Pflanzen im Aquarium

Ein holländisches Pflanzenaquarium

Aquarienpflanzen werten das Becken optisch auf. Zudem bieten sie den Fischen geeignete Versteckmöglichkeiten. So sind sie gegen Fressfeinde geschützt. Die fachmännisch ausgeführte Beckenbepflanzung sorgt für gute Lichtverhältnisse innerhalb des Aquariums. Sie neutralisiert im Wasser gelöste Giftstoffe und produziert für die Fische lebenswichtigen Sauerstoff. Insgesamt entsteht durch eine harmonische Zusammensetzung von Flora und Fauna ein eigenes Biotop. Wie genau die verschiedenen Arten zu unterscheiden sind und welche Merkmale sie aufweisen lesen Sie hier.

Pflanzenauswahl für Süß- und Meerwasseraquarien

Der pH-Wert in Süßwasseraquarien schwankt zwischen 6,5 und 7,3. Es herrschen also leicht saure bis leicht alkalische Wasserverhältnisse vor. Für ein gutes Pflanzenwachstum werden Aquarienpflanzen benötigt, die diesen pH-Wert bevorzugen. Zusätzlich sollten die Wasserhärte und die Karbonathärte mit den Erfordernissen der Pflanzen an ihren Lebensraum abgestimmt werden. Wenngleich die Beleuchtung innerhalb des Beckens stark variiert, lassen sich für alle Bereiche diverse Aquarienpflanzen finden. Für das Süßwasseraquarium eignen sich nämlich über 4.000 verschiedene Pflanzenarten.

Schwieriger ist es, das Meerwasseraquarium zu bepflanzen. Nur wenige Blühpflanzen kommen mit dem Salzwasser zurecht. Zu diesen gehören beispielsweise das Neptungras sowie das Seegras. Einige Algenarten bilden auf dem Untergrund sowie auf den Steinen dicke Geflechte, so dass sie als eigentliche Pflanzen vom Betrachter kaum wahrgenommen werden. Dennoch sind sie für das biologische Gleichgewicht im Becken wichtig. Bei der Auswahl der Pflanzen kommt es also vor allem auf ihren künftigen Lebensraum an.

Anfängerpflanzen und Aquarienpflanzen für Fortgeschrittene

Um unnötige Geldausgaben und Enttäuschungen zu vermeiden, empfiehlt es sich für Anfänger, robuste Arten zu wählen. Sie nehmen kleine Haltungsfehler nicht übel oder lassen sich im Falle des Verlusts schnell ersetzen. Damit das Becken abwechslungsreich gestaltet werden kann, sollten jeweils Pflanzenarten aus den Gruppen der Stengelpflanzen, der Rosettenpflanzen und der Schwimmpflanzen ausgesucht werden. Zu Letzteren zählt beispielsweise die Wasserlinse.

Stengelpflanzen wirken am besten, wenn man sie in der Gruppe pflanzt. Allerdings sollte daran gedacht werden, das Becken nicht zu intensiv zu bestücken. Aufgrund des schnellen Wachstums müssen die Pflanzen bald ausgelichtet werden. Bestenfalls setzt man etwa 5 Stengel in den hinteren Beckenbereich. Die seitlichen Sprosse werden beim Auslichten abgekniffen und können erneut in den Boden gesteckt werden. Sie bewurzeln in Kürze.

Rosettenpflanzen wie beispielsweise die Amazonas-Schwertpflanze bilden Blickpunkte im Becken. Kleinere Arten können in kleinen Gruppen eingesetzt werden, größere Arten wirken am besten zu zweit oder als Solitär. Je nach Größe werden sie in den mittleren oder vorderen Beckenbereich gepflanzt.

Schwimmpflanzen benötigen keine Haftung im Bodengrund. Sie schwimmen auf der Wasseroberfläche. In erster Linie setzt man Schwimmpflanzen aus optischen Gründen ins Becken. Sie bieten jedoch Jungfischen gute Versteckmöglichkeiten. Wichtig ist, dass die Schwimmpflanzen regelmäßig ausgedünnt werden, da sonst kein Licht in die unteren Beckenereiche dringt. Die im mittleren und unteren Teil des Beckens lebenden Pflanzen würden absterben.

Das Bepflanzen des Beckens

Am einfachsten gestaltet sich die Bepflanzung des Beckens, wenn man zuvor einen Bepflanzungsplan anfertigt. In ihn können auch die verschiedenen Gestaltungselemente sowie der Standort der technischen Geräte eingetragen werden. Bei der Beckengestaltung sollte daran gedacht werden, dass den Fischen ausreichend Platz zur Bewegung bleiben muss. Ein übermäßiger Bewuchs würde außerdem die Sicht des Betrachters auf die Fische erschweren.

Als Bodengrund eignet sich Sand ab einer Kornstärke von 1,5 Millimeter. Alternativ kann Kies verwendet werden. Der Bodengrund muss gut durchlüftet sein, damit die Wurzeln der Pflanzen nicht faulen. Dennoch soll er Letzteren einen guten Stand bieten. Nach dem Einfüllen des Bodengrunds wird das Aquarium etwa zu einem Drittel mit Wasser befüllt. Hat sich dieses bis auf ungefähr 20 Grad Celsius erwärmt, dürfen die beim Händler erworbenen Pflanzen eingesetzt werden. Befanden sich die Pflanzen beim Kauf in Plastiktöpfchen, müssen diese entfernt werden. Das Wurzelwerk muss sich gut entfalten können. Geknickte Stängel oder faule Blättchen werden vor dem Einsetzen der Pflanzen entfernt. Anschließend wird der Bodengrund vorsichtig angedrückt.