licht dachte ich mir schon.. könntet ihr mir vielleicht sagen ob da auch eine Lampe helfen würde? Wenn ja würde eine mit 300 Lumen reichen? Würde sie eigl ungern umpositionieren da sie eine der wenigen Pflanzen bei mir ist die auch einen dekorativen sinn hat


      Es kommt auf das Rot/Blau-Spektrum an. Lumen alleine ist nicht aussagekräftig. Es muss eine echte Pflanzenbeleuchtung sein und die muss dann eben auch um die 12 Stunden den Tag nachbauen.

      Ein bisschen Licht hier und da ist zu wenig. Beleuchtung muss dann eben konsequent durchgezogen werden. Mit der Entfernung vom Fenster bei trüben Novembertagen, da ist mehr oder weniger 24 Stunden kein brauchbares Licht vorhanden.

      Viel Erfolg und Gruß an die Mietzinger :)
    • Ich würde mich da beraten lassen. Da bei einer Calathea vermutlich der Fruchtaustrieb oder Blütenaustrieb eine untergeordnete Rolle spielt, kann man mit einer Art universellen Einstellung nichts falsch machen.
      Eine LED wäre hier zu empfehlen, andere Beleuchtungssysteme strahlen meist zuviel Wärme ab.
      Vollspektrum mit einstellbaren Spektren und Strom bis 2000 Lumen reicht aus.
      Der Universalbereich von Rot/Blau/Tiefrot/Weiß kann dem der Sonne nachempfunden werden.

      Hier sollte auf Lichtstärke (eigentlich Lichtstrom), Wellenlänge, Lichtemperatur geachtet werden. Gute Pflanzlampen sind deshalb dimmbar bzw einstellbar in den einzelnen Wellenlängen (es sind dann verschiedene LEDs für diese Wellenlängen verbaut in unterschiedlicher Anzahl, rote und blaue LEDs überwiegen). Sehr gute Systeme sind so programmierbar, dass sie die Beleuchtungsstärke (Lux) messen und sich zuschalten, wenn zu wenig Lichtstrom auf die Pflanze trifft.

      Es gibt eine kaum zu überschauende Auswahl im Internet und für Einsteiger ist das sehr überfordernd. Deswegen empfehle ich Gärtnereien oder Foren für Chilizüchter, Hanfzüchter etc. Die müssen sich zwangsläufig mit dem Thema auseinandersetzen und haben viel Erfahrung und Tipps für gute Modelle, Handhabung oder bei gerne gemachten Fehlern.


      Nachtrag: Ich benutze selbst keine künstliche Beleuchtung, weil ich Freilandhaltung bzw Gewächshaus ohne Systeme habe. Mein Nachbar jedoch hat für die Zucht künstliche Beleuchtungssysteme. Ich könnte mal nachfragen, welches System er konkret nutzt bzw empfehlen kann.
      Wenn etwas wächst, gibt es auf der anderen Seite etwas anderes, das wächst auch...nur negativ.