Moos im Rasen dauerhaft entfernen

Es gibt wohl kaum einen Gartenbesitzer, der von Moos im Rasen verschont bleibt. Wenn der Winter lang war und das Frühjahr naht, ist das Moos besonders stark. Gegenmittel gibt es reichlich, doch wirklich anwendbar und nachhaltig sind die wenigsten Produkte. Was wirklich und dauerhaft wirksam ist, erfahren Sie in unserem Ratgeber.

Den Ursachen auf der Spur

Heckenschnitt

Moos im Rasen kann verschiedene Ursachen haben. Entscheidend ist es allerdings, diese Ursache ausfindig zu machen, da Sie sonst lediglich Symptome bekämpfen. Sparen Sie sich diese Kraft, die Zeit und auch das Geld.

Forschen Sie stattdessen nach, wo die Ursache des Moos-Befalls zu finden ist. Die Möglichkeiten:

  • Verfilzung des Rasens
  • zu kurzer Rasen
  • seltener Schnitt
  • zu viel Schatten bzw. zu wenig Licht
  • falsches Saatgut
  • Nährstoffmangel
  • Nährstoffüberschuss
  • Staunässe
  • zu schwerer Boden
  • zu dichter Boden
  • saurer Boden

Wichtig ist es, dass Sie die Ursache ausfindig machen und diese bekämpfen, statt das Moos lediglich zurückzudrängen. Auch viele Produkte im Handel wirken lediglich zeitweise, obwohl eine nachhaltige Bekämpfung durchaus versprochen wird.

Bekämpfung nach Ursachen-Forschung

Haben Sie das Problem identifiziert, können Sie sich an die Behebung der Ursache machen. Verschiedene Ursachen erfordern selbstverständlich auch verschiedene Maßnahmen.

  • Schattiger Rasen: Liegt Ihr Rasen verstärkt im Schatten und bekommt daher zu wenig Licht ab, dann ist besonders im Schatten häufig viel Moos zu finden. Die beste Möglichkeit, dies zu umgehen, ist eine Neuanlage inklusive passender Rasen-Samen. Spezieller Samen für schattigen Rasen kann Abhilfe für die Zukunft schaffen. Achten Sie zudem darauf, dass Sie Ihren Schattenrasen auf maximal sechs cm mähen und dennoch im Sommer ausreichend wässern. Ist der Boden bei der Neuanlage allerdings noch zu feucht, dann ist es wichtig, genügend Sand unterzumischen, um den Boden durchlässiger zu machen, damit das Wasser gut abfließt.
  • Saurer Boden: Moos liebt saure Böden, Ihr Rasen dagegen leider nicht. Liegt der pH-Wert unter 6, fehlen dem Gras entsprechend Nährstoffe. Achten Sie daher auf einen normalen pH-Wert von 7 und neutralisieren Sie zu viel Säure mit Rasenkalk. Je nachdem, wie schwer Ihr Boden ist, wird eine erhöhte Dosis benötigt.
  • Staunässe: Wird Ihr Boden nicht komplett trocken, dann kann es vorkommen, dass die Gräserwurzeln faulen. Graben Sie in dem Fall die Fläche gut um, mischen Sie Sand unter und arbeiten Sie diesen gut ein. Das Wasser hat nun die Chance, abzulaufen und zu versickern. Liegt die Staunässe allerdings an einem generell sehr hohen Grundwasserspiegel, so können Sie am nassen Boden und dem dortigen Moos leider nur schwer etwas ändern.
  • Schwerer Boden: Mischen Sie auch bei einem schweren Boden Sand unter und arbeiten diesen ein, um den Boden lockererer und auch durchlässiger zu machen.
  • Nährstoffmangel: Wer den Rasenschnitt nach dem Mähen nicht liegenlässt, nimmt dem Rasen damit wertvolle Nährstoffe. Wenn diese Nährstoffe auf dem Bio-Müll landen, benötigt der Rasen zugeführte Nährstoffe – einen Dünger, der eine große Rolle bei der Pflege spielt. Setzen Sie im Bestfall auf organischen Dünger, der den Boden weniger belastet und das Bodenleben anregt.
  • Verfilzung: Wenn Ihr Moos durch Verfilzung entstanden ist, dann wird in dem Fall das Gras-Wachstum verhindert. Vertikutieren hilft, indem Sie die Grasnarbe anritzen und den Boden damit durchlässiger machen.
  • Seltener Schnitt: Nicht jeder bevorzugt einen kurzgeschnittenen Rasen. Dennoch kann da Grün nur bei ausreichender Pflege gedeihen, da sich durch das Mähen des Rasens neue Triebe bilden und die Rasenfläche somit dichter wird. Ein dichter Rasen steht wiederum für Robustheit und Belastbarkeit.

Fazit

Fakt ist, dass jeder Gartenbesitzer oftmals seine ganz persönlichen und eigenen Erfahrungen mit dem Befall von Moos gesammelt hat. Bevor Sie daher auf bestimmte Produkte setzen oder Ihren Garten umgraben, können Sie verschiedene Maßnahmen und Tests ergreifen, um die Ursache des Problems ausfindig zu machen. So schonen und schützen Sie Ihren Rasen langfristig.