Kostenfaktoren bei einem Wintergarten

Mit einem Wintergarten wird nicht nur der eigene Wohnraum erweitert, sondern auch der Immobilienwert gesteigert und optische Akzente gesetzt. 

Gartenhausgestaltung klassisch

Foto: Pixabay.com, © gbeaty, CC0 1.0

Außerdem wird damit ein geschützter Ort für Pflanzen zum Überwintern geschaffen. Infolge der Tatsache, dass der Wintergarten lichtdurchflutet ist, wird daraus eine Wohlfühloase gezaubert. Überdies wird die Sonnenenergie zum Heizen genutzt, sodass ein Wintergarten auch durch seine Energieeffizienz punktet.   

Beim Bau eines Wintergartens müssen aber auch seine Nachteile bedacht werden. So kann durch mangelhafte Anschlüsse ans Gebäude sowie eine fehlerhafte Konstruktion und Planung der riesigen verglasten Flächen ein Verlust der Wärme verursacht werden. Darüber hinaus muss der Bauherr die nicht unerheblichen Kosten in Betracht ziehen. Lesen Sie im Text, welche Kostenfaktoren Sie bei einem Wintergarten erwarten können.

Größe als entscheidender Kostenfaktor

Einer der entscheidenden Kostenfaktoren beim Bau eines Wintergartens ist seine Größe und das damit im Zusammenhang stehende Fundament. Die Größe sollte in einem angemessenen Verhältnis zur Hausgröße sein. 12 bis 15 Quadratmeter sollten es aber mindestens sein. Ein Wintergarten mit 20 Quadratmeter kostet zwischen 30.000 und 40.000 Euro gemäß der Rechnung des Bundesverbands Wintergarten e.V. 

Typ des Wintergartens

Beim Bau eines Wintergartens stehen verschiedene Typen zur Auswahl. Diese ergeben sich aus den gewünschten Betriebstemperaturen. Daher bestehen unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten und demzufolge auch unterschiedliche Kosten. 

Wintergarten

Je nachdem, ob es ein Kaltwintergarten, ein Warmwintergarten oder ein Wohnwintergarten sein soll, ergeben sich auch unterschiedliche Kosten. Zahlreiche Bauherren ziehen daher nicht selten https://www.finanzcheck.de/finanzierung/wintergarten-kosten/ heran, um die verursachten Kosten abzudecken. 

Kaltwintergarten

Mit einem Kaltwintergarten werden Heizkosten gespart, da er nicht beheizt wird. Hier sind zwischen 0 und 12 Grad, sodass er den optimalen Platz für die Überwinterung der Pflanzen bietet. Zum Wohnen eignet sich ein kalter Wintergarten allerdings nicht. Nicht selten sind Kaltwintergärten als ein simpler Glasanbau angelegt. 

Warmwintergarten

Ein Warmwintergarten wird auch als mittelwarmer Wintergarten bezeichnet und weist Temperaturen zwischen 12 und 19 Grad Celsius auf. Meistens verfügen derartige Wintergärten keine großartige Wärmeisolierung und kann fast ganzjährig genutzt werden. Bei diesem Typ von Wintergarten müssen die hohen Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) nicht eingehalten werden. Dies bedeutet, dass er aus Materialien mit einer geringeren Wärmeisolierung gebaut werden kann. Dadurch werden wiederum Kosten gespart. 

Wohnwintergarten

Ein Wohnwintergarten trägt mitunter auch den Namen warmer Wintergarten. Diese kann das ganze Jahr über genutzt werden. Es ist ein vollwertiger Wohnraum mit einer Temperatur von mehr als 19 Grad. Bei diesem Typ von Wintergärten entsprechend die Bodenplatten denen eines Wohngebäudes. Darüber hinaus unterliegt ein warmer Wintergarten den strengen Anforderungen der EnEV. Infolge der vorgeschriebenen Dämmwerte kommen bei einem Wohnwintergarten lediglich vorgeschrieben Materialien. Diese verursachen jedoch Mehrkosten. 

Verwendetes Baumaterial 

Der Preis des Wintergartens ergibt sich auch aus dem verwendeten Baumaterial. Für die Seitenwände und das Dach kommen neben Glasplatten oder Sicherheitsglas auch Kunststoffplatten aus Polycarbonat zum Einsatz. 

Bepflanzung des Wintergartens

Als Profile beziehungsweise als Trägermaterial haben sich in erster Linie die folgenden Werkstoffe durchgesetzt:

Kunststoff

Kunststoff als Trägermaterial bietet eine mittlere Stabilität. Es besteht weder Wetter- noch Lichtechtheit und es gibt keine Dämmwirkung. Dafür ist aber der Pflegeaufwand vergleichsweise gering. 

Holz

Holz ist als eine der beliebtesten Werkstoffe beim Bau eines Wintergartens. Es ist sehr langlebig und stabil und sorgt für eine warme Atmosphäre. Darüber hinaus ist  Holz sehr ökologisch. Überdies weist es eine natürliche Dämmung auf. Allerdings ist der Pflegeaufwand hoch. 

Aluminium

Aluminium kann durch seine Stabilität und Langlebigkeit überzeugen. Leider dämmt Aluminium schlecht, da es ein sehr guter Wärmeleiter ist. Obendrein ist Alu sehr kostenintensiv. 

Stahl

Stahl ist als Werkstoff für den Wintergarten tragfähig und stabil. Des Weiteren können damit auch große Glasflächen getragen werden. Er braucht jedoch Korrosionsschutz. 

Kombination verschiedener Materialien

Beliebt sind Kombinationen von Aluminium und Kunststoff oder von Aluminium (Wetterseite) und Holz(Innenseite). Diese sind aber mit hohen Kosten verbunden. 

Einrichtung und Zweck

In Abhängigkeit von der Einrichtung kann der Wintergarten nicht nur als Wohlfühloase zum Entspannen, sondern auch als Arbeitsraum verwendet werden. Zudem kann er als Blumenparadies oder zum Trainieren genutzt werden. Daher sollten Sie sich beim Einrichten über dessen Zweck bewusst sein. Der Zweck des Wintergartens hat wiederum einen Einfluss auf die Kosten der Einrichtung.

Gartenhaus als Geräteschuppen

Foto: Pixabay.com, © MikeGoad, CC0 1.0

Ganz egal, für welchen Zweck der Wintergarten genutzt wird, die folgenden Dingen sollten nicht außer Acht gelassen werden:   

Möbel

In puncto Möbel sollten Sie darauf Acht geben, dass sie langlebig und robust sind. Auf diese Weise können sie dem Klima des Wintergartens lange standhalten. Außerdem sollte er sich als Teil des Wohnraumes in Sachen Stil und Möbel den anderen Möbeln anpassen. 

Pflanzen

Die richtige Auswahl der Gewächse für den Wintergarten muss gut durchdacht sein, da die eventuelle Beheizung und die Unterschiede in der Temperatur den Pflanzen stark zusetzen können. Dementsprechend gibt es für jeden Wintergarten-Typ das passende Gewächs. 

Ausstattung des Wintergartens 

Da der Wintergarten nahe zu jeder Jahreszeit als Wohnfläche genutzt werden kann, spielt seine Ausstattung eine wesentliche Rolle. Damit ganzjährig für eine angenehme Temperatur im Wintergarten gesorgt wird, muss die Ausstattung wie Beschattung, Belüftung und Heizung gut aufeinander abgestimmt sein. 

Sonnenschutz

Als Sonnenschutz stehen dem Bauherren verschiedene Varianten zur Auswahl. Dabei ist zu bedenken, dass alle Varianten die entsprechenden Vor- und Nachteile aufweisen. Daher sollten Sie genau überlegen, welcher Sonnenschutz am besten für Ihren Wintergarten geeignet ist. Zur Auswahl stehen Ihnen Sonnenschutzglas und Beschattung (außenliegend, innenliegend und im Scheibenzwischenraum der Verglasung). 

Heizung

Die Art der Heizung ist vom Typ des Wintergartens abhängig. Außer einer Fußbodenheizung kann auch ein Infrarot-Heizstrahler, Unterflurkonvektoren oder ein Kaminofen zum Einsatz kommen. Heizkörper werden zudem auch gern verwendet. Wärmepumpen vereinen hingegen Klimaanlage und Heizung in einem Gerät. Beheizbares Glas sieht gut aus und ist effizient und platzsparend. Als Unterstützung der vorhandenen Heizungsanlage können Sonnenkollektoren verwendet werden. 

Belüftung

Die richtige Belüftung und Entlüftung des Wintergartens sorgt für einen energieeffizienten Wintergarten. Im Winter sorgt sie dafür, dass kein Kondenswasser gebildet wird. In der warmen Jahreszeit hilft sie gegen zu hohe Temperaturen. Dabei stehen verschiedene Systeme zur Verfügung: Diagonallüftung, Querlüftung sowie Dach- oder Fürstlüftung. 

Nebenkosten

Beim Bau eines Wintergartens dürfen auch die Nebenkosten nicht vernachlässigt werden. Hier ist in erster Linie die Baugenehmigung zu nennen. Des Weiteren müssen Bauherren mit laufenden Nebenkosten für die Heizung, Lüftung und die Reinigung berücksichtigen.

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