Monstera-Steckling fault?

    • Monstera-Steckling fault?

      Hallo und guten Abend ihr Lieben,

      ich brauche dringend eure Unterstützung und euren Rat.
      Bisher habe ich mein Leben vorrangig mit Kakteen aller Art, Sukkulenten und dankbaren Pfleglingen wie Efeuetuten, Gummibäumen und Grünlilien verbracht. Nun habe ich vor kurzem zum Geburtstag einen Monstera-Steckling geschenkt bekommen und ihn (auf Geheiß des Verkäufers, extra nochmal nachgefragt) in ein Wasserglas gestellt. Heller Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung, Luftfeuchtigkeit um 65%, Temperatur immer über 20 Grad. Das Wasser ist leider kein Regenwasser aber gefiltert, wird alle 2 Tage getauscht.

      Allerdings beginnt mein Steckling zu faulen :/ Das Blatt (recht groß) wird langsam aber sicher auch in Mitleidenschaft gezogen, lässt die Blätter etwas hängen und an einer Stelle wird es langsam hellbraun. Der Stamm wir auf der Seite der Wurzeln immer dunkler..

      Könnt ihr mir sagen ob und wie ich ihn retten kann? Soll ich ihn in Moos setzen? In Seramis? Faule Stellen abschneiden und desinfizieren? Direkt in Erdgemisch? Ich versuche ihn irgendwie zu retten, nicht nur dass er wunderschön ist, er war wohl recht teuer und ich bin auch ziemlich verliebt. Vielleicht könnt ihr mir ja helfen - würde mir 'nen Ast abfreuen.

      Hier Bilder; die ersten zwei Bilder zeigt den Steckling bei Erhalt, das folgenden habe ich grade eben gemacht.

      Vielen Dank und einen wunderbaren Abend wünsche ich! :sun:
      Bilder
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    • Die ersten beiden Bilder waren frisch gekauft? Der war ja in Substrat offenbar, warum sollte der dann in Wasser?
      Hier wäre glaube ich eintopfen das Beste gewesen.
      Nützt ja jetzt nichts.
      Faule Stellen entfernen und schauen, wie es aussieht, ob es innerhalb des Stamms oder des Stiels auch fault.
      Wenn ja, dann kannst du alles entsorgen und schade.
      Ansonsten schauen, wieviel vom Stamm noch überhaupt übrig bleibt.
      Es ist möglich ein Blatt zu bewurzeln, das dauert ca 2 bis 4 Monate.

      Das wichtigste ist aber, die fauligen Stellen zu entfernen, sonst kann man damit nichts mehr anfangen.
      Wenn etwas wächst, gibt es auf der anderen Seite etwas anderes, das wächst auch...nur negativ.
    • Hallo Caleb,

      danke dir für deine Antwort!
      Die ersten beiden Bilder waren sogar Bilder des Verkäufers. Ich hatte extra nochmal angefragt, er hatte den Ableger zum bewurzeln in Perlit stehen und meinte auf meine Frage hin, dass ich ihn auch in Substrat stellen könnte, oder aber in ein Wasserglas. Habe mich dann dafür entschieden, da ich alle anderen Pflanzen so bisher super über den Berg gebracht hab. War hier wohl die falsche Entscheidung, allerdings scheint der Stamm schon bei Ankunft faulig gewesen zu sein.

      Habe gestern Abend die fauligen Stellen entfernt, leider waren auch die Augen betroffen. vom Stamm ist jetzt noch ein ca. 1cm dickes Stück (gut halbiert) übrig, der Stängel samt Blatt ist unbeschädigt. Hab es gestern noch desinfiziert und bis jetzt trocknen lassen.
      Hab heute im Baumarkt Kokoserde und Seramis-Substrat für Zimmerpflanzen besorgt und war am überlegen zu versuchen, das Blatt so noch anwurzeln zu lassen - zu verlieren habe ich ja nicht viel.
      Oder hast du eine andere Idee?
      Und wie genau kann ich denn ein Blatt bewurzeln? Wie lange das dauert ist mir relativ Wurst, möchte nur den Steckling irgendwie retten :/
    • Sichergehen, dass wirklich alles an den fauligen Stellen abgeschnitten wurde, das ausreichend getrocknet und desinfiziert wurde.
      Am Besten schaust du, ob du etwas hast, womit du das Blatt fixieren kannst, damit es Dir nicht umfällt. Ich nehme da alte Weinrebenstöcke, aber vllt hast einen Bambusstab oder eine Gabel, völlig egal, wichtig ist, dass das Blatt aufrecht in der Erde stehen kann und nicht umfällt.
      Anzuchterde nehmen, die ist meist mit Sand versetzt und weniger vorgedüngt. Ansonsten tut es es notfalls auch normale Erde, die dann aber ein wenig aufgelockert werden sollte, damit nicht alles zu sehr verdichtet.

      Kleinen Topf nehmen, die Erde rein, etwas andrücken, dann die Stützhilfe reinstecken, das Blatt ca 1,5 bis 2cm in das Substrat stecken. Den Topf durchgießen, kontrollieren, ob alles fest ist, dh das Blatt nicht umfällt. Dann das ganze hell platzieren, Fensterbrett nach Osten/Westen und wenn möglich eine durchsichtige Plastiktüte drüber. Das wird dann jeden Tag gelüftet für ein paar Minuten und wenn die Oberfläche trocken ist, wird Regenwasser auf die Erde gesprüht.

      Plastiktüte, weil dadurch hohe Luftfeuchte, ständig leicht feucht halten, nicht zu feucht, sonst schimmelts und lüften, damit frische Luft auch dem Schimmel vorbeugt.

      Wann dann die Wurzeln kommen, kann dauern. Das Blatt sollte grün bleiben bzw soweit vergelben, dass noch hellgrünes Material bleibt. Sollte sich unten an den Löchern im Topf Wurzeln zeigen, kann in ein größeren Gefäß getopft werden. Ein neuer Austrieb bzw Blatt kann sich nach ein paar Monaten zeigen, aber auch mal ein Jahr dauern.
      Jedenfalls sollte das eine sichere Methode sein und wenn hier nichts umfälllt oder doch noch Fäule im Trieb war, ist das zu retten.

      Die meisten Leute nutzen die Stammstecklingmethode, weil die am schnellst geht. Blätter dauern halt ne Weile.
      Wenn etwas wächst, gibt es auf der anderen Seite etwas anderes, das wächst auch...nur negativ.
    • Hallo Caleb,

      danke für die Tipps! Hab also das Blatt samt Stängel in einen Terracottatopf gesetzt, Substrat ist eine Mischung aus Kokossubstrat und Seramis-Granulat für Zimmerpflanzen, 30:70. Damit bin ich bis jetzt recht gut gefahren, schön locker und luftig. Hab sie festgebunden und sie vor das Fenster (Westen) gestellt. Temperatur liegt zw. 21 - 24 Grad, ein paar Stunden am Tag lasse ich noch eine Tageslichtlampe draufscheinen (sehr düster derzeit). Mit der Tüte hab ich ein wenig Angst Werde mir demnächst ein kleines Gewächshaus zulegen (Growlights, Luftbefeuchter, Ventilatoren und pipapo), meinst du es wäre sinnvoll sie da reinzustellen?

      Sieht bis jetzt okay aus, lässt die Blätter hängen. Fühlen sich aber noch „feucht“ an, Blattspitzen sind minimal braun und rollen sich langsam ein, farblich hat sich noch nichts verändert.


      Entschuldige die vielen Fragen, hänge tatsächlich sehr an ihr..

      Danke dir!
      Bilder
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    • Die Alocasia möchte bitte dringend Wasser haben..........

      Das eingerollte Blatt verringert die Verdunstungsfläche. Daher wäre eine hohe Luftfeuchte natürlich eine große Hilfe. Weil, wo eine hohe Lf, da wenig Verdunstung.

      Wahlweise lässt sich auch mich einem Topf heissem Wasser arbeiten. Den in der Nähe aufstellen (nicht direkt drunter wegen der anfänglichen Hitze) und dampfen lassen. Das macht es auch schon leichter.
    • Ok. Luftfeuchte ist halt ein Faktor, da muss man was machen und ja, die Alocsia darf mal Wasser bekommen.
      Ein kleines Zimmergewächshaus oder ein Anzuchtkasten macht durchaus Sinn für solche Vorhaben, wenn alles richtig eingestellt ist.
      Wichtig ist halt Licht, keine Sonne, Luftfeuchte, Substratfeuchte und warme Temperaturen.
      Das dauert mit dem Bewurzeln. Dass das Blatt sich einrollt und eventuell gelb wird, ist erst mal nicht ungewöhnllich und schmälert den Bewurzlungserfolg nicht.
      Ich bewurzle gerade auch Blattstecklinge von verschiedenen Pflanzen und da ist einfach Geduld gefragt.
      Bei einer Pilea zB tut sich seit 4 Monaten nichts, das Blatt ist weiß geworden, aber es sind kleine Wurzeln vorhanden und nächstes Jahr kommt dann voraussichtlich ein Neuaustrieb.
      Ein Einblatt ist gerade im zweiten Jahr und hat im Juli erste zarte neue Blätter bekommen.

      Zur Erhöhung der Luftfeuchte helfen Wasserschalen, ein Badezimmer oä. An dem jetzigen Platz wird das vermutlich durch die Heizung heikel, da kann das Blatt nicht stehen bleiben.
      Eine Methode, für ein Mikroklima zu sorgen, ist ,die Pflanze in eine simple Konstruktion zu stecken.
      Man braucht dazu ein Gestell, zB aus Bambusstäben, dann umwickelt man das Ganze mit Klarsichtfolie von der Rolle, stellt das über die Pflanze und dann das Ganze an einen hellen Ort. Oder man nimmt einen kleinen Tisch, dreht ihn um und umwickelt die Tischbeine und legt als Dach eine kleine Platte aus Polystyrolglas, Polycarbonat oder PVC drauf. Da ist manchmal Kreativität gefragt. Im Baumarkt gibts sowas jedenfalls für unter 5 Euro.
      Wenn etwas wächst, gibt es auf der anderen Seite etwas anderes, das wächst auch...nur negativ.