Cymbidium pflegen

Cymbidiumblüte

Cymbidium

Cymbidiumblüte
© Foto: Wolfgang H.
Thailand
 

Deutscher Name: Cymbidie
Wissenschaftl. Name: Cymbidium
Wuchshöhe: 20 bis 150 cm
Blütezeit: zwischen November und Februar
Verwendung: Blütenschmuckpflanze
Schwierigkeit:
anspruchsvoll

Zur Gattung Cymbidium zählen etwa 50 verschiedene Arten von Orchideen. Bei den in Zimmerkultur gehaltenen Cymbidien handelt es sich um epiphytische Orchideen. Die meisten Orchideen dieser Gattung haben einem holzigen Rhizom entspringende kurze, aufrecht wachsende Pseudobulben mit lederartigen, streifenförmige Blättern. Die Blüten wachsen bei diesen Orchideen traubenartig auf langen, aufrechten oder geneigten Stielen.

Steckbrief / Beschreibung

Die schönsten Cymbidium-Züchtungen sind kleinwüchsige Orchideen, die innerhalb einer Saison bis zu 35 Blüten mit einem Durchmesser von bis zu 8 cm ausbilden. Die Blüten sin bei den meisten Züchtungen stark duftent und mahagonirot, rosarot, gelb, grün oder weiß gefärbt. Die einzelnen Blüten öffnen sich von unten nach oben am Stiel über einen Zeitraum von mehreren Wochen, beginnend im Winter bis zum frühen Sommer. Die Cymbidium eignet sich gut für die Pflege in einem lichtdurchfluteten Badezimmer, sofern sie nicht direkt von der Sonne beschienen wird.

Cymbidium devonianum ist eine der kleinwüchsigen Formen, von der viel weitere Hybriden abstammen. Jede der etwa 5 bis 6 cm langen Pseudobulben bildet 3 bis 5 lederartige, grün gefärbte Blätter aus, die eine Länge von 15 bis 35 cm und eine Breite von etwa 7 cm erreichen. Die Blütenstiele sind bei dieser Orchidee etwa 25 bis 30 cm lang und bilden 8 bis 10 gelbolivgrüne Blüten mit dunkler purpurroter Zeichnung. Die Lippe der Blüte ist in hellem purpurrot gefärbt.

In Kulturhaltung findet man fast ausschließlich Hybriden. Sie werden alle generell unter der botanischen Bezeichnung Cymbidium-Hybriden zusammengefasst. Auf dem Markt befinden sich zahlreiche Sorten wie beispielsweise: Cymbidium devonianum "Minuet", eine Hybride mit 30 bis 40 cm langen Blütenstielen, an denen sich bis zu 20 Blüten mit 2 bis 3 cm Durchmesser entwickeln. Die Blüten sind meist gelb, grün oder braun gefärbt, wobei die Lippe stets dunkler gefleckt ist.

Cymbidium devonianum "Peter Pan" hat 25 bis 35 cm lange Blütenstiele, an denen sich 10 bis 15 grünlichgelbe Blüten mit einem Durchmesser von 2 bis 3 cm entwickeln. Die Lippe der Blüte ist dunkelmahagonirot gefleckt.

Standort / Licht

Gattungen der Cymbidium benötigen einen hellen Standort ohne direkte Sonne. Um die Blühwilligkeit dieser Orchideen zu erhöhen, stellt man die Cymbidium ab Mitte Mai bis Oktober ins Freie.

Pflanzen bleiben nur gesund und vital, wenn ihre Lichtbedürfnisse erfüllt werden. Kenntnisse über die Lichtstärke, angegeben in Lux, geben Auskunft ob der Standort hell genug ist. Pflanzen mit geringem Lichtbedarf benötigen immer noch mindestens 500 bis 600 Lux. Zimmerpflanzen für sehr helle Standorte brauchen 1600 Lux und mehr.

Himmelsrichtung, Jahreszeit, Verglasung und vor der Wohnung stehende Bäume und Büsche reduzieren die Lichtstärke schnell um 30 bis 70%. Bereits 2 bis 3 Meter hinter einem hellen Fenster kann es bereits zu dunkel für die meisten Topfpflanzen sein. Auch zu viel Licht ist für zahlreiche Zimmerpflanzen schlecht, es muss abgeschattet werden oder man ändert den Standort.

Lichtmangel Symptome

  • Lange, helle zum Licht wachsende Triebe, weiter Blattabstand und bleiches, aufgehelltes Laub
  • Schlaffer, nicht stabiler Wuchs
  • Dünne, blassgrüne, durchscheinende Blätter
  • deutlich zu kleine Blätter, weiche Triebe
Standort finden

Sicherheit über die Lichtstärke erhält man nur mit einem Luxmeter. Dieses wichtige Hilfsmittel finden Sie hier:

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Lesetipp: So findet man den richtigen Standort
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Gießen / Wässern

Während der Wachstumsperiode gießt man die Orchideen mäßig, die Erde sollte vor der nächsten Wassergabe an der Oberfläche leicht abtrocknen. Bei der nächsten Wassergabe sollte der Erdballen dann aber gründlich durchfeuchtet werden. In der Ruheperiode gibt man den Orchideen nur soviel Wasser, dass die Erde nicht vollständig austrocknet. Zu kräftiges Gießen, ohne das Substrat ein wenig abtrocknen zu lassen, ruft meist Fäulnis hervor.

Wann, wie viel und wie oft gegossen wird kann nicht generell beantwortet werden. Das sorgt, besonders bei unerfahrenen Pflanzenfreunden für Unsicherheit. Man sollte es sich aber auch nicht zu schwer machen.

Grundsatz beim Gießen

Wenn man sich nicht sicher ist, sollte man lieber etwas weniger als zu viel Gießen. Die wenigsten Zimmerpflanzen gehen an Trockenheit ein, meistens werden sie zu Tode gewässert.

Weshalb wird zu viel gewässert ?

Wenn eine Pflanze schlapp aussieht, greifen viele Hobbygärtner zuerst zur Gießkanne. Dies ist der mit Abstand häufigste Pflegefehler. Bei schlaffen Pflanzen sollte man nicht wässern ohne die Erde zu prüfen, denn sehr oft ist nicht der Wassermangel an einer siechenden Pflanzen schuld.

Zum Prüfen des Feuchtigkeitsgehalts fühlt man zuerst mit einem Finger oder dem Handrücken ob sich das Substrat feucht anfühlt. Besteht weiterhin Unsicherheit, so zerreibt man einige Erdkrümel zwischen den Fingern. Feuchte oder trockene Erde kann man so gut unterscheiden. Vor und nach dem Gießen sollten Sie das Pflanzgefäß kurz anheben, so bekommen sie ein Gefühl für das Gewicht und recht schnell auch für den Feuchtigkeitsgehalt des Topfballens.

Große Pflanzgefäße erfordern einen Feuchtigkeitsmesser. Damit kann man in der Topfmitte schnell und zuverlässig die Feuchtigkeit ermitteln. Das Messgerät ist preiswert zu erstehen und er gehört zu jeder Grundausrüstung eines Pflanzenliebhabers.

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Weshalb sterben Pflanzen bei zu viel Wasser?

Eine schlapp aussehende Pflanze kann oft kein Wasser aufnehmen, weil sie bereits über einen längeren Zeitraum hin zu stark vernässt war. Dadurch ist zu wenig Sauerstoff in der Erde und die Wurzeln werden faulig. Die zerstörten Wurzeln können kein Wasser mehr aufnehmen und die Pflanze wird schlapp. Ein Zeichen von Wassermangel, aber nicht durch zu wenig Gießen sondern wegen der verfaulten Wurzeln. Jetzt hilft nur noch schnelles Austopfen der Pflanze, alle Wurzeln von der vernässten Erde säubern, abgestorbene und verfaulte, schwarze Wurzeln abzupfen und abschneiden. Dann wird die Pflanze in frische Erde eingetopft und bis zur Bildung neuer Wurzeln, etwa 1 bis 2 Monate sparsam gegossen. Mit etwas Glück erholt sich die Pflanze.

So verhindert man das Wurzelsterben

Gießen Sie nie vorbeugend oder auf Verdacht. Erst die Erde auf Feuchtigkeit kontrollieren, dann Gießen. Alles nach dem Wässern im Untersetzer oder Übertopf stehenbleibende Wasser muss spätestens nach 5 Minuten abgegossen werden. Falls man dies verpasst, können empfindlichere Pflanzen bereits nach 10 Minuten nicht wieder gut zu machende Wurzelschäden erleiden.

Was tun bei Ballentrockenheit ?

Wenn der Ballen mal völlig abgetrocknet ist, reicht einfaches Gießen, besonders bei kleineren Pflanzgefäßen, nicht aus. Der gesamte Topf muss solange vollständig bis zu Erdoberfläche in Wasser getaucht werden, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.

Lesetipp: Pflanzen reichlich, mäßig, sparsam gießen & der richtige Zeitpunkt zum Wässern
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Ruheperiode

Die Ruheperiode einer Cymbidie beginnt nach der Blüte. Während der Übergangszeit, November, März und April eignen sich Tagestemperaturen um die 16°C und Nachttemperaturen um die 12 °C. Ab Dezember bis in Ende Februar empfehlen sich Tagestemperaturen um die 14°C und Nachttemperaturen um die 8 °C.

Aufenthalt im Sommer

Nach Möglichkeit an einem hellen Standort auf dem Balkon, im Garten oder auf der Terrasse.

Temperatur

Zwischen Mai und Oktober sollten die Tagestemperaturen ca. 20 °C und die Nachttemperaturen um die 14 °C liegen. Man achte auf ausreichende Luftfeuchtigkeit. Bei Temperaturen oberhalb von 18 °C sollte man die Orchidee einmal täglich mit weichem, lauwarmem Wasser besprühen.

Lesetipp: Informatives über Temperatur, Zugluft, Heizkörper und Kälteschock
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Vermehren der Pflanze

Zu groß oder zu dicht gewachsene Cymbidien werden nach der Blütezeit geteilt. Man holt die Orchidee aus ihrem Topf und spült die alte Erde unter fließendem Wasser vorsichtig ab. Dann teilt man die Cymbidium mit einem scharfen Messer in Teilstücke. Jedes Stück sollte einige Wurzeln und mindestens 2 Pseudobulben haben. Die so geschnittenen Teilstücke setzt man in einen Topf mit frischer Erde. In den nächsten Wochen gießt man die Orchideen gerade soviel, dass die Erde nicht austrocknet. Einmal pro Tag sollte man die Pflanze mit Wasser einsprühen. Nach 4 bis 6 Wochen kann die junge Orchidee wie ein voll entwickeltes Exemplar behandelt werden.

Lesetipp: So vermehrt man Zimmerpflanzen erfolgreich
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Erde / Substrat

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Die Orchideen gedeihen gut in einem Gemisch aus einem Teil Sphagnum, einem Teil Komposterde, und zwei Teilen Osmunda Fasern. Um Staunässe vorzubeugen legt man auf den Topfboden grobe Kiesel oder Tonscherben. Nach der Blütezeit kann man die Orchideen bei Bedarf umtopfen, i.d.R. alle 2 bis 3 Jahre. Siehe: Erdmischungen für Orchideen

Düngen / Nährstoffbedarf

Die Orchideen werden während der Hauptwachstumsphase alle 14 Tage mit Flüssigdünger in mäßiger Konzentration gedüngt.

Lesetipp: Richtiges Düngen der Zimmerpflanzen
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Schädlinge, Pflegefehler & Hinweise

Trockene, warme Heizungsluft bietet im Winter ein ideales Klima für Spinnmilben. Die Spinnweben sind besonders gut an den Blattachseln und gebuchteten Blatträndern zu erkennen. > Spinnmilben erkennen und bekämpfen

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Bilder der Cymbidium

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Cymbidium Blüte

Cymbidium

Cymbidium Knospen
© Foto: Wolfgang H., Thailand

Cymbidiumblüte

Cymbidium

befruchtete Cymbidium Blüte
© Foto: Wolfgang H.
Chiangmai Thailand