Bitte um dringende Hilfe bei meiner Calathea Warscewiczii

    • Bitte um dringende Hilfe bei meiner Calathea Warscewiczii

      Hallo liebe Forumsmitglieder,
      Ich bin neu im Forum und habe erst innerhalb der letzten Monate meine Leidenschaft für Zimmerpflanzen entdeckt und versuche mich dabei stets weiterzubilden.
      Jetzt jedoch stoße ich bei meiner Calathea Warscewiczii an meine Grenzen. Die Calathea besitze ich seit etwa 5 Monaten und seitdem geht es mit ihr leider bergab. Ich habe bereits einen Luftbefeuchter besorgt, halte sie von der Heizung fern und versuche sie feucht, aber natürlich nicht zu feucht zu halten. Ich habe auch kürzlich ein neues Substrat ausprobiert und alle meine Pflanzen - bis auf die Calathea natürlich scheinen dieses gut anzunehmen. Beim umtopfen vor ca. 3 Wochen hatte ich sie auch gedüngt und seit dem nicht mehr.
      Ich habe einige Fotos angehangen, die Pflanze hat leider trockene Blattspitzen und seit 3 Tagen verfärben sich die Blätter langsam gelb. Ein neues Blatt ist auch am entstehen -das erste seit Ewigkeiten. Die Pflanze ist einfach ein Armutszeugnis ;(
      Ich wäre dankbar für jeden Tipp Punkt ich bin wirklich mit meinem Latein am Ende
      Liebe Grüße und herzlichen Dank ^^
    • Das lässt sich bessern, nicht panisch werden :)

      Wie hart ist das Giesswasser? Damit fängt alles an und ist für mehr oder weniger alles zuständig.

      Wird umgetopft, dann bitte 6-8 Wochen danach nicht düngen, weil Pflanzsubstrate vorgedüngt sind und zusätzlicher Dünger wie ein dreifacher Espresso in doppelter Ausführung wirken. Das verträgt man eher nicht.

      Giessen solcher Pflanzen mit warmem und weichem Wasser. Kalt will nicht jeder geduscht werden, die Patientin will das auf jeden Fall nicht. Hell will sie stehen, allerdings nicht in direkter Sonne um die Mittagszeit und auch nicht südseitig. Direkt am Fenster im Herbst und Winter sollte unbedingt sein, alles andere wird sonst zum Problem.

      Mit ein bisschen Umstellung/Veränderung lässt sich das richten.
    • Vielen herzlichen Dank zu allererst @kuerzlich :blush:

      Das Wasser ist hier leider unglaublich hart. Habe jetzt etwas abgefüllt, hatte gelesen, dass sich Kalk nach 1-2 Tagenam Boden absetzt...

      Das Substrat habe ich selbst 'angerührt' - ein Video diente als Vorlage. Drin ist Kokosfasererde, Perlite und Pinienrinde. Der Dünger kam nur von mir - tut mir leid wegen der Verwirrung.

      Den Platz habe ich kürzlich geändert, weil ich das Gefühl hatte, dass ihr der vorherige nicht gefallen hatte. Bisher habe ich das Gefühl, dass sie nur noch unglücklicher wurde :/

      Wie feucht soll die Erde sein? Hättest du da auch noch ein paar Tipps? Wenn ich die Fingerspitze hineinstecke ist es feucht.

      Lieben Dank ^^
    • Hm, solche Pflanzen sind für viele ein Rätsel.

      Eigentlich ist es simpel: Hell/leichte Sonne (vor Allem im Winter), warm, regelmäßiges und mäßiges Gießen (Regenwasser), leicht saures und lockeres Substrat, wenig Dünger, hohe Luftfeuchte.

      Eine Pflanze braucht eine Eingewöhnungszeit, wenn sie ins Haus kommt. Da fallen schon mal Blätter oder einige vergelben, selbst bei optimalem Standort. Wenn man dann herumdoktert und den Standort verändert, das Gießverhalten ändert, umtopft, die Luftfeuchte mal hoch mal niedrig ist, dann stresst das weiter und da wird keine Pflanze auf Dauer froh.
      Zumal: Neu getopft und dann noch zusätzlich gedüngt ist extrem schlecht bei diesen eher genügsamen Zeitgenossen.

      Bitte aus diesem überdüngten Substrat rausholen und noch mal neu eintopfen. Als Substrat eignet sich alles, was nicht zu nährstoffreich ist. Also sehr humose, kompostreiche Erde bitte nicht nehmen.
      Der pH-Wert sollte irgendwo bei 5,5 bis 6 liegen, was die meiste Baumarkterde ausschließt.
      Zum Aufllockern der Erde eignen sich Perlite, Lavagranulat und/oder Quarzsand. Die Pflanzen vertragen zu viel Dünger und zu nasse Erde gar nicht, demnach wird von April bis Oktober so aller zwei Woche eine niedrige Konzentration gedüngt und auch nur leicht gegossen, dafür regelmäßg, dh nicht einmal pro Woche den Topf fluten sondern aller paar Tage (je nachdem wie viel Pflanze verbraucht hat) mal ein paar Tropfen.
      Lockere Erde trocknet auch eher ab und verhindert so Wurzelfäule, lässt genug Luft an die Wurzeln und für einige Schädlinge auch eher unattraktiv.
      Die kommen aus den Tropen, aber das heißt: Regelmäßiger NIederschlag, schnell abtrocknender Boden, durchweg niedrige bis mittlere Nährstoffe auf saurem Boden.
      Die brauchen zudem in der Wohnung etwas Sonne, weil die Fenster viel Licht schlucken. Als Schatten-/Halbschattenpflanze entsprechen die Werte in der Wohnung einem Ost-/Westfenster oder Südfenster mit Schutz vor praller Mittagssonne. Ende Herbst/Winter wird die Sonne auch an der Südseite ganztags vertragen und auch benötigt.
      Luftfeuchte unter 50% ist auf Dauer nicht verträglich und längere Temperaturen unter 15/16 Grad sollten nicht sein. Kurz vertragen die mal 10 Grad, aber das auch nicht ständig. Also bitte ins geheizte Zimmer stellen.

      Umtopfen, leicht angießen, guten Standort finden, Luftfeuchte erhöhen. Dann bitte nicht in 4 Wochen Wunder erwarten. Die Pflanze ist knülle und braucht Ruhe, um sich zu erholen. Sie wird vermutlich weniger oder gar keine neuen Blätter bilden bis nächstes Frühjahr. Das Gießen kann auch im Winter reduziert werden, nur sollte die Pflanze nicht trocken fallen. Hier braucht man Übung.
      Ab April mit dem sanften Düngen beginnen und wieder etwas vermehrt aber moderat gießen. Das wird schon. Die völlig vertrockneten Blätter (einige werden wohl dazu kommen), können dann auch entfernt werden.

      Viel Erfolg, das wird schon. :)
      Wenn etwas wächst, gibt es auf der anderen Seite etwas anderes, das wächst auch...nur negativ.
    • Es wird sich kein Kalk am Boden absetzen. Das ist leider Quatsch.

      Gießen sie bitte mit Regenwasser oder einem Verschnitt aus 2 Teilen destilliertem Wasser und 1 Teil Leitungswasser. Sehr hart dürfte dann so über 24°dH sein. Das ist ordentlich. Besprühen sie die Pflanze wenn möglich auch nicht mit dem Leitungswasser.
      Wenn etwas wächst, gibt es auf der anderen Seite etwas anderes, das wächst auch...nur negativ.
    • Ich hab immer 5l-Kanister destilliertes Wasser hier. Das bereite ich gemischt mit Leitungswaser 1:2 warm zu und giesse es.

      Je nach Härte kann man auch 1:1 mischen.

      Zusätzlich kann, in Herbst und Winter wegen der Heizung, heisses, aufgekochtes Wasser in die Nähe der Pflanze gestellt werden. Der Dampf hält über Stunden die Luftfeuchte hoch und sorgt für ein angenehmes Kleinklima in der Umgebung.