Künstliches Licht und Zimmerpflanzen: Welchen Einfluss haben Fernseher und Monitor?

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💡 Bildschirmlicht und Zimmerpflanzen – Auf einen Blick

  • Photosynthese: Rotes und blaues Bildschirmlicht ist für Pflanzen nutzbar, nicht automatisch schädlich
  • Intensität: Deutlich schwächer als Sonnenlicht oder Pflanzenlampe – Abstand macht den Unterschied
  • Tag-Nacht-Rhythmus: Dauerhaftes Nachtlicht kann den natürlichen Rhythmus der Pflanze beeinflussen
  • Elektromagnetische Felder: Einfluss laut Forschung nicht vollständig ausgeschlossen, im Alltag aber kein Grund zur Sorge
  • Größtes Risiko: Abwärme und trockene Luft direkt an Lüftungsschlitzen von Computer & Co.
Grüne Zimmerpflanzen neben einem aufgeklappten Laptop auf einem Holzschreibtisch – typische Alltagssituation mit Pflanzen am Bildschirm

Bildschirm und Pflanze als Büropartner: Licht, Abwärme und Luftbewegung entscheiden, was wirklich auf das Pflanzenwachstum wirkt.

Wer Pflanzen hegt und pflegt, der weiß: Licht ist nicht gleich Licht. Je nach Pflanzenart kann zu wenig oder auch zu viel Licht das Wachstum beeinflussen. Auch die Art und Dauer der Beleuchtung spielen dabei eine Rolle. Neben Sonnenlicht und Lampen sind Zimmerpflanzen heute häufig auch dem Licht von Fernsehern und Monitoren ausgesetzt.

Vor allem am Abend bis in die Nacht hinein leuchten unsere Bildschirme oft noch über viele Stunden hinweg, obwohl längst kein natürliches Tageslicht mehr im Raum ist. Doch welchen Einfluss hat genau dieses künstliche Licht eigentlich auf unsere Pflanzen?

Mensch vs. Pflanze: Auswirkungen künstlichen Lichtes auf den Schlafrhythmus

Wir Menschen setzen uns vor allem am Abend viel künstlichem Licht aus. Auch wenn draußen längst die Sonne untergegangen ist, sitzen wir häufig noch mehrere Stunden vor einem hellen Bildschirm. Das kann Auswirkungen auf unseren natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus haben.

Vor allem Licht mit einem hohen Blauanteil kann am Abend die Produktion von Melatonin beeinflussen. Dieses Hormon spielt eine wichtige Rolle für unseren Schlaf. Genau diesen hohen Blauanteil haben auch die Displays von Smartphones, Fernsehern und Monitoren.

Wie lange wir abends auf solche Bildschirme schauen, hängt natürlich von unseren Gewohnheiten ab. Wir schauen einen Film, spielen Videospiele oder verbringen unsere Zeit mit Online-Slots, über die zum Beispiel auf Casino Groups geschrieben wird. Aus Sicht unseres Körpers bedeutet all das zunächst einmal, dass unsere Augen weiterhin Licht ausgesetzt sind.

Auch Pflanzen reagieren darauf, wann es hell und wann es dunkel ist. Sie besitzen einen eigenen Tag-Nacht-Rhythmus. Licht benötigen sie für die Photosynthese, es steuert aber auch andere Prozesse wie Wachstum und Blüte.

Damit haben Mensch und Pflanze zumindest eine Gemeinsamkeit. Künstliches Licht zur eigentlich falschen Tageszeit kann natürliche Abläufe beeinflussen. Wie stark dieser Einfluss ist, hängt unter anderem davon ab, um welche Art von Licht es sich handelt und wie intensiv es ist.

Wie reagieren Pflanzen auf das Licht von Bildschirmen?

Smartphone steht neben einer jungen Zimmerpflanze mit großen grünen Blättern auf einer hellen weißen Oberfläche

Smartphone neben der Pflanze: Die Lichtintensität eines Displays ist deutlich schwächer als Sonnenlicht – entscheidend ist vor allem die Nähe und Dauer.

Fernseher und Monitore geben sichtbares Licht in verschiedenen Wellenlängen ab. Bei modernen LED- und LCD-Bildschirmen sind das vor allem rote, grüne und blaue Lichtanteile. Aus diesen Grundfarben entstehen die unterschiedlichen Farben, die wir auf dem Bildschirm sehen.

Für Pflanzen sind diese Wellenlängen erst einmal kein Problem. Vor allem rotes und blaues Licht können sie für die Photosynthese nutzen. Blaues Licht ist für eine Zimmerpflanze also nicht automatisch schädlich, nur weil beim Menschen häufig über blaues Bildschirmlicht am Abend gesprochen wird.

Wichtig ist allerdings, wie viel von diesem Licht die Pflanze überhaupt erreicht. Ein Bildschirm ist wesentlich schwächer als direktes Sonnenlicht oder eine Pflanzenlampe. Steht die Pflanze mehrere Meter vom Fernseher entfernt, bekommt sie entsprechend wenig von dessen Licht ab.

Bei einer Pflanze direkt neben dem Fernseher oder Computermonitor sieht das schon etwas anders aus. Hier spielen die Helligkeit des Bildschirms und die Dauer der Beleuchtung eine Rolle. Es macht einen Unterschied, ob der Fernseher am Abend zwei Stunden läuft oder ein heller Monitor jede Nacht bis zum frühen Morgen direkt neben der Pflanze eingeschaltet bleibt.

Pflanzen brauchen außerdem Phasen, in denen es dunkel ist. Der Wechsel zwischen Tag und Nacht beeinflusst verschiedene Vorgänge innerhalb der Pflanze. Bekommt sie regelmäßig auch nachts ausreichend Licht, kann sich dieser Rhythmus verändern. Wie stark eine Pflanze darauf reagiert, hängt auch von der jeweiligen Pflanzenart ab.

Für die meisten Zimmerpflanzen dürfte ein Fernseher auf der anderen Seite des Raumes daher kaum eine Rolle spielen. Wer eine Pflanze direkt neben einem Bildschirm stehen hat, sollte dagegen auch darauf achten, wie hell dieser eingestellt ist und wie viele Stunden er nach Sonnenuntergang noch läuft.

Strahlung und elektromagnetische Felder

Bildschirme und andere technische Geräte geben nicht nur Licht ab, sondern erzeugen auch elektromagnetische Felder. Die elektromagnetischen Felder solcher Geräte sind dabei nicht mit gefährlicher Strahlung wie etwa Röntgenstrahlung vergleichbar. Ob sie trotzdem biologische Prozesse bei Pflanzen beeinflussen können, wird tatsächlich wissenschaftlich untersucht.

Eine Studie aus dem Jahr 2026 untersuchte unter anderem, wie Silber-Linden auf elektromagnetische Felder mit den beim WLAN verwendeten Frequenzen von 2,4 und 5 GHz reagieren. Bei den Pflanzen wurden Veränderungen bei der Photosynthese festgestellt und über den Untersuchungszeitraum von 102 Tagen beobachteten die Forscher außerdem eine schnellere Alterung der Blätter.

Dass Pflanzen überhaupt auf elektromagnetische Felder reagieren können, ist dabei gar nicht so abwegig, denn ihre Zellen arbeiten mit zahlreichen chemischen und elektrischen Prozessen. In wissenschaftlichen Untersuchungen wird deshalb beispielsweise geprüft, ob elektromagnetische Felder die Keimung, das Wachstum, die Photosynthese oder Reaktionen auf Stress verändern können.

Das bedeutet allerdings nicht, dass der WLAN-Router im Wohnzimmer unseren Zimmerpflanzen automatisch schadet. Bei solchen Untersuchungen spielen die Stärke und Frequenz der elektromagnetischen Felder, die Dauer der Einwirkung, der Abstand und auch die jeweilige Pflanzenart eine Rolle.

Die Ergebnisse eines kontrollierten Versuchs mit Silber-Linden lassen sich daher nicht einfach auf eine Monstera neben dem Fernseher übertragen. Auch der Abstand ist im Alltag relevant, denn die Stärke elektromagnetischer Felder nimmt mit zunehmender Entfernung von ihrer Quelle deutlich ab.

Eine Pflanze direkt neben einem technischen Gerät ist damit einer anderen Belastung ausgesetzt als eine Pflanze auf der anderen Seite des Raumes. Ganz ausschließen lässt sich ein Einfluss elektromagnetischer Felder auf Pflanzen nach dem bisherigen Forschungsstand nicht. Einen Grund, Fernseher, Router und Computer grundsätzlich aus Räumen mit Zimmerpflanzen zu verbannen, liefert die bisherige Forschung aber ebenso wenig.

Abwärme und verringerte Luftfeuchtigkeit als Risikofaktoren

Während Licht und elektromagnetische Felder unserer Geräte nach aktuellem Wissensstand keinen großen Einfluss auf Zimmerpflanzen haben dürften, könnten die Abwärme und die durch den Dauerbetrieb von Geräten teilweise verringerte Luftfeuchtigkeit schon eher zum Problem werden.

Elektronische Geräte erzeugen während des Betriebs Wärme, die an die Umgebung abgegeben wird. Bei einem einzelnen Bildschirm ist dieser Effekt im gesamten Raum kaum von Bedeutung. Direkt am Gerät können Temperatur und Luftbewegung für eine Pflanze aber durchaus anders aussehen.

Das gilt besonders für Computer und Spielekonsolen, bei denen Lüfter die entstehende Wärme aus dem Gehäuse transportieren. Steht eine Pflanze direkt vor einem solchen Luftstrom, können ihre Blätter über viele Stunden warmer und trockener Luft ausgesetzt sein. Auch die Erde kann unter diesen Bedingungen schneller austrocknen.

Viele beliebte Zimmerpflanzen stammen ursprünglich aus Regionen mit einer relativ hohen Luftfeuchtigkeit. Trockene Heizungsluft kann ihnen deshalb im Winter ohnehin zu schaffen machen. Stehen sie zusätzlich direkt neben technischen Geräten, kann sich dieser Effekt lokal verstärken.

Ein wenig Abstand ist daher auch unabhängig von Licht und elektromagnetischen Feldern sinnvoll. Vor allem sollte eine Pflanze nicht direkt vor den Lüftungsschlitzen eines Computers, Fernsehers oder einer Spielekonsole stehen.

Häufige Fragen zu Zimmerpflanzen und Bildschirmlicht

Beeinflusst das Licht von Fernsehern und Monitoren den Tag-Nacht-Rhythmus von Zimmerpflanzen?

Pflanzen besitzen wie Menschen einen eigenen Tag-Nacht-Rhythmus und reagieren auf den Wechsel zwischen Hell und Dunkel. Künstliches Licht zur eigentlich falschen Tageszeit kann diesen natürlichen Rhythmus beeinflussen – wie stark, hängt von der Art und Intensität des Lichts ab.

Ist blaues Bildschirmlicht schädlich für Zimmerpflanzen?

Nein, blaues Licht ist für Pflanzen nicht automatisch schädlich. Sie können sowohl rotes als auch blaues Licht für die Photosynthese nutzen. Entscheidend ist vor allem, wie viel Licht die Pflanze überhaupt erreicht: Ein Bildschirm ist deutlich schwächer als direktes Sonnenlicht oder eine Pflanzenlampe.

Schaden elektromagnetische Felder von Bildschirmen und Routern den Pflanzen?

Ein Einfluss lässt sich nach aktuellem Forschungsstand nicht vollständig ausschließen, ein Grund zur Sorge im normalen Alltag besteht aber nicht. Eine Studie aus dem Jahr 2026 stellte bei Silber-Linden unter WLAN-Frequenzen Veränderungen bei der Photosynthese und eine schnellere Blattalterung fest. Die Ergebnisse eines kontrollierten Versuchs lassen sich jedoch nicht einfach auf eine Zimmerpflanze im Alltag übertragen.

Kann die Abwärme von Fernsehern und Computern Zimmerpflanzen schaden?

Ja, das ist der im Alltag relevanteste Faktor. Vor allem Geräte mit Lüftern wie Computer und Spielekonsolen erzeugen warme, trockene Luft, die eine direkt danebenstehende Pflanze und ihre Erde austrocknen lässt. Etwas Abstand zu den Lüftungsschlitzen ist deshalb sinnvoll.

Wie viel Abstand sollte eine Zimmerpflanze zu Fernseher oder Monitor haben?

Für die meisten Zimmerpflanzen spielt ein Bildschirm auf der anderen Seite des Raumes kaum eine Rolle. Steht die Pflanze direkt neben dem Gerät, sollte sie nicht im Luftstrom der Lüftungsschlitze stehen und nicht über viele Stunden hinweg starker Bildschirmhelligkeit ausgesetzt sein.

Zimmerpflanzen sind robuster als man denkt – auch gegenüber dem Licht moderner Bildschirme. Den größten Einfluss auf ihr Wohlbefinden haben nach wie vor die klassischen Faktoren: ausreichend natürliches Licht, passende Wassergaben und die richtige Luftfeuchtigkeit am Standort. Wer seine Pflanzen nicht direkt vor Lüftungsschlitze stellt und ihnen einen kleinen Abstand zu dauerhaft laufenden Geräten gönnt, macht im Alltag schon fast alles richtig.