Das sind die Gartentrends 2018

Der Garten rückt immer mehr vom Anhängsel des Wohnbereichs in dessen Mittelpunkt. Sein kometenhafter Aufstieg wird auch im Jahr 2018 durch diverse Trends befeuert.

Gartentrends 2018

Bildquelle: pixabay.com

So wandern Küche und Möbel nach draußen, aus Smart Home wird Smart Garden und über allem thront das diesjährige Motto: Zurück zur Natur.

Der Garten als zweites Wohnzimmer

Viele arbeiten tagsüber in geschlossenen Räumen und wollen nach Feierabend hinaus in die freie Natur. Die nächstgelegene Haltestelle hierfür ist der heimische Garten, der zunehmend zur wichtigsten Ruhe- und Erholungszone wird. Das wirkt sich natürlich auf seine Architektonik und die dabei verwendeten Materialien aus. Beispielsweise sorgen Sichtschutzelemente für mehr Privatsphäre und Lamellendächer für einen soliden Wetterschutz. Und typischerweise indoor eingesetzte Keramik-Bodenplatten sind immer häufiger draußen zu finden, schließlich sind sie wetterbeständiger als Betonplatten oder Natursteine.

Robuste und stylische Möbel

Ebenfalls an ihrer Wetterbeständigkeit werden Outdoor-Möbel gemessen. Dabei helfen Nano-Bezugsstoffe in Lederoptik oder Textilien mit Lotuseffekt, an denen Wassertropfen schlichtweg abperlen. „Damit ist die Ära der unbequemen Plastikstühle und harten Liegen endgültig vorbei, ihren Platz übernehmen klassische Loungemöbel in stylischen Braun- und Grautönen“, rät Carolina, Product Managerin bei Tchibo.

Outdoor-Möbel

Outdoor-Möbel

Farblich darauf abgestimmt und nuanciert von hell bis dunkel präsentieren sich komfortable Sofas, Tagesbetten und Hängematten. Den passenden Kontrast bilden Windlichter, Laternen oder Gläser in Azurblau, Grasgrün oder Knallpink.

Multifunktionalität im smarten Garten

Auch Sonnenschirme hüllen sich in Kontrastfarben und folgen einem weiteren Trend: der Multifunktionalität. Sie schützen tagsüber vor der Sonne und fungieren -- sobald diese untergegangen ist -- als Heizstrahler. Dann schaltet sich automatisch die intelligente Beleuchtung ein und lässt sich per Smartphone-App feinjustieren. Die um sich greifende Digitalisierung macht eben auch vor Gärten nicht halt. Außerdem hilft die Technik all jenen, die nicht mit einem grünen Daumen gesegnet sind: In der Erde vergrabene Sensoren messen Nährwerte und Feuchtigkeit und vermelden via Handy den jeweils optimalen Zeitpunkt, um zu gießen, zu düngen oder zu ernten.

Erntefrische Zutaten fürs Outdoor-Kochen

Der Eigenanbau boomt. Das liegt vermutlich weniger an derlei Sensoren als am wachsenden Gesundheitsbewusstsein vieler Menschen, die über die Herkunft ihrer Lebensmittel Bescheid wissen wollen. Ist kein geeigneter Boden zum Anbau vorhanden, wird kurzerhand Urban Gardening betrieben: Töpfe, Kübel und Kästen voller Kräuter, Gemüse und Obst verbreiten selbst auf dem kleinsten Balkon echtes Erntefeeling.

Frische Zutaten fürs Kochen

Erntefrisch fürs Outdoor-Kochenvon Uwe Aranas, CC BY-SA 3.0

Eine ideale Gartenbeet-Alternative stellen Hoch- und Tischbeete dar, wodurch mühsames Bücken der Vergangenheit angehört. Als ultimative Krönung wird das frisch geerntete Obst und Gemüse gleich zubereitet und das kulinarische Ergebnis mit hauseigenen Kräutern verfeinert. All das findet natürlich ebenfalls im Garten satt: Outdoor-Küchen setzen ihren Siegeszug auch 2018 fort und stehen vom Herd bis zur Spüle einer herkömmlichen Küche in nichts nach.

Zurück zur Natur

Summa summarum gleicht der Garten mittlerweile einem zweiten Wohnzimmer, mit dem Unterschied, dass sich zusätzlich eine komplette Küche anschließt. Bei all der Wohnlichkeit wird auf die Gartenarbeit nicht vergessen: Eigenanbau und Selbstversorgung werden für viele Gartenbesitzer im wahrsten Sinne des Wortes immer natürlicher.

Terrassengarten 2018

Terrassengarten von Maja Dumat, CC BY 2.0

Das passt zur aufkeimenden "Zurück zur Natur"-Einstellung, die den individuellen Wildwuchs in die Gärten zurückbringt. So avanciert beispielsweise der altehrwürdige Apfelbaum zum gestalterischen Vorbild, während er Schatten, Windschutz und beizeiten Trost spendet. Apropos Baum: Ein solcher wird gerne zu besonderen Anlässen wie Geburten oder Hochzeiten gepflanzt und symbolisiert wachsende Liebe und tiefe Verwurzelung. Auch dieser nette Brauch lebt heuer wieder so richtig auf.