Giftpflanzen: Vorsicht Gefahr

Ein Garten soll blühen und grünen, in den Sommermonaten soll er die schönsten und farbenprächtigsten Blumen aufweisen. Und auch in der freien Natur finden sich so einige Pflanzen, die besonders schön aussehen und deren Blüten zum Pflücken für einen bunten Strauß zu Hause einladen. Doch längst nicht alle Pflanzen, die wunderschön aussehen, sollten auch tatsächlich gepflückt und zu Hause in die Vase gestellt werden. Darauf sollten speziell Besitzer von Haustieren und Eltern von kleinen Kindern achten, denn sie erkennen nicht, bei welchen Pflanzen es sich um giftige Blumen handelt.

Gartenhaus aus Holz

Giftige Pflanzen kennen lernen und meiden

Deshalb ist es wichtig, dass man giftige Pflanzen erkennt und Kind und Haustiere davon fernhält. So findet sich oft der Eisenhut im Garten, der sehr giftig ist. Er kann nicht nur durch das Schlucken zu Vergiftungserscheinungen führen, schon das bloße Berühren der Pflanze kann dazu führen, dass das Gift über die Haut aufgenommen wird.

Die Engelstrompete gehört zu den schönsten Blühpflanzen für den Garten und ist entsprechend beliebt, doch auch sie gilt als hochgiftig und sollte nicht gepflückt werden. Gleiches gilt für den imposanten Goldregen, der für schöne Farbkleckse in der Natur sorgt. Er ist sogar so giftig, dass er in der Nähe von Kindereinrichtungen verboten ist. Stechapfel und Oleander sind weitere Beispiele für die klassischen Giftpflanzen.

Was tun, wenn der Kontakt bereits stattgefunden hat?

Was aber kann man tun, wenn der Kontakt mit einer Giftpflanze bereits stattgefunden hat? Auch hier gibt es einige Maßnahmen zur Ersten Hilfe. Wasser ohne Kohlensäure sollte sofort getrunken werden, wenn Pflanzenteile im Mund waren. Giftstoffe, die eventuell bereits verschluckt wurden, lassen sich so verdünnen. Sobald jedoch erste Vergiftungsanzeichen, wie Erbrechen, Übelkeit oder auch eine gewisse Benommenheit auftreten, muss der Notarzt gerufen werden. Ebenfalls bietet sich ein Anruf bei der Giftnotrufzentrale an.

Versuchen Sie folgende Angaben zu machen:

Was ist passiert?
Wer hat sich vergiftet?
Alter der vergifteten Person?
Gewicht der vergifteten Person?
Wie?
Wann?
Wie viel?
Auffällige Erscheinungen beschreiben
Bewusstseinslage und Atemtätigkeit der vergifteten Person

Nur wenn die Beratungsstelle für Vergiftungen oder der Hausarzt über ausreichende und exakte Informationen Verfügen, können Ihnen die richtigen Anweisungen zur ersten Hilfe gegeben werden.

Immer zuerst anrufen und nur danach handeln! Das verhindert Über- und Untertherapien und vielleicht nicht notwenige Krankenhausaufenthalte.