Welche Pflanze ist das?

    • Das ist ein Weihnachtskaktus (Schlumbergera-Hybride). Die Pflanze ist etwas kompliziert, wenn man sie nicht gleich nach ein paar Monaten wegschmeißen möchte. Denn eigentlich ist das eine Massenware zu Weihnachten, weil sie da blüht und danach wird sie meist entsorgt, weil die richtige Pflege von den meisten Menschen nicht beachtet wird bzw sie ihnen zu kompliziert ist.

      Da er Knospen angesetzt hat, sollte er gerade regelmäßig gegossen werden mit kalkfreiem Wasser. Die Pflanze verträgt nur sehr weiches Wasser auf Dauer. Versalzte und verkalkte Erde führt auf Dauer zum Tod der Pflanze.
      Das ist eine Kurztagspflanze, das heißt, sie sollte nach Sonnenuntergang keinem künstlichen Licht ausgesetzt werden, weil dann die Gefahr besteht, dass die Knospen fallen. Also ein Karton der dunkle Tüte drüber ziehen, wenn sie in einem Raum steht, in dem man sich abends aufhalten möchte.
      Wenn die Blüten sich öffnen, kann man den Karton dann weglassen und sich erfreuen.

      Die Pflanze braucht es immer hell, und gerade jetzt kann sie auch an einem Südfenster stehen. Im Frühjahr/Sommer sollte sie nur im Halbschatten stehen, weil sie als Blattkaktus aus den Tropen keine pralle Sommersonne verträgt. Zerstreute Sonne oder früh bzw abends ist aber empfehlenswert.

      Die Pflanze ist eine Aufsitzerpflanze, dh sie wächst in Astgabeln großer Bäume, da muss man beim Substratwechsel nächstes Frühjahr schauen, dass es schön locker, leicht sauer und gut abtrocknen kann. Die Pflanze braucht Luft an den Wurzeln und kein dauernasses Substrat, sonst faulen die Wurzeln schnell weg. Eine leichte Feuchte ist erfoderlich. Ballentrockenheit sollte man in der Blühphase und Wachstumsphase vermeiden. Regelmäßig kalkfreies Wasser ist wichtig.
      Die Pflanze sollte immer bis auf eine Ausnahme Zimmertemperatur stehen im Winter.

      Die Pflanze hat 4 Phasen im Jahr:
      1) Wachstumsphase von Frühjahr bis Spätsommer
      2) im Herbst beginnt eine Trockenphase, in der man die Pflanze für ca 4 bis 6 Wochen kaum noch gießt (man verhindert nur noch vollständiges austrocknen und gießt pro Portion sehr wenig) und die Pflanze sollte bei bis zu 10 Grad stehen. Diese Trocken- und Kältephase hilft bei der Knospenbildung. Unter 10 Grad sollte sie nicht stehen. Von Ende September bis Anfang November reicht das.
      3) Wenn man sie dann ins Zimmer holt, sollte sie nicht mehr gedreht werden und keinem künstlichen Licht ausgesetzt sein, damit die Knospen nicht abfallen. Jetzt kann man wieder normal gießen.
      4) Nachdem die Blüten verblüht sind, beginnt ab ca Februar wieder eine Trockenphase, in der man kaum noch gießt und wenn ab April die Pflanze Neuaustrieb zeigt, wird normal gegossen und die Wachstumsphase beginnt erneut.

      Wichtig ist halt kalkreies Wasser, viel Licht (keine Mittagssonne im Sommer) und regelmäßige Feuchte, außer in den Ruhephasen. Die Pflanze braucht die Ruhephasen, sonst wird sie auf Dauer im Müll landen.
      Lockeres, saures Substrat beachtet, sonst faulen die Wurzeln gerne ab.

      Viel Erfolg.
      :)
      Wenn etwas wächst, gibt es auf der anderen Seite etwas anderes, das wächst auch...nur negativ.
    • Habe im Sommer einen Pflegefall bekommen. Die Pfanze war stark versalzt und verkalkt, der Stamm hat Salz- und Kalkschäden. Die Pflanze stand vermutlich in der prallen Mittagssonne im Sommer, deshalb die roten Blattsegmente und sie war stark trockengeschädigt. Durch zu basisches Substrat konnte sie auch kaum noch Nährstoffe aufnehmen und wurde wahrscheinlich auch zu stark gedüngt. Die Pflanze wäre mittlerweile gestorben.

      Nun hat sie jedoch Blüten bekommen und wird den Winter überleben.

      Wenn etwas wächst, gibt es auf der anderen Seite etwas anderes, das wächst auch...nur negativ.