Gücksfeder Blätter verfärben sich

    • Gücksfeder Blätter verfärben sich

      Hallo Zusammen

      Ich wende mich an euch, weil es einigen Strängen meiner Glücksfeder nicht gut geht. Betroffen ist nicht die ganze Pflanze, aber ein Teil davon. Ich giesse sie einmal wöchentlich oder einmal alle zwei Wochen. Düngen einmal im Monat. Sie steht an einem Nordfenster und hat nie direktes Sonnenlicht. Auf den Fotos sieht man die gelbliche Verfärbung und ein Foto des Standortes.

      Ich wäre sehr dankbar für eine Einschätzung!

      Es handelt sich dabei um eine alte Pflanze und ich habe mir schon überlegt sie mal umzutopfen. Sie ist aber riesig und schwer. Hat jemand schon mal so eine Pflanze umgetopft und Tipps dazu?

      Liebe Grüsse
      Andrea :sun:
      Bilder
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    • Ist das ein Kunststofftopf oder einer aus Ton?

      Umtopfen ist sicher eine gute Idee, ob das jetzt noch Sinn macht, darüber kann man diskutieren. Es ist Herbst, das Licht wird weniger und dadurch regt sich eine Pflanze auch kaum mehr. Deswegen würde ich jetzt nicht umtopfen, sondern das auf das Frühjahr einplanen.

      Frage zum Giesswasser: ist das hartes Wasser? Und wie schauts mit den Düngergaben üblicherweise aus?

      Umtopfen bei schwergewichtigen Patienten ist zu zweit empfehlenswert. 4 Hände tun sich leichter :)

      Für den Start empfiehlt sich ein Hammer/Fleischklopfer. Bei einem Tontopf lässt sich der damit zertrümmern, weil sich ein Ballen bei alten Pflanzen gerne hartnäckig gegen einen Auszug aus dem Topf wehrt. Bei einem Kunststofftopf klopft man einmal großflächig im Kreis gegen den Topf und lockert so den Ballen. Der müsste dann, so man erfolgreich war, ohne Widerstand zu entfernen sein.

      Zu zweit geht das einfacher, wenn einer den Topf schräg hält und anhebt und der andere den gelockerten Topf abzieht.

      Der neue Topf sollte um einiges mehr an Durchmesser und Tiefe haben, damit nicht gleich wieder umgetopft werden muss. Hat der aktuelle Topf angenommen 30cm Durchmesser, so sollte der neue wenigstens 40cm mitbringen. Durchaus auch 50cm. Um die 10cm mehr an Tiefe darf es gerne sein. Damit ist einige Jahre Ruhe und die Pflanze kann vernünftig gedeihen.

      Bei Fragen bitte fragen ;)
    • Vielen Dank für die Antwort!

      Umtopfen würde ich wohl auch im Frühling. Es ist ein Plastiktopf der in einem Tontopf steht.

      Ich denke es handelt sich um hartes Wasser, genau nachgeschaut habe ich aber noch nie. So wie ich das verstehe könnte das ein Problem sein und ich sollte das Wasser aufbereiten... richtig? Und wie macht ihr das?

      Dünger gebe ich max. einmal im Monat. Sollte man das auch im Winter machen? Oder vielleicht mal alle 2 Wochen Dünger geben und schauen ob es hilft?

      Lg. :blush:
    • Ich verwende seit Jahren eine Mischung aus Leitungswasser (auch recht hart hier) und destilliertem Wasser. Ich mische 1 Drittel destl. zu 2 Drittel Leitung. Eine Wissenschaft mach ich draus nicht. Ich hab keine hochsensiblen Pflanzen, die möglichst penibel versorgt werden müssen. Das mag bei Spezialkulturen ein wichtiges Thema sein, für den Hausgebrauch reicht mir das Mischverhältnis.

      Leitungswasser ist ja nicht schlecht, es hat nur gerne viel Kalzium und das sorgt dafür, dass mit der Zeit durch den erhöhten Gehalt im Substrat andere Nährstoffe festgelegt werden und damit nicht mehr verfügbar sind.

      Das zeigt sich dann u.a. an gelben Blättern, weil das Blattgrün eben nicht mehr vernünftig gebildet werden kann.

      Das als kurze Erklärung.

      Ich verwende warmes Wasser, die Wurzeln freuen sich, Kälte ist nicht unbedingt eine Vorliebe von wärmeliebenden Pflanzen.

      Regenwasser geht natürlich auch, so verfügbar. Um andersrum wieder einem Kalziummangel vorzubeugen, kann man jeden 3. oder 4. Durchgang nur Leitungswasser giessen. So bleibt das alles im Gleichgewicht.

      Düngen bei der Glücksfeder nicht übertreiben und durchaus so beibehalten. Die brauchen nicht übertrieben Dünger. Allerdings immer nur auf noch feuchtes Substrat düngen, das gibt sonst Wurzelschäden durch die Düngesalze.

      Jetzt nicht mehr düngen und erst wieder im Frühjahr damit anfangen. Allerdings 6-8 Wochen nach dem Umtopfen nicht. Das Substrat ist vorgedüngt und zusätzlicher Dünger wäre kontraproduktiv.
    • Die Pflanzen sind sukkulent und bräuchten eigentlich nicht so viel Wasser. Ich sebst habe 5 Zamis und bei wöchentlicher Wassergaben würde ich die auch in die Knie zwingen, vor Allem jetzt bei dem Wetter.

      Es bietet sich an, das Substrat wirklich schleunigst zu wechseln. Ob Herbst ist, spielt da keine Rolle. Deine Pflanze sieht sonst im Frühjahr furchtbar aus.
      Zu viel Dünger, zu dunkel, du salziges Substrat, zu hoher pH-Wert. Die Pflanze hat das nun ne Zeit mitgemacht.
      Ich weiß nicht, warum man die immer ans dunkle Nordfenster stellt. Die vetragen Sonne, sind leicht sukkulent und in Ostafrika, wo die herkommen, scheint nun mal die Sonne 12h am Tag und die vertrocknen da auch nicht oder bekommen sonnengeschädigte Blätter.

      Wie auch immer, das Substrat ist wahrscheinlich tot nach der Zeit und da sollte diese Pflanze einfach nicht mehr drinnen stehen.
      Wenn etwas wächst, gibt es auf der anderen Seite etwas anderes, das wächst auch...nur negativ.
    • Ich halte das alles nach der Beschreibung in allen Dingen für nicht übertrieben. Jetzt, wo lichttechnisch nix mehr geht, da muss nicht umgetopft werden, das wäre nur ein unnötiger Turbo.

      Viel eher sehe ich die Auswirkungen beim harten Wasser und genau das macht die üblichen Probleme. Jahrelang gehts gut, dann kippt die Sache.

      Das Fenster auf dem Foto ist ja auch kein finsteres Loch, es ist ein heller Platz. Umtopfen hat für meine Begriffe Zeit bis zum Frühjahr. Bei einer Umstellung seitens Giesswasser dürften sich die Aufhellungen beruhigen und damit ist momentan gedient. Alles andere hat Zeit.