Garten frühlingsfit machen: Tipps für Vorbereitungen im Herbst

Pflanzenfreunde, die sich im Frühling über einen prachtvollen Garten freuen möchten, können die Voraussetzungen dafür bereits im Herbst schaffen. Egal ob neue Beete angelegt, Bestandspflanzen umgesiedelt oder winterfest gemacht werden sollen: Im Herbst stehen einige Erledigungen an.

Hortensie: Herbstarbeiten im Garten

Unsere Empfehlungen sollen es Ihnen erleichtern, den Überblick zu bewahren, damit Sie im kommenden Jahr das gewünschte Ergebnis genießen können.

Beete umgestalten

Der Herbst ist die ideale Jahreszeit, um Veränderungen im Garten vorzubereiten. Viele Pflanzen wie Stauden lassen sich umsiedeln beziehungsweise pflanzen.

Blumenzwiebel

Über die kommenden Monate können sie sich von den Strapazen erholen und begeistern im Frühjahr hoffentlich mit üppigem Wuchs. Elementar beim Umpflanzen ist die richtige Vorgehensweise:

  1. Zunächst wird der Boden umgegraben und sorgfältig gelockert. Das erleichtert den Pflanzen das Anwurzeln.
  2. Die Grube zum Pflanzen muss dem Wurzelballen entsprechen und den Wurzeln ausreichend Platz bieten.
  3. Ist der umzusiedelnde Pflanzenbestand bereits gut verwurzelt, erfordert das Ausgraben Geduld und Sorgfalt. Wer mit dem Spaten zu ambitioniert vorgeht, verletzt das Wurzelwerk womöglich folgenschwer. Nehmen Sie sich deshalb Zeit und seien Sie vorsichtig. Leichte Hebelbewegungen helfen beim Lösen.
  4. Abgestorbene Wurzelteile entfernen.
  5. Pflanze behutsam einsetzen und mit Erde bedecken.
  6. Erde mit den Händen gut andrücken.
  7. Reichlich gießen.

Attraktiv ergänzt werden Blumenbeete durch Frühlingsbooten wie Tulpen, Krokusse oder Narzissen. Die Blumenzwiebeln sollten ebenfalls im Herbst in den Boden gesetzt werden. Anleitungen zur idealen Tiefe sowie den nötigen Abständen zwischen den Zwiebeln finden Sie auf den kommerziellen Verpackungen. Tipp zum Einkauf: Greifen Sie im Zweifelsfall zu größeren Blumenzwiebeln, da sie kräftigere Pflanzen versprechen. Der höhere Kaufpreis lohnt sich. Entscheidend ist, dass die Zwiebeln vor dem Frost gesetzt werden, ansonsten ist der Boden zu hart.

Leben Kinder im Haushalt, könnte der Herbst eine wunderbare Gelegenheit sein, um für sie einen separaten Pflanzbereich im Garten einzurichten. Viele Kinder lassen sich leicht für Pflanzen und deren Wachstum begeistern, wodurch der Nachwuchs an die Herausforderungen herangeführt werden kann, welche mit einem eigenen Garten einhergehen. Egal ob der Anbau von Gemüse, Obst, Kräutern oder Blumen: Die Kleinsten haben großen Spaß daran und sind dankbar für ein eigenes Beet. Das Verbraucherportal für Familiengesundheit hat zahlreiche Ratgeber zum Thema Garten für Kinder veröffentlicht und macht darin auf kindgerechte Gartenarbeiten, Tipps zum kreativen Anlegen von Beeten und viele weitere Ratschläge aufmerksam. Darunter Informatives zu den individuellen Aufgaben, die im heimischen Garten je nach Jahreszeit anfallen.

Frühbeete anlegen

Bei einem Frühbeet handelt es sich um eine Art Gewächshaus, das sich relativ einfach selbst bauen lässt und das Vorziehen von Gemüse und Sommerblumen erlaubt.

Frühbeet

Zum Nachbau genügt ein flacher Kasten aus Holz, der dann in den Boden eingelassen wird. Mit Hilfe von Glas oder einer transparenten Folie wird der Frühbeetkasten geschlossen. Das Öffnen sollte nach Süden hin möglich sein. Tipps zum Anlegen des Frühbeetes:

  • Innerhalb des Kastens für das Frühbeet wird der Boden 50 Zentimeter tief entfernt.
  • Darauf folgt eine 20-Zentimeter-Düngeschicht aus Mist.
  • Die nächste Lage besteht aus Humus, wird jedoch mit der ausgehobenen Gartenerde gemischt.
  • Das Frühbeet wird gefüllt, bis 15 Zentimeter vor Oberkante.
  • Zum Schluss folgt Herbstlaub, das Mikroorganismen fördert und das Frühbeet feucht hält.

Nach diesen vorbereitenden Maßnahmen im Herbst, wird im Frühling das Laub entfernt, die gewünschten Pflanzen gepflanzt und die Abdeckung aufgelegt. Über den Winter sollte das Frühbeet offenbleiben. Ergänzende Tipps zum Auspflanzen im Frühling finden Sie hier.

Pflanzenschutz gegen Frost

Nicht alle Pflanzen kommen mit den Minusgraden der Wintermonate zurecht. Sie benötigen zusätzlichen Schutz, den Sie am besten rechtzeitig vor der ersten Frostperiode anbringen.

Winterschutz für Pflanzen / Jutesäcke

Während Holz- oder Styropor-Platten unter Topfpflanzen die Wurzeln von unten schützen, greifen Sie zum Isolieren sämtlicher Pflanzenteile, die über der Erdoberfläche liegen, am besten zu Jute oder Vlies. Ein Gartenvlies hält gleichzeitig Schädlinge fern und beugt Schäden durch direkte Sonneneinstrahlung vor. Zur einfacheren Handhabung sind im Handel Frostschutzsäcke erhältlich, die lediglich über die Pflanzen gestülpt und unterhalb der Kronen zusammengebunden werden. Achten Sie darauf, dass die Pflanze trotz Schutzhaube ausreichend Platz hat und es sich um licht-, luft- und feuchtigkeitsdurchlässiges Material handelt. Nur so ist ein für Pflanzen elementares Mikroklima sichergestellt.

Quelle der Fotografien: monika1607 (Hortensie) – nile (Blumenzwiebel) – Bernadette (Frühbeet) – Hans (Frostschutz) / Pixabay