Substrat und Bewässerungstöpfe

    • Substrat und Bewässerungstöpfe

      Hallo,

      ich bin ein wenig verwirrt und hoffe ihr könnt mir ein bisschen Klarheit bringen.

      Es geht um das Thema Substrat und Töpfe mit Bewässerungsanzeige.

      Da einige meiner Pflanzen grade umgetopft werden müssten habe ich mich zum Thema Substrat belesen. Nun steht hier ein 25L Sack einer der bekannten Firmen, wenn’s ums Pflanzensubstrat geht. Im Gartenabteil des Baumarkts bin ich über Töpfe mit Gießanzeiger gestolpert. Ich habe eine Verkäuferin gefragt, ob diese Töpfe für Pflanzen im Substrat geeignet sind und sie meinte, ja klar!

      Auf der Seite des Substratherstellers steht, Pflanzen mit Erdballen in den Topf geben und mit Substrat auffüllen. Im Internet berichten alle, dass man gründlichst die Erde von der Wurzel entfernen soll wegen Schimmelgefahr. Macht meiner Meinung auch Sinn.

      Nun habe ich gestern meine Palme gründlich von Erde befreit und in den neuen„Bewässerungstopf“ mit Substrat gestellt. Wasser über den Bewässerungskanal eingefüllt bis die Anzeige im Bereich Max stand. Heute Morgen war die Anzeige komplett abgefallen bis unter Min. Habe nochmal Wasser aufgefüllt. Als ich von der Arbeit kam, war die Anzeige wieder unten. Muss das Substrat eine gewisse Feuchte annehmen, damit das mit der Anzeigefunktion funktioniert oder passt Substrat und diese Bewässerungstöpfe nicht zusammen? Ich habe irgendwie kein guten Gefühl ständig Wasser aufzugießen, da mein Verstand mir sagt, dass die Wurzel doch dann im Nassen steht. Oder denke ich zu kompliziert und das ist richtig so?

      Vielleicht hat jemand einen Tipp.

      Lg
      Thomas
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    • Ich bin persönlich kein Freund von Seramis und das grade wegen solcher Kunststückchen. Wieviel Wasser ist jetzt drin und ist es genug? Oder ist es schon wieder zu viel? Die Anzeiger sind alle mögliche, nur nicht genau.

      Ich würde jetzt einfach rechnen für Anfänger versuchen, damit das alles überhaupt Hand und Fuß haben kann auf Dauer.

      Pflanze austopfen und den Feuchtigkeitsgrad überprüfen. Steht Wasser unten drin? Wie hoch ist das Seramis befeuchtet?

      Will man in Seramis topfen, dann kann das Substrat bleiben, der Topfballen ist eine Einheit, die muss man nicht unnötig zerstören.

      Ein weiteres Problem sind die geschlossenen Töpfe, es gibt keine Abzuglöcher. So kann unentdeckt Wasser in bedrohlicher Menge stehen und bis man das begreift, die Pflanzen werden irgendwann schlapper und man giesst natürlich nach, da ist es dann beinahe zu spät.

      Bei Fragen bitte fragen :)
    • Genau, Seramis empfiehlt einen geschlossenen Topf. Ich habe einen „Anzuchttopf/Blumentopf“ plus einen Übertopf im Einsatz. Im Anhang ein Bild.

      Bildlich stelle ich mir das wie einen trockenen Schwamm vor, der mit einer Ecke im Wassergefäß hängt. Der Schwamm saugt sich 1/3 voll, Gefäß ist leer. Ich fülle Wasser auf, Schwamm saugt sich 2/3 voll - Gefäß wieder leer und so weiter. Deswegen war mein Gefanke, muss das ganze eine gewisse Feuchte annehmen, damit das mit der Anzeige funktioniert oder ist das alles schlussendlich zu nass.

      Als ich begonnen habe über Seramis zu lesen hat das absolut Sinn gemacht. Im Nachhinein bin ich seh skeptisch. Ich werde diese Pflanze wohl als Versuchsobjekt sehen.

      Gruß Thomas
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    • Willst du klar und krass? Wenn man wenig Erfahrung hat, sollte man sich an die Empfehlungen des Herstellers halten. Und evtl. an Original Zubehör. So, da hast du‘s! ;o)

      Dass du dich weitergehend informiert hast, ist lobenswert, leider liest man aber auch viel Unsinn.
      Seramis ist durchaus so verwendbar, wie es der Hersteller empfiehlt. Mit ‚Erd’ballen. KeinSchimmel, da nicht für die Anstaubewässerung gedacht. Es funzt auch ohne diesen Erdballen, aber man sollte bedenken, dass das Auswaschen sämtlicher ‚Erde‘ (Originalsubstrat) sehr stressig für die Pflanze ist. Die Pflanze sollte nach dem eintopfen dann erst recht gut von oben angegossen (und eingeschlämmt) werden. Dadurch wird das Seramis angefeuchtet (saugt anschließend nicht sonheftig) und die Wurzeln bekommen besseren Kontakt im neuen Substrat.
      Seramis ist kein Substrat für die Anstaubewässerung. Bei Töpfen mit Wasserreservoir sollte der Wasserstand von dem durchwurzeltem Substrat getrennt sein und das Wasser durch einen Schacht mit Substrat oder ein Dochtsystem zu den Wurzeln transportiert werden. Ich schätze, bei deinem Topf steht zu viel Substrat im Wasser wenn das Reservoir genutzt wird.
      Seramis bzw. Hersteller Westland Deutschland empfiehlt geschlossene Töpfe, ja. Darüber wird diskutiert, seit es dieses Granulat und die Empfehlung gibt. Ich empfehle einen gelochten (das Substrat sollte nicht heraus rieseln) Kulturtopf. (Man kann die Pflanze gründlich angießen, durchspülen, abduschen oder mal versehentlich übergießen und das Wasser kann abfließen)
      Ich persönlich finde Seramis (habe es vor einigen Jahren ein paar mal benutzt) ganz gut für kleinere Pflanzen wie Farne, Grünlilie, Einblatt. Mit oder ohne Originalsubstrat. Seramis speichert viel Feuchtigkeit und bleibt dabei recht luftig und stabil. Das ist gut so, aber that‘s it. Zu verwenden als Substrat wie Blumenerde, nur mineralisch. Dazu gibt es Feuchtigkeitsmesser (nicht Wasserstandsanzeiger) des Herstellers, die man verwenden kann. Wenn man es mit Langzeitbewässerung mit Wasserreservoir verwenden will, muss man ggfs. experimentieren (wird genug, zu wenig oder zu viel Wasser nach oben gesaugt). Höhere, große, schwere Pflanzen müssen gut im diesem Substrat verwurzelt sein, es hat wenig ‚Scherfestigkeit‘.
      Das sogenannte ‚Pon‘ (Substrat eines anderen Herstellers) wird mit doppelten Boden (sprich:Reservoir-Töpfen mit Schacht) verkauft. Funzt! (Soweit ich das beurteilen kann.)
      Tonkügelchen for Hydrokultur von Luwasa oder anderen Firmen sind für die (periodische) Anstaubewässerung gedacht, ohne doppelten Boden.
      Letztlich muss mit jedem Substrat etwas Erfahrung gesammelt werden.
      Nebenbei: deine Pflanze ist keine Palme, es ist ein Drachenbaum, Dracaena reflexa var. angustifolia, bzw. eine Sorte davon.