Hilfe bei sehr großer Monstera

    • Hilfe bei sehr großer Monstera

      Hallo alle Zusammen,

      Ich habe ein Problem bei dem ich gerne einen Rat hätte da ich mir sehr unsicher bin was ich tun soll:
      Ich besitze eine sehr große Monstera (ca. 1,70m) die ich vor einigen Jahren gekauft habe, also leider nicht selber so groß gezogen.
      In letzter Zeit sterben mehrere Blätter, werden gelb und braun und fangen an, nach und nach immer mehr an zu hängen.
      Ich glaube das die Pflanze unbedingt neue Erde und einen größeren Topf braucht, nun weiß ich nicht ob ich sie jetzt umtopfen soll, da es ihr sichtlich nicht so gut.
      Verträgt die Pflanze ein umtopfen zu dieser Jahreszeit mit tendenziellen Lichtmangel?
      Die Pflanze bekommt aufjedenfall Licht, aber keine direkte Sonneneinstrahlung. Die Wintermonate im Norden Deutschlands sind jedoch sehr sehr grau und Lichtarm.
      Soll ich lieber warten bis zum Frühjahr oder jetzt handeln?
      Ich freu mich über jeden hilfreichen Tipp!
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    • Wie weit steht die Pflanze vom Fenster weg und welche Ausrichtung hat das Fenster?
      Wie sieht es mit Gießen, Düngen, Temperatur, etc pp aus? Hat der Topf Abzuslöcher oder steht in dem Quader ein Pflanztopf drinnen? Substrat sehr verdichtet, sehr nass, kann Luft zirkulieren?

      Btw Monstera sind sehr leidensfähig, was manche mit Verträglichkeit verwechseln. Zum Teil nach Jahren nicht guter Pflege kommen die an ihre Grenze. Sonne finden die auch schon gut und dann wachsen die auch ganz anders.
      Wenn etwas wächst, gibt es auf der anderen Seite etwas anderes, das wächst auch...nur negativ.
    • Hallo

      Das wären jetzt auch meine Fragen gewesen, vor allem, ob der Topf direkt bepflanzt ist. Die schwarzen Blattstellen ‚riechen‘ nach Sauerstoffmangel.
      Wenn es ein Südfenster ist, sollte das Licht generell ausreichen. Allerdings (das sieht man auf dem ersten Bild auch ganz gut) nimmt die Helligkeit im oberen Bereich ab.
      Auf einem Foto sieht es so aus, als sei das eine Blatt, und weiter unten evtl. Auch der Stamm, von der Befestigung eingeschnürt, täuscht vielleicht.
    • Also:
      Die Pflanze steht ca. 1,50m vom Fenster entfernt, die Fensterfront ist nach Westen ausgerichtet. Sonneneinstrahlung bekommt sie an dem Standort leider nicht.
      Ich könnte sie direkt ans Fenster stellen, dort ist es aktuell jedoch sehr kalt, altes Bauernhaus mit undichten Fenstern. Zudem ist ein kleines Kippfenster, dies wäre dann ca 2m entfernt, in der Nacht offen.
      Gießen tu ich sobald die Oberfläche der Erde trocken ist, pauschal so alle 1 1/2 Wochen, düngen eher unregelmäßig und seltener.
      Der Topf hat leider keine Luftlöcher oder Untertopf und wie schon erwähnt braucht sie unbedingt frische Erde. Die Seile sind eigentlich locker befestigt, dachte damit die Blätter weiter nach oben ragen und mehr Licht abbekommen. Soll ich die wieder entfernen? Kann auch gerne ein genaueres Bild machen
      Ich weiß das hört sich alles nicht so gut an, aber ich will unbedingt das es ihr besser geht und bin gerade überfragt was wohl als erstes zu tun ist gerade wegen der Jahreszeit.
      Vielen Dank euch beiden schonmal!
    • Also die Pflanze steht in einem Topf ohne Abzugslöcher, in Dunkelheit und bekommt auch noch kalten Zug durch die undichten Fenster? Das sind allesamt keine guten Bedingungen. Wohin soll sie denn ragen, an die dunkle Zimmerdecke oder an dieses Kippfenster?

      Die Pflanze muss in einem Raum stehen, wo sie nicht dauerhaft dem kalten Zug ausgesetzt ist. Zudem braucht sie einen Fensterplatz. Der Standort gerade ist einfach zu dunkel. Dann braucht sie ein anderes Gefäß. Die Wurzeln brauchen Luft. Man kann nicht abschätzen, inwiefern die Wurzeln hier einen Schaden haben, weil man keinerlei Überblick hat, ob im Innern des Topfes Staunässe herrschen. Die Flecken auf den Blättern deuten stark darauf hin, dass hier bereits Scäden herrschen. Bleibt die Pflanze darinnen, wird das vermutlich ihr Tod sein.
      Die Pflanze kann im Winter durchaus zur Hälfte abtrocknen. Hier wird einfach alle klatschnass sein unten im Topf. Die Wurzeln rotten vor sich hin, bakterielle/pilzliche Infektionen lassen nicht lange auf sich warten.
      Dünger braucht sie gerade nicht, weil sie den eh nicht verarbeiten kann. Dass sie auch frische Erde braucht, versteht sich von selbst.

      Bitte einen geeigneten Standort finden, an dem kein kalter Zug herrscht. Die Pflanze wird das auf Dauer nicht mögen. Sie braucht ein hellen, sonnigen, warmen Standort. Am dringensten muss sie allerdings aus diesem Topf raus. Der Wurzelballen muss begutachtet werden. Vertrocknete, faule Wurzeln entfernen und dann kommt die in einen großen Topf mit Löchern. Als Erde sollte man keine vollgedüngte Erde verwenden, wenn sie im Dunkeln steht, das macht es nicht besser. Anzuchterde ist meist mit Sand und wenigen Nährstoffen angereichert. Das sollte es fürs Erste tun. Dann wird die angegossen und nur gewässert, wenn die Erde so in 10cm trocken ist und auch nicht, bis unten alles rausläuft, sondern so, dass der Ballen dauerhaft leicht feucht ist, dh die Erde soll dann auch nur leicht feucht sein. Dh, dass die auch nicht so oft und mit kleineren Portionen gegossen werden sollte. Sie verbraucht ja nicht so viel bei wenig Licht.

      Ich würde mir über die Konstruktion und Befestigungen erst mal nicht so viele Gedanken machen, weil da noch das eine oder andere Blatt verlustig geht. Anwarten, was da in ein paar Wochen noch übrig ist.
      Wenn etwas wächst, gibt es auf der anderen Seite etwas anderes, das wächst auch...nur negativ.
    • Also ein kleines Update:

      Ich habe der Pflanze heute vor einer Woche frische neue Erde gegeben und den Kübel mit Luftlöchern versehen. Sie hat einen Standort bekommen an dem sie ausreichend Licht bekommen sollte und das auch von mehreren Seiten. Die Temperatur ist angemessen und es besteht ausreichend Entfernung zur Heizung, Zug bekommt sie ebenfalls nicht.
      Da die neue Erde noch leicht feucht war habe ich sie nur sehr sehr leicht gegossen.

      Seit dem Erdwechsel hängen jetzt leider alle Blätter sehr schlaf runter, klar ist der Wechsel stressig für die Pflanze aber etwas anderes hätte ich ja auch nicht tun können.
      Kann ich noch irgendwas tun um die Pflanze zu unterstützen oder kann man jetzt nur abwarten ob sie es von alleine packt?
    • cicero schrieb:

      Hm, so schnell kann sie doch gar nicht durchhängen nur weil sie zu wenig angegossen wurde. ....

      Ja, idR sollte das nicht an zu geringem Angießen bei einer Monstera liegen. Wobei ich nicht weiß, was das für ein Substrat ist, umgekehrte Kapillareffekte könnten möglich sein, wenn auch gering warscheinlich.

      Nja, abwarten, was zum Ballen geschrieben wird.
      Wenn etwas wächst, gibt es auf der anderen Seite etwas anderes, das wächst auch...nur negativ.
    • Es hatte sich unten im Topf Staunässe gebildet, aber nicht sehr stark. Es gab keine fauligen Wurzeln einige waren jedoch gut feucht. Beim umtopfen sind leider auch einige Wurzeln weggerissen.
      Mäßig gießen heißt für mich die Oberfläche einmal zu befeuchten, ich wollte hier nicht übertreiben da die Erde (Pflanzenerde ausem Fachgeschäft) von der Lagerung noch etwas feucht war.
      Habe am Montag nun doch noch etwas Wasser nachgekippt, vll einen halben Liter (50x50x50 Gefäß also auch das ist nicht extrem viel).
      Die Erde ist aktuell oben etwas trockener geworden und unten soweit ich das erfühlen kann noch leicht feucht.
      Sollte ich noch Flüssigdünger hinzugeben oder damit lieber warten? Doch noch mehr gießen?
      Ob Ballen oder lose Wurzeln ist tatsächlich nicht ganz so einfach zu beantworten, ich würde sagen sowohl als auch, wobei es mehr lose waren glaube ich. Man konnte die Pflanze aufgrund der nicht in einfach aus dem Topf rausheben, daher haben wir sie vorsichtig freu gebuddelt.
      Danke für eure Antworten!
    • Ja, ein Wurzelballen besteht auch aus einzelnen Wurzeln und man es nicht klar abgrenzen. Ein dichter Wurzelballen fällt nicht auseinander. Ich versuche mir ein Bild zu machen, wie es in dem Topf aussieht. Wenn ich eine Monstera drei Jahre in einem Topf habe, „platzt“ der Topf fast von Wurzeln. Und ich würde sagen, wenn dem nicht so ist, stimmt etwas im Topf nicht.
      Wenig Licht, niedrige Temperaturen und ein etwas zu feuchtes Oder schlecht durchwurzeltes Substrat können da zusammenwirken. Viel gewachsen ist deine Pflanze ja anscheinend auch nicht.
      Hast du die Pflanze nach dem Kauf in diesen Topf gesetzt?
    • Naja gewachsen ist die Pflanze schon, bzw hat permanent neue Blätter gebildet.
      Die Pflanze habe ich in dem Topf gekauft, dass war ein Privatkauf.
      Temperatur + Licht sollten eigentlich nun ausreichen, den Topf habe ich ja auch mit ausreichend Löchern versehen.
      Vielleicht ist es doch einfach der Wechsel der Erde plus die Jahreszeit und vielleicht brauch sie einfach noch etwas Zeit, aber nach 1 1/2 Wochen hätte ich schon Besserung erwartet, zudem es ihr seit dem "umtopfen" schlechter geht als vorher.
      Ich weiß wirklich nicht was ich noch tun kann damit es ihr besser geht :(
    • Bitte keinen Dünger. In der Erde sind Nährstoffe genug. Nachdüngen schadet hier mehr als nützt.

      Wenn die Erde leicht feucht ist, muss nicht nachgegossen werden.

      Die Sache mit dem Ballen bzw einzelnen Wurzeln ist halt nicht so gut. Umtopfen generell ist Stress und beschädigt den Ballen. Wenn hier zusätzlich Wurzeln herausgerissen oder abgefallen ist, ist das noch stressvoller.

      Falls die Pflanze nun einen guten Standort hat, sollte man ihr evtl Zeit geben, sich zu erholen und neue Wurzeln zu bilden.
      Wenn etwas wächst, gibt es auf der anderen Seite etwas anderes, das wächst auch...nur negativ.
    • Verliert eine Pflanze hier einen Teil ihrer Wurzeln und wird dann auch nicht durchdringend angegossen (das ist ein Muss nach dem umtopfen), dann passiert genau das.

      Die Wurzeln verlieren durch ihre Verletzungen Wasser und durch das reduzierte Volumen passt das Verhältnis von unten nach oben nicht mehr. Damit ist die Pflanze aus dem Konzept und kann so den Zelldruck nicht aufrecht erhalten.

      Dazu passiert im Topf etwas, dass man durch angiessen vermeidet. Die Düngersalze im Substrat ziehen Wasser, das nicht da ist und so kommt es zu Wurzelschäden.

      Ähnlich einem Stück Fleisch, das man in Salz legt. Auch dieses Salz zieht das Wasser aus den Zellen.

      Die Monstera ordentlich durchgiessen, die darf die ersten paar Tage gerne deutlich feucht sein. Dann eben abwarten, bis alles antrocknet, aber lange nicht austrocknet.

      Steht sie dann wirklich gebadet da, dann muss sich innerhalb kurzer Zeit der Zelldruck stabilisieren und die Blätter stehen straff da.

      Im Bedarfsfall bitte hupen :)
    • So, jetzt weiß BriniP was alles schief laufen kann aber wahrscheinlich gar nicht mehr, was er tun soll.
      Angießen: ja immer! fast! Das Angießen dient nicht der Bewässerung sondern dem Einschlämmen des Substrats in Hohlräume und zwischen die Wurzeln, damit die Wurzeln Kontakt zum Substrat haben. Wichtig auch bei feuchtem Substrat oder Regen. Wenn/Falls die Wurzeln durch Nässe oder Sauerstoffarmut geschädigt sind verzichte ich aber darauf bzw. verschiebe das Angießen.

      In diesem Fall ist es schwierig zu sagen, tu dies oder das. Wir haben die Wurzeln nicht gesehen (ein Foto beim Umtopfen hätte vielleicht etwas geholfen) und ich kann nicht mit Bestimmtheit sagen, was das Problem ist. Ferndiagnosen sind schwierig. Anhand der Fotos war und bin ich bei der Einschätzung: Wurzelprobleme, zu feucht bzw. zu wenig Sauerstoff. Etwas Kälte, Zugluft und Lichtmangel vielleicht auch, das alles 'unterstützt sich gegenseitig'. Wassermangel kann innerhalb von Stunden ausgeglichen werden, Wasserüberschuss mit entsprechenden Schäden nicht. Wenn die Pflanze in feuchtem Substrat schlappt, ich möchte fast sagen: angegossen oder nicht (sie hatte ja auch noch (etwas) Wurzelballen) war sie einfach zu feucht. Der etwaige Langzeitdünger im neuen Substrat liegt da im Substrat nicht wie das Salz auf Pommes . Also ich würde hier auf ein durchdringendes Angießen nicht bestehen.

      Falls BriniP noch mitließt: Wo/wie steht die Pflanze denn jetzt? Warm, ohne offenes Fenster? Licht von zwei Seiten?
    • cicero schrieb:

      Der etwaige Langzeitdünger im neuen Substrat liegt da im Substrat nicht wie das Salz auf Pommes . Also ich würde hier auf ein durchdringendes Angießen nicht bestehen.


      Angiessen ist wichtig, weil durch das lösen des Wurzelballens Schäden entstehen und die durchschlagende Schäden mitbringen können.
      Das mit dem verschlämmen stimmt, allerdings gehts hier auch um einen gesunden Wasserhaushalt, der schlappe Blätter verhindert.

      Mit was vorgedüngt worden ist, man weiss es nicht. Muss kein Langzeitdünger sein. Hat ein Wurzelballen Substanz verloren, dann wirds problematisch.

      Wenn nach wenig giessen nach dem Umtopfen die Blätter hängen, dann wirds kaum ein Übermaß an Wasser gewesen sein.
    • Moin alle Zusammen,

      Ich bin am Mittwoch dem Rat gefolgt und hab die Pflanze reichlich gegossen. Der modifizierte Topf, also die eingebohrten Löcher erfüllen aufjedenfall ihren Zweck, sodass Staunässe jetzt eher ausgeschlossen werden kann.
      Einen Tag später war jedoch noch alles unverändert, bin nun übers Wochenende weg und muss dann am Sonntag schauen ob es was gebracht hat.
      Die Pflanze steht am Fenster und Tür und bekommt so Licht von mehreren Seiten und sofern das Wetter hier endlich mal wieder etwas besser wird auch von oben.
      Ein Fenster ist dennoch über Nacht auf, dass ist allerdings nicht das was genau an die Pflanze angrenzt sondern etwas entfernt. Sie steht nicht direkt im Zug, aber ich habe eine Einzimmerwohnung und ein Fenster muss in der Nacht leider offen sein. Hierauf verzichte ich allerdings wenn es draußen unter 3Grad sind.
      Ja ein Foto von den Wurzeln wäre bestimmt hilfreich gewesen, da habe ich nicht so schnell drüber nachgedacht.
      Ich glaube ich habe nun alles getan was ich konnte und muss wohl leider abwarten und hoffen.
      Danke euch allen für die zahlreichen Tipps! Ich berichte gerne wie das ganze ausgegangen ist
    • BriniP schrieb:

      Ein Fenster ist dennoch über Nacht auf, dass ist allerdings nicht das was genau an die Pflanze angrenzt sondern etwas entfernt. Sie steht nicht direkt im Zug, aber ich habe eine Einzimmerwohnung und ein Fenster muss in der Nacht leider offen sein. Hierauf verzichte ich allerdings wenn es draußen unter 3Grad sind.


      Das ist allerdings ein neuer Aspekt und für meine Begriffe ein sehr wichtiger.

      Für eine Monstera ist das zu kalt. Auch wenn sie nicht direkt die kalte Luft abkriegt, sie tut es und das schafft sie nicht ohne Schaden.

      15 Grad sind der ca.-Wert, unter den es nicht gehen sollten. In der Nähe vom Gefrierpunkt ist das eine Gratwanderung.
    • Ich war nun für zwei Wochen weg, hatte gehofft das nicht öffnen der Fenster in dieser Zeit hilft. Aber leider nein.
      Die Blätter hängen noch mehr, werden stellenweise gelb und der Stamm wird an einigen Stellen schrumpelig.

      Der erste Standort war nach Angaben hier zu dunkel, jetzt ist es zu zu kalt. Wobei alle anderen Pflanzen mit der Temperatur auch gut zurecht kommen. Ich habe leider keine Möglichkeit sie wärmer zu platzieren ohne das Licht zu nehmen.

      Hat noch jemand eine Idee wie ich die Pflanze retten kann?
      Bei dem unteren Verholzungen ist ein "Ast" etwas gebrochen, der schrumpelt am meisten. Macht es Sinn diese Stellen wegzuschneiden?