Biotonne oder Kompost: Was lohnt sich?

Viele neue Eigenheimbesitzer stehen vor der Frage, ob sie in ihrem Garten einen eigenen Kompost anlegen möchten oder nicht. Wird ein eigener Kompost angelegt, stellt sich die Frage, was alles darauf entsorgt werden darf.

kompostierbares Material

Der Vorteil eines Kompostes ist, dass darauf alles verrotten kann, um nährstoffreiche Erde zu gewinnen. Diese kann dann genutzt werden, um ein Hochbeet anzulegen oder Blumenbeete damit zu versorgen. Denn Pflanzen brauchen nährstoffreiche Erde, um zu wachsen. Allerdings ziehen Lebensmittel, die ebenfalls gerne auf einem Kompost entsorgt werden, Wildtiere an.

Besser geeignet ist die Biotonne!

Damit Essensreste richtig entsorgt werden, lohnt sich der Besitz eines 1100 Liter Mülllcontainers. Dieser kann vor allem bei mehreren Parteien, die sie nutzen, zum Einsatz kommen. So können kleine Siedlungen sich für einen gemeinsamen Müllstandplatz entscheiden. Ähnlich, wie es bei größeren Wohnkomplexen bereits der Fall ist.

In die Biotonne kommen jedoch neben Essensreste auch Eierschalen. Außerdem dürfen in die Biotonne Salat-, Obst- und Gemüseabfälle. Äste mit Pilzbefall, Pflanzenreste mit Krankheiten, Brotreste und Teigwaren wie Nudeln werden ebenfalls besser im Müllcontainer für Bioabfälle entsorgt. Natürlich gehören auch Käsereste dazu. Zudem dürfen Zeitungen oder Küchenpapier zum Einpacken der Abfälle oder Tüten aus Papier in diesem Container entsorgt werden.

Sämtliche Gartenabfälle dürfen ebenfalls in die Biotonne. Diese dürfen allerdings auch auf dem Kompost entsorgt werden. Es ist immer besser zu überlegen, ob es sich um menschliche Essensreste handelt, die entsorgt werden oder um natürliche Pflanzenteile.

Alles auf den Komposthaufen!

Kompostkorb aus Weidenruten

Kompostkorb aus Weidenruten
Elekes_Andor, CC BY-SA 4.0

Für Gartenbesitzer lohnt sich ein Komposthaufen. Hier können Gartenabfälle entsorgt werden, die schnell verrotten. So kann Grasschnitt aus dem Garten, Gartenerde, Sand, zerkleinerter Baumschnitt, Laub, Reste von Beet- und Balkonpflanzen, verbrauchte Blumenerde und Obst- wie Gemüsereste auf den Kompost. Bananenschalen und Schalen von Zitrusfrüchten sollten jedoch nicht auf dem Kompost entsorgt werden.

Dafür dürfen Teeblätter und Kaffeesatz in haushaltsüblichen Mengen ebenfalls auf dem Kompost entsorgt werden. Sofern der Kaffeesatz nicht ohnehin als Dünger für einige Pflanzen verwendet wird. Unbehandeltes Holz, wie Sägemehl oder Holzhäcksel, dürfen auch auf dem Kompost entsorgt werden.

Behandeltes Holz jedoch sollte darauf nicht entsorgt werden, da die Chemikalien in den Humus und die Erde gelangen können. Aus den verrotteten Gartenabfällen wird nach einiger Zeit wertvoller Humus, der im eigenen Garten eingesetzt werden kann. So wachsen alle Pflanzen deutlich besser und manchmal sogar schneller.

Wichtig: Regeln einhalten!

Da in jeder Gemeinde die Entsorgung der Abfälle in der Biotonne unterschiedlich geregelt wird, kann es davon Abweichungen geben. So lohnt es sich bei der Gemeinde nach der Entsorgungsordnung zu fragen. Erst, wenn diese bekannt ist, können alle Abfälle sachgemäß entsorgt werden. Ebenfalls sollten die wichtigen Regeln für den Komposthaufen bekannt sein. Denn wenn dieser anfängt unangenehm zu riechen, kann es sein, dass sich Feuchtigkeit darin staut und die Abfälle anfangen zu schimmeln.

Damit der Kompost aber seine Aufgabe erfüllt, braucht es Sauerstoff. Diesen immer wieder aufzulockern, damit Sauerstoff zwischen die Abfälle gelangt, ist wichtig. Regelmäßig den Kompost umzugraben kann also helfen Schimmel zu vermeiden. So wird der Komposthaufen gleichzeitig mit ausreichend Sauerstoff versorgt. Ein gut aufgebauter Komposthaufen riecht eher nach Waldboden. Dies ist ein wichtiges Merkmal, um zu erkennen, ob der Kompost gut aufgebaut ist.

Teile diesen Beitrag:

Facebook

Twitter

Nach Hause mailen