Luftentfeuchter

    • Luftentfeuchter

      Habt ihr Erfahrungen mit den kleinen Boxen die die Luft entfeuchten für kleine Räume. Es gibt sie um die 15 Euro. Ich meine also keine grossen Geräte. Sie sollen etwa 3 Monate halten je nach Feuchte und funktionieren mit einem Granulat. Meine Frage wäre wie sehr sie es reduzieren ob es dann staubtrocken damit ist oder im mittleren Bereich.

      Gruss
    • Meinst Du diese Plastikboxen, wo man sich auflösendes Granulat einfüllt?

      Kommt drauf an, wie hoch die Luftfeuchte im Raum ist, wie groß der Raum ist, was in dem Raum passiert usw. Die Leistung ist halt relativ limitiert.

      Ein Raum hat ein optimales Niveau. Darunter zu gelangen, ist für solche Boxen relativ schwierig.

      Das kannst Du mal durchrechnen. Also Raumgröße m³ messen oder pi mal Daumen schätzen und dann relative Luftfeuchte minus gewünschte relative Luftfeuchte ermittelt g/m³ Wasser das von so einer Box aufgesaugt werden müsste. Die mittlere Leistung einer größeren 1kg Box beträgt max bis zu 80ml am Tag.
      Ein kg Granulat kann im Mittel maximal 4L aufnehmen.

      Hinzu kommt die menschliche Anwesenheit, die pro Stunde und Person mind. 11g Wasser erzeugt. Wird der Raum gelüftet, wie ist die Isolierung usw usf.?
      Je niedriger die Ausgangsfeuchte, desto länger dauert es, je kälter, desto langsamer nehmen die Salze das Wasser auf (auch hier uU unwirksam). Unter 50% Feuchte wird so eine Box kaum gelangen, dazu fehlt auch schlicht Energie im System.

      Für schnelle Effekte ist das jedenfalls nicht gedacht. Es sei denn, Du willst von 90% bei 25 Grad runter auf 80% innerhalb einer Woche.
      Wenn etwas wächst, gibt es auf der anderen Seite etwas anderes, das wächst auch...nur negativ.
    • der Raum ist etwa 20 m2 gross.
      Manchmal krieg ich die Feuchtigkeit nicht mehr runter. Die ist wieder seit ner Woche zwischen 65 minimun und 81 maximum wenn ich die Wäsche aufhänge. Wenn ich lüfte bin ich dann bei 55 wenn ich Glück habe, momentan nur dann auf 62. Nach 5 Minuten hab ich aber wieder den alten Wert..... Ich möcht einfach grad dauerhaft aus dem erhöhten Bereich raus in einen "normalen", also nicht für immer aber mal ein paar Tage oder Stunden. Da dachte ich an so eine Box. Und wenn das Wetter draußen trockener ist und das hier wieder drinnen besser läuft kann man den Entfeuchter vielleicht in eine trockene Box legen und quasi wieder rausholen wenn ich ihn wieder brauche .

      Kann das so funktionieren?
    • Also Wäsche trocknen und so eine Box im Raum? Ich denke nicht, dass das funktioniert. Wenn dann noch Menschen, Pflanzen oä im Raum sind, wirds noch schwerer.

      Ich kenne ja die Isolierung des Hauses nicht. Am Ende dringts halt von draußen oder anderen Räumen wieder rein in das Zimmer. 20m² sind bei vllt 2,50m hohen Wänden schon 50m³. Die Hersteller geben zwar an, dass eine große 1kg Box für an die 50m³ reichen würde, aber das ist utopisch. Hier würde ich dann eher zu nem konventionellen Luftentfeuchter raten bzw einfach täglich stoßlüften und normal heizen.

      Gegen Schimmelbildung oä helfen die Boxen eh nicht.
      Wenn etwas wächst, gibt es auf der anderen Seite etwas anderes, das wächst auch...nur negativ.
    • Nein, nicht bei vorhandenem Schimmel.

      Höchstens in der Prävention denkbar, aber hier ist die Wirksamkeit in großen Räumen bereits limitiert, bei Anwesenheit von Feuchtequellen (Menschen, feuchte Wäsche, Pflanzen, etc) erst recht.

      Wenn die Hersteller damit werben, sollte man sich genau anschauen, wie die Formulierung ist.
      Wenn etwas wächst, gibt es auf der anderen Seite etwas anderes, das wächst auch...nur negativ.
    • Bei Schimmel gehts ja vordergründig um Kältebrücken und die kriegt man mit Entfeuchtern so nicht in den Griff.

      Eine Kältebrücke ist gerne bei alten Verglasungen der Fensterrahmen. Der Kitt ist brüchig, das Glas dünn, ergibt die kälteste Stelle an der Wand. Dort kondensiert das Wasser und das gibt dauerhaft gesehen Schimmel.

      Werden die Fenster ausgetauscht, die Wände aber nicht isoliert, dann wandert die Kältebrücke eben an die Wand und wird dort feucht.

      Wenn jetzt die Reduzierung der Luftfeuchte nur im Raum stattfindet, dann tut das einer Kältebrücke nicht weh. Die sind ja eher nicht von Anfang an sichtbar. Eine kalte Wand bleibt kalt, es sei denn, man traktiert die Aussenwände massiv mit Wärme. Was sich keiner leisten kann und sich auch keiner antut.

      Stehen auch noch große Möbel bei so einer Konstellation an den Aussenwänden, dann passiert dahinter gerne ein unsichtbares Drama.

      Also kurz zusammengefasst und hoffentlich ohne einen Fehler in der Erklärung ;)
    • Genau. Wobei man hinzufügen muss, dass sich solche "Wärmebrücken" oft schwer ausfindbar machen lassen.

      Auch wenns abgedroschen klingt: Stoßlüften und angemessenes Heizen helfen da wirklich sehr gut.

      Mit dem Heizen nicht übertreiben.Je wärmer der Raum, desto höher der absolute Wasseranteil (auch wenns relativ bei 60% sein mag), desto mehr Nässe an der Kältebrücke. Das merkt man meist bei "nassen" Fenstern am nächsten Morgen. Mit nem Tuch abwischen und dann halt lüften.
      Wenn etwas wächst, gibt es auf der anderen Seite etwas anderes, das wächst auch...nur negativ.
    • Caleb schrieb:

      Auch wenns abgedroschen klingt: Stoßlüften und angemessenes Heizen helfen da wirklich sehr gut.


      Ich hab mal in einer Altbauwohnung gewohnt, da ist an den einfachverglasten Doppelfenstern (also die Sorte, die man jeweils separat öffnen kann und die geschlossen 2 Scheiben ergeben) das Wasser geflossen.

      Ich hab gewischt und aufgesaugt und natürlich heftig gelüftet, das hat aber im Winter nicht gefruchtet. Es war alles wieder sofort nass.

      Da hat auch alles mit Handtüchern auslegen nix mehr geholfen.

      Geschimmelt hat zu dem Zeitpunkt sichtbar nichts. Gut anfühlen tun sich solche Sturzbäche aber wirklich nicht.
    • Ich wohne im komplett unsanierten Zustand. Vor 4 Jahren sind allerdings hier mal neue Fenster straßenseitig reingekommen, im Bad habe ich noch ein altes Holzfenster von anno dunnemal, in der Küche so ein Billigplastikfenster. Das Plastikfenster ist da eigentlich am Schlechtestens was Kodensat anbelangt, aber mit Lüften gehts dort bei mir weg. Ich heize halt dort nicht und die Feuchte kommt dann von der sinkenden Temperatur im Winter.

      Nur auf Altbau zu schieben und Einfachfenster scheint mir da nicht ausreichend.
      Wenn etwas wächst, gibt es auf der anderen Seite etwas anderes, das wächst auch...nur negativ.