Eigenbau mit Holz: Die Eigenschaften verschiedener Holzarten

Als Heimwerker freut man sich darauf, ein neues Projekt rund ums Haus zu beginnen. Das beliebte Material des Heimwerkers ist ohne Frage das Holz.

Es lässt sich leicht verarbeiten, ist vergleichsweise günstig und sehr robust. Doch die Auswahl an Hölzern ist groß und bereitet Neulingen häufig Probleme. Aus diesem Grund gibt es im Anschluss Infos zu den verschiedenen Holzarten.

Die grundlegenden Eigenschaften von Holz

Welche Holzart die beste oder besser gesagt die geeignetste ist, hängt von vielen Faktoren ab.

Grundsätzlich unterscheiden sich Bauhölzer in puncto Faserlänge, Wuchs und Dichte voneinander. Diese drei Faktoren bestimmen zwei grundlegende Funktionen des Werkstoffes:

  1. Haltbarkeit
  2. Tragfähigkeit

Beide sind entscheidend, je nachdem, für welches Projekt man das Holz verwenden möchte.

Weiterhin ist es von großer Wichtigkeit, zu wissen, dass Holz ein lebender Baustoff ist. Nachdem ein Baum gefällt wurde, lebt es ein Eigenleben. Je nachdem, wie Holz getrocknet wird, erhält es eine unterschiedliche Dichte. Die Sonneneinstrahlung verändert hingegen die Farbe des Holzes. Pilze und andere Organismen können die Lebensdauer und Tragfähigkeit des Materials vermindern.

Beim Kauf von Holz sollten Heimwerker auf folgende Eigenschaften achten:

  • hohe Dauerhaftigkeit (Klasse 1–3 nach DIN EN 350–2)
  • gute Formstabilität, geringes Quell- und Schwundverhalten
  • hoher Eigenfettanteil, der Schiefer und Splittern verhindert
  • schonende, langsame Trocknung (etwa 15 % Holzfeuchte)

Die Dauerhaftigkeit ist bei Projekten wichtig, die unterschiedlichen Witterungen ausgesetzt ist, eine Holzterrasse oder ein Gartenhaus zum Beispiel. Formstabilität sorgt dafür, dass das Holz wenig arbeitet. Der hohe Eigenfettanteil lässt den Werkstoff seltener splittern. Damit kann man die Terrasse auch barfuß genießen, ohne sich zu verletzen.

5 Holzarten und ihre Eigenschaften

Im Anschluss werden fünf Holzarten vorgestellt, die im deutschen Garten häufig zum Bau verschiedener Dinge verwendet werden.

1. Teak

Teak eignet sich aufgrund seiner Witterungsbeständigkeit sehr gut für Gartenmöbel. Das Tropenholz genießt seit Jahren eine wachsende Nachfrage. Seine enorme Beständigkeit macht es bei Menschen beliebt, die keine Zeit mit eine aufwendigen Pflege ihrer Gartenmöbel verschwenden möchten.

Teakholz hat keinen nennenswerten Nachteil außer die Tatsache, dass die Bäume aufgrund der großen Nachfrage zum Teil illegal abgeholzt werden. Beim Kauf ist deshalb darauf zu achten, dass das Holz aus einer nachhaltigen Forstwirtschaft stammt.

2. Bangkirai

Dieses wetterfeste Hartholz stammt aus Südasiens Tropenwäldern. Das harte, schwere Holz punktet mit einer sehr guten Wetterfestigkeit. Im vergleich zu den heimischen Nadelhölzern ist es haltbarer und besser für Holzmöbel und Holzkonstruktionen geeignet. Bangkirai ist zudem in vielen Farben, angefangen bei hellem braun-gelb bis dunklem Rot-Braun, erhältlich.

Wie auch Teak leidet Bangkirai unter demselben Problem: Das Tropenholz hat sich laut dem Gesamtverband Deutscher Holzhandel (GD Holz) zur marktdominierenden Holzartengruppe im Terrassenbau entwickelt. Doch die Popularität bringt ein Problem mit sich: Viele der aus Indonesien importierten Hölzer stammen aus illegalen Abholzungen. Käufer müssen also auch hier auf Nachhaltigkeit achten.

3. Lärche

Ein relativ preiswertes Holz, welches mit seiner Härte und Dichte eine gute Festigkeit besitzt. Diese Eigenschaften qualifizieren das Lärchenholz für viele verschiedene Projekte im Garten. Sein Quell- und Schwindverhalten ist gering und es ist besonders witterungsbeständig und langlebig. Letztere Eigenschaften sind mit dem des Eichenholzes vergleichbar.

Unbehandeltes Lärchenholz färbt sich im Laufe der Zeit silbergrau. Wer dies vermeiden möchte, muss das Holz mit einer passenden Farbe behandeln. Der große Vorteil dieser Holzsorte ist, dass sie einheimisch ist. Illegale Abholzungen sind in Deutschland kaum möglich, sodass man bei Lärchenholz beruhigt zugreifen kann.

4. Douglasie

Diese Fichtenart besitzt Eigenschaften, die mit denen der Lärche vergleichbar sind. Seine ansprechende Optik ist einer der vielen Verkaufsgründe der Douglasie. Das rotbraune Kernholz wird im Laufe der Jahre dunkler. Diese Optik lässt sich allerdings nur mit einer regelmäßigen Pflege erhalten.

Aufgrund der schweren Verarbeitung der Douglasie, die Fachwissen erfordert, ist die Verfügbarkeit des Holzes nicht mit dem der Lärche oder anderen Fichtenarten zu vergleichen. Wer jedoch ein besonders hochwertiges Holz, das wenig arbeitet und über eine hohe Festigkeit verfügt, besitzen möchte, ist mit der Douglasie bestens beraten.

5. Cumarù

Dieser Baum wird in der Heilmedizin aufgrund der Eigenschaften seiner Samen, der Tonkabohne, geschätzt. Aber auch für Baumaßnahmen ist das schwere, dauerhafte Holz sehr geeignet. Die gelb- bis rotbraune Farbe verleiht Cumarù eine angenehme Optik. Da das Holz kaum ausblutet und darüber hinaus ein geringes Schwund- und Quellverhalten aufweist, eignet es sich gut für den Terrassenbau.