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Pflanzennamen im Volksmund
Zinnkraut, Zinngras, Scheuergrass, Schachtelhalm, Pferdeschwanz, Katzenwedel, Katzenschwanz
Wissenschaftlicher Name
Equisetum arvense L.
Pflanzenfamilie
Schachtelhalmgewächse (Equisetaceae)
Den Ackerschachtelhalm verwendet man bei:
Achselschweiß
Albuminurie
Blasenentzündung
Blutung
Fußpflege
Hautrötung
Mineralsalzmangel
Mundschleimhaut
Nasenbluten
Nierensteine
Schürfwunden
Schwangerschaftsstreifen
Transpiration
Wundbehandlung
Zahnpflege

Ackerschachtelhalm / Equisetum arvense
Foto: Kropsoq, GNU-Lizenz
Ackerschachtelhalm / Equisetum arvense
Foto: Sten Porse, GNU-Lizenz
Angst behandeln
Badetherapie
Frühjahrskur mit Kräutern
Hitzewallungen
Haarausfall stoppen
Impotenz behandeln
Kopfschmerzen behandeln
Menstruationsbeschwerden
Nervosität behandeln
Orangenhaut bekämpfen
Schwangerschaftsstreifen
Der sich durch Sporen vermehrende Ackerschachtelhalm gehört zur Gruppe der farnartigen Pflanzen. Im zeitigen Frühjahr beginnt der einjährig wachsende Ackerschachtelhalm bräunlich bis rötlich gefärbte fruchtbare Sprosse zu bilden. Zu Anfang des Sommers bilden sich dann grün gefärbte Sprosse mit quirlständig angeordneten Verzweigungen. In der Medizin die gesamte Pflanze, mit Ausnahme der Wurzeln, verwendet. Der Ackerschachtelhalm ist im gesamten Europa beheimatet, die für die medizinische Verwendung importierten Heilpflanzen kommen überwiegend aus China.
Der hohe Gehalt an Kieselsäure machte den Ackerschachtelhalm in früheren Zeiten zu einem sehr beliebten Putzmittel für Schüsseln, Becher und Teller aus Zinn. Aus dieser Zeit stammt auch der immer noch gebräuchliche Name Zinnkraut. Leicht verwechselbar ist der Ackerschachtelhalm mit dem Sumpfschachtelhalm. Beide Pflanzen besitzen nicht nur ein ähnliches Aussehen; sie wachsen auch gemeinsam an feuchten Standorten, wie Sumpfwiesen und neben Bachläufen. Bei dem Sumpfschachtelhalm muss man sehr vorsichtig sein. Diese Pflanze besitzt einen hohen Gehalt an Alkaloiden und gilt als giftig.
Der Ackerschachtelhalm wächst im gesamten Europa bis in Höhen von 2400 m. Bevorzugte Standorte des Ackerschachtelhalm sind Wegränder, feuchte Gräben und unkultivierte Gelände.
Der Ackerschachtelhalm wirkt adstringierend, harntreibend, blutstillend, mineralisierend und narbenbildend.
In der Naturheilkunde verwendet man von dem Ackerschachtelhalm die gesamte Pflanze ohne die Wurzeln.
Mineralsalze (Kieselsäure), Glykoside, Gerbstoffe, Saponin, Bitterstoffe
Der Ackerschachtelhalm wird innerlich und äußerlich angewendet.
Anwendungen mit dem Ackerschachtelhalm in der Naturheilkunde finden Sie auf folgenden Seiten: Achselschweiß, Albuminurie, Blasenentzündung, Blutung, Fußpflege, Hautrötung, Mineralsalzmangel, Mundschleimhaut, Nasenbluten, Nierensteine, Schürfwunden, Schwangerschaftsstreifen, Transpiration, Wundbehandlung, Zahnpflege
Im Ackerschachtelhalm sind mineralische Bestandteile enthalten, Kieselsäure und Kaliumsalze machen den größten Anteil dieser mineralischen Stoffe aus. Die im Ackerschachtelhalm vorkommenden Flavonoide fördern die Harnausscheidung, sie wirken also diuretisch. Zur Behandlung entzündlichen Erkrankungen der Harnwege bei Nierengrieß und bei durch Verletzungen hervorgerufene Ödeme (Ansammlung von Flüssigkeit im Gewebe der Haut) benutzt man Tees aus dem getrockneten Kraut des Ackerschachtelhalm.
In kosmetischen Produkten findet man Auszüge aus dem Ackerschachtelhalm, die in dem Kraut vorkommende Kieselsäure soll eine stärkende Wirkung auf das Bindegewebe, die Haut und die Nägel besitzen. Bäder und Umschläge mit Zubereitungen aus dem Ackerschachtelhalm sollen eine wundheilende Förderung haben.
Obwohl die Anwendungen mit Heilkräutern oft eine positive Wirkung auf Beschwerden haben, sollte man vor der Heilpflanzenanwendung immer Rücksprache mit einem Arzt halten.
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Teezubereitung
Für einen Tee aus Ackerschachtelhalm nimmt man 3 Teelöffel (3 bis 5 g) des getrockneten Krautes. Dies gibt man in einen kleinen Topf und kocht es 5 Minuten in 150 ml Wasser. Danach lässt man den Sud noch etwa 15 Minuten lang ziehen und seiht ihn dann ab. Zwischen den Mahlzeiten kann man mehrmals täglich etwas von diesem Tee trinken. Maximale Dosis pro Tag sind ca. 7 g Schachtelhalmkraut als Teeaufguß
Bäder
Für Bäder mit dem Ackerschachtelhalmkraut setzt man einen Sud aus heißem Wasser und getrocknetem Schachtelhalmkraut auf. Nachdem dieser Sud etwa 50 Minuten lang gezogen hat, seiht man ihn ab und gibt die Flüssigkeit dem Badewasser hinzu. Als Richtlinie gilt ca. 1 g getrocknetes Kraut pro Liter Badewasser
Umschläge:
Man stellt einen Sud aus 5 bis 6 Teelöffeln Kraut und siedendem Wasser her. Die Zubereitung erfolgt wie beim oben beschriebenen Tee.
Wichtige Hinweise
Zubereitungen aus dem Ackerschachtelhalm sollte man bei kleinen Kindern und Säuglingen nicht anwenden, ohne vorher den Rat eines Arztes eingeholt zu haben.
Die Behandlungen von Ödemen gilt nur für verletzungsbedingte Ansammlung von Wasser im Gewebe. Ödeme die aufgrund einer mangelhaften Herz- oder Nierentätigkeit entstanden sind müssen ärztlich behandelt werden.
Aufgrund der entwässernden Wirkung des Tees muss man auf ausreichende Flüssigkeitsaufnahme koffeinfreier und nicht-alkoholischer Getränke achten.
In der Volksmedizin gilt der Ackerschachtelhalm entsprechend den oberen Beschreibungen als wirksam, tatsächlich wissenschaftlich belegt ist jedoch nur die diuretische Wirkung der Pflanze.
Verwendung und Verarbeitung der Heilpflanzen