Monstera Blätter

    • Monstera Blätter

      Hallo!
      Meine Monstera bekommr ganz komische Blattverfärbungen & zudem fangen die Blattspitzen an braun zu werden. Zusätzlich hat sie kleine schwarze Punkte auf den Blättern bekommen, die sich lösen lassen. (Kann aber leider nicht identifizieren ob es ein Schädling ist)
      Ich bin um jede Hilfe mehr als nur dankbar! :(
    • Ok. Fangen wir an :)

      Standort wo? Wie hell? Wie dicht am Fenster/Glastür? Giessen wie oft, wie feucht und mit welchem Wasser? Gibts morgendliche/abendliche Zugluft durch lüften aktuell? Wird gedüngt? Wie oft und wie dosiert? Wenn nicht, seit wann nicht?

      Das bitte detailliert schildern. Es gibt selten einen einzigen Punkt, der jetzt passiert und schon hat man die Lösung. Sichtbare Veränderungen zeigen sich mit der Zeit, selten schlagartig.
    • Also…
      Der Standort ist beim Fenster. Es ist hell jedoch nur Vormittags. Den Rest des Tages ist es mäßig hell ohne direkte Sonneneinstrahlung.
      Das Wasser mit der sie gegossen wird ist zur hälfte detiliert und zur Hälfte normales Leitungswasser.
      Momentan mische ich noch etwas Neemöl zum Wasser hinzu weil ich leider mit Trauermücken zu kämpfen habe.
      Luftfeuchtigkeit: hm ich habe einen kleinen Luftbefeuchter der täglich 10-15 min läuft.
      Gedüngt habe ich vor 3 Wochen das letzte mal mit 5ml pro Liter (wird aber auf alle Pflanzen verteilt).
      Hmm Zugluft ist etwas vorhanden, da sie beim Fenster ist, welches ich für einen guten Durchzug benötige.
      Aja und gießen tue ich ungefähr alle 2 Wochen. :)
      Danke vielmals für die nette und schnelle Antwort! :)
      Könnten die schwarzen Punkte Blattläuse sein? Hatte mit diesen noch nie zu tun :(
    • Das ist ein Schädlingsbefall, Da sind Saugstellen. ganz typische für Thripse, es könnten aber auch andere noch dabei sein.

      Neemöl gegen Trauermücken hilft nicht wirklich. Diese ganzen Hausmittelchen wirken nur lokal begrenzt und kurzzeitig und nach ein paar Tagen legen die Trauermücken wieder ihre Eier auf die Erde.
      Das Substrat wechseln und dann mal die ganze Pflanze dabei abspülen.

      Da sind irgendwo fast durchsichtige kleine Larven auf den Blättern. Die sieht man nur, wenn man sehr genau hinschaut oder mit der Lupe.
      Nach dem Abspülen/Umtopfen ein paar Tage warten, nochmal abspülen, aber bitte den Topf in eine Tüte einpacken, damit es die neue Erde nicht flutet. Dann kann gerne Neem-Öl unterstützend auf die Blätter gesprüht werden.

      Mäßig hell ist einer Monstera vermutlich zu dunkel, Zugluft ist auch eher schlecht auf Dauer. Ein Luftbefeuchter mag helfen, aber es sollten dann im Raum schon über 50% sein. 10 Minuten ist da viel zu kurz, um einen Raum, der vielleicht um die 50m³ hat, ein paar Prozentpunkte hochzubekommen.
      Ich würde einen anderen Platz suchen für die Pflanze, denn auf Dauer wird die da nicht glücklich und steht im Herbst/Winter dann fast 6 Monate im Dunkeln.

      Die Trauermücken schaden der Pflanze idR nicht, wenn genügend organische Masse im Boden ist, ansonsten gehen die an die Wurzeln, dann wird es schädigend, vor Allem, wenn die Pflanze durch schlechten Standort und weiteren Schädlingsbefall bereits geschwächt ist.
      Wenn etwas wächst, gibt es auf der anderen Seite etwas anderes, das wächst auch...nur negativ.
    • Ich möchte noch das eine oder andere erklären ;)

      Eine Monstera kennt keine Kälte und Kälte heisst hier unter 15 Grad ca. Wenn jetzt im Herbst gelüftet wird, die Pflanze bei 20 Grad plus an Raumtemperatur steht, dann kriegt die einen mittleren Schock, wenn 10 Grad kalte Luft auf sie trifft. Das ist einem selber ja schon unangenehm, eine Pflanze kann sich aber nix zusätzlich anziehen und sich auch keinen Schal umbinden.

      Giessen, das ist so eine Sache, bei der ich selber dafür plädiere, nicht stur nach Zeitplan zu werken, sondern wirklich nach Bedarf. Eine Monstera ist ganz sicher nicht beleidigt, wenn sie im Sommer nach der Wassergabe komplett feucht für einen Tag steht. Die zieht das Wasser schon ins Laub und durch die Wärme verdunstet auch recht viel.

      Viel weniger gut ist Trockenstress und ich kann mir nicht vorstellen, dass mit zweichwöchigem giessen genau das nicht teilweise entsteht. Lieber nach Sichtkontrolle einen halben Liter zusätzlich, sie wird deswegen nicht ertrinken.

      Gerne das Giesswasser weiterhin wie bisher mischen, das passt. Zusätzlich kann auf warmes Wasser umgestellt werden, weil das auch wieder bei der Verdunstung hilft und für die Wurzeln viel angenehmer ist.

      Das menschliche Auge vermeldet gerne hell, ankommen an verwertbarem Licht tut aber zu wenig oder schlicht gar nix. Falls es ein Smartphone gibt und das die Verwendung einer App zur Lichtmessung gestattet, so das bitte testen. Raum ausmessen. Direkt hinter dem Fenster, 1 Meter dahinter, 2 Meter dahinter. Messung im November, März, Juli, September, ganz nach Lust und Zeit. Über das Ergebnis bitte sehr gerne staunen.

      12 Stunden Tageslicht sollten es sein, unter 1000 Lux eher nicht, weil eben wieder über die Distanz zum Fenster im abgewandten Teil der Pflanze kaum mehr Licht hinkommt.

      Falls ich für Verwirrung gesorgt habe, war nicht meine Absicht :)
    • Hallöchen!
      Danke vielmals!
      Ich werde in diesem Fall einen anderen Standort für sie suchen!
      ich habe gestern noch die Pflanze abgeduscht und eingesprüht.

      was meinst du mit Trockenstress? Ich gieße die Pflanze immer, wenn die Erde trocken ist, da ich mal gelesen habe, dass sie es mögen zwischen den Giesperioden auszutrocknen.

      & danke! Das mit dem Licht werde ich auf alle Fälle berücksichtigen!

      Ich hätte noch eine Frage zu den Trauermücken… hast du da vielleicht Tipps, wie ich diese endgültig loswerde?
      Ich habe neben dem Neemöl auch Gelbtafeln verwendet, doch leider bin ich mittlerweile etwas ratlos… irgendwie wollen die Dinger nie wirklich zu 100% verschwinden.

      danke vielmals für all die Hilfe
    • Eine Monstera ist gebürtige Regenwäldnerin und die kennen keine Trockenheit :)

      Die Pflanze hat riesige Blätter zu versorgen und kann sich daher kein Wasser gar nicht leisten. In den Regenwäldern regnet es, die Luft dampft und dann regnet es wieder. Das ist ein dauerfeuchtes Klima von oben und unten.

      In Zimmerkultur kriegt man im Leben nicht die Luftfeuchte her, sollte aber wenigstens den Trockenstress von unten strikt vermeiden. Heisst, mäßig feucht halten und das durchgehend.

      Wenn jetzt die Heizungen langsam in Einsatz gehen, dann wirds echt schwer für die Monstera. Durch die Wärme verdunstet sie mehr, kriegt über die Wurzeln aber nix gesaugt und damit fängts spätestens an.

      Daher, ich mache das bei meinen Patienten teilweise so, gründlichst Wasser (auch wenns am Maximum ist) und lasse sie dann in Ruhe. Einige Tage später Kontrolle und nachgiessen oder auch nicht.

      Ich habe hier eine große Spathiphyllum stehen, noch nicht lange umgetopft, die schreit regelrecht nach 2 bis 3 Tagen nach Wasser. Sehen tu ich das an den schlaff werdenden Blättern. Sie fängt an zu trauern und beginnt zu hängen. Dann gibts (spätestens) wieder eine volle Ladung. Die zieht das locker in die Blätter und steht kurze Zeit wieder wie eine 1.

      Bitte nicht am falschen Ende, also dem Wasser, sparen. Sie brauchen das mehr oder wenig viel oder wenig, sie aber in dem Fall in den Notstand zwingen, das hilft nicht.

      Was die Trauermücken angeht, ignorieren. In einem Gewächshaus mit entsprechender Größe und Kulturen für den Verkauf mag das ohne Behandlung nicht gehen. Im Privatbereich ist der Wirbel unnötig.
    • Hallo! Habe ein ähnliches Problem und blutiger Monstera Anfänger, sie steht im Wohnzimmer im Eck eher dunkler Stelle sie tagsüber vors Fenster. Die Blätter werden plötzlich fleckig braun hat jemand eine Ahnung woher das kommt?
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    • Wird gelüftet in der Umgebung zur Pflanze? Kalte Luft möglich? Wie wird gegossen? Wasser wie hart? Wasser wie kalt? Wird gedüngt? Wenn ja, wie dosiert und wie oft?

      Die Pflanze braucht einen dauerhaft hellen Platz, ein dunkler Stand ist Gift. Es ist Herbst, die Tage werden kürzer und damit fehlt das Licht mehr oder weniger ganz.

      Ist wie bei den Leuten selber auch. Wer nicht vor die Tür an die Sonne geht, der wird krank und muss Vitamin D Tabletten nehmen. Eine Pflanze ohne ausreichend Licht kümmert und stirbt.

      Passen sonstige Komponenten dazu auch nicht, dann wird das zum Kreisverkehr und sie landen im Biomüll.