Smartes Gemüsebeet?

Mehr und mehr lassen sich unser Alltag und die neuste Technik miteinander kombinieren. Smart-Home ist vielen bereits ein Begriff. Über eine entsprechende App auf dem Smartphone lassen sich nahezu sämtliche Einrichtungen im Haus per Knopfdruck bedienen oder von außerhalb kontrollieren und bieten die Möglichkeit, wenn man nicht zu Hause ist, verschiedene Einstellungen vorzunehmen.

So lässt sich zum Beispiel bequem die Heizung regulieren, die Gardinen und Rollos öffnen oder schließen, per Video Schnittstelle nachsehen, wer gerade klingelt und vieles mehr. Auch der Zugang ins eigene Haus kann technisch optimiert und vereinfacht werden. So gelangt man an vielen Türen ganz schlüssellos über Codes oder Fingerabdruck-Sensoren ins Haus.

Grill mit Grillfeuer

Technik und Gemüse?

Doch was steckt hinter der Kombination aus Hightech und Gemüse? Ganz einfach! Mit speziellen Anbau- und Aufzuchtboxen, welche komplett autark online verknüpft und analysierend sowie regulierend arbeiten. So hat jeder die Möglichkeiten verschiedenste Gewächse, von der Saat bis zur Ernte, unter ständiger Kontrolle in optimal angepassten Bedingungen aufzuziehen. Das alles ohne Sorge über standardmäßige Fehler, welche Menschen mit wenig Erfahrungen auf diesem Gebiet anfangs sicherlich unterlaufen. Wir alle kennen das: zu viel oder zu wenig Wasser, zu viel oder zu wenig Licht. Die Zugluft kann schaden oder nutzen. Auch die Temperaturfrage spielt eine große Rolle.

In der Regel wird man wie in allen Gebieten erst Profi durch etliche Fehlversuche. Einen echten Vorteil bietet dabei die neuste Technik an automatisierten Aufzuchtkammern. Keine Pflanze und kein Geldbeutel müssen mehr leiden. Beim automatisierten Gemüseanbau für zu Hause, zum Beispiel mit dem LEAF Plug-N-Plant, wird ökonomisch korrekte Nachhaltigkeit großgeschrieben und keine Ressourcen mehr verschwendet. „Vom Nutzer wird für das Gerät kein Vorwissen benötigt und es kann sofort mit dem Anbau begonnen werden“, so Alina Günder von Home&Smart. 

Was wächst zu Hause?

Ein besonderer Vorteil der Gemüse- und Nutzpflanzenanzucht in den eigenen vier Wänden ist die deutlich längere saisonale Saatzeit. Auch Nutzpflanzen wie Aloe Vera oder Kaffeepflanzen können problemlos in Smart-Garden-Systemen aufgezogen werden. Diese Systeme können ebenfalls mit einem Smartphone verbunden werden und die Kameraüberwachung erlaubt das Beobachten der Keimlinge und jungen Pflanzen ohne Abdeckungen öffnen zu müssen und sie somit der Zugluft auszusetzen. Auch die Wasser- und Lichtzufuhr wird komplett automatisiert. Die LED-Lichter halten die optimalen Lichtverhältnisse aufrecht. Der integrierte Heizstrahler schafft nahezu perfekte klimatische Bedingungen.

Was ist Indoor-fraiming?

Sogenannte Indoor-fraiming Projekte, zum Beispiel in London und Berlin, liefern erste Ergebnisse rund um das Thema der voll automatisierten Indoor-Aufzucht. Die Sensoren überwachen das Wachstum und den Gehalt der Mikro-Nährstoffe rund um die Uhr und gewährleisten schnelle, effektive und vor allem kosten- und ressourcengünstige Aufzucht. In ersten Projekten werden in Kellerräumen direkt unter dem Supermarkt so ziemlich alles an möglicher Gemüseaussaat aufgezogen. So können Produkt und Verbraucher sofort zusammenkommen. Keine langen Transportwege und das mit optimaler Ökobilanz. Was sich noch wie Zukunftsmusik anhört, ist in einigen Bereichen ja schon lange alltäglich. Zum Beispiel beim automatisierten Champion-Anbau in großen Aufzuchthallen.

Was ist Vertical-Farming?

Vertical-Farming ist eine besondere Form des Pflanzenanbaus und bezeichnet den Massenanbau von Lebensmitteln oder Nutzpflanzen auf untypischen oder unebenen Anbaugebieten. Zum Beispiel bei Hochhäusern, die komplett zur Produktion von Gemüse und Co. gebaut werden. Dadurch soll die derzeitige Landwirtschaft entlastet werden und in ihren ursprünglichen Zustand zurückgeführt, zudem Transport- und Energiekosten erheblich minimiert und optimiert werden. Bis dato existieren konkrete Pläne allerdings nur auf dem Papier.

Vertical-Farming in Form von etlichen Prototypen können jedoch schon bestaunt und diskutiert werden. Viele Architekten und Biologen entwerfen die spektakulärsten Zukunftsprojekte. Die Anfänge können aber schon bei etlichen Begrünungs-Projekten in sogenannten Stadtgärten bestaunt werden. Dabei werden Hochhäuser begrünt und mit Hilfe automatischer Bewässerungssysteme optimal gepflegt. So lässt sich auch dem Großstadt-Jungle eine grüne Lunge einhauchen.

All diese Möglichkeiten der Technologie und der Fortschritt rund um das Thema öffnen viele Türen für effektivere und ökologischere Methoden für Anbau und Aufzucht unseres täglichen Bedarfs an Gemüse, Nutzpflanzen und Co.