Farne

Farne gehören zu den Blattpflanzen, sie unterscheiden sich praktisch von allen anderen Pflanzenarten, da sie keine Blüten und Samen ausbilden. Farne erledigen ihre Vermehrung mittels Sporen.

Adiantum

Geweihfarn

Obwohl die Farnpflanzen zu mehreren unterschiedlichen Familien gehören, besitzen sie doch einige gemeinsame Merkmale. Farne sind weltweit verbreitet. für uns Zimmergärtner sind besonders die Farne aus den klimatisch wärmeren Gegenden interessant, da sie sich sehr gut der gleichmäßigen Wärme unserer Wohnung anpassen.

Epiphytische und terrestrische Farne

Viele Farnarten gedeihen im Humus der sich in Ausbuchtungen oder Astgabeln von Bäumen ansammelt, ohne jedoch mit den Wurzeln in die Bäume einzudringen und diese zu schädigen.

Solche Farne gehören zur Gruppe der epiphytischen Pflanzen. Meist vertragen die in den oberen Kronbereichen der Wälder wachsenden Farne auch etwas kräftigere, zerstreute Sonnenbestrahlung.

Die terrestrischen Farn-Arten wachsen auf dem Boden und gedeihen besonders gut in der feuchten und schattigen Atmosphäre der Wälder. Farne aus solchen Habitaten, vertragen auch lichtarme und schattige Plätze in der Wohnung.

Luftfeuchtigkeit fördert das Wachstum

Damit die Farne ihre wunderschönen Wedel kräftig ausbilden können, benötigen sie eine hohe Luftfeuchtigkeit. Die Farnwedel setzten sich aus Blattstielen und Blattspreiten zusammen. Je nach Art des Farnes gibt es erhebliche Unterschiede in der Form und der Größe der Wedel und Blattstiele.

Farnpflanzen bilden keine Blüten

Farne blühen nicht und bilden auch keine Samen aus. Farne vermehren sich durch Sporen. Auf der Unterseite von Farnwedeln findet man die Sporenkapseln. Sobald diese reif sind springen die Kapseln auf und geben die Sporen zur Vermehrung der Farne frei.

Farnpflanzen vermehren

Die Vermehrung von Farnen durch Teilung der Rhizome ist eine verbreitete und leicht durchzuführende Variante der Vermehrung. Beispiel: Davallia

Einige Farnarten bilden an ihren Wedeln Adventivpflanzen aus. Diese kleinen Pflänzchen kann man hervorragend zur Vermehrung des Farnes benutzen.

Farne und das Licht

Die meisten Farne benötigen oder vertragen kein direktes Sonnenlicht, die zarten Wedel der Farne werden durch direktes Sonnenlicht versengt. Farne geben an dunkleren und schattigen Standorten sehr dekorative Zimmerpflanzen ab. Plätze die aufgrund der Lichtverhältnisse für die meisten Zimmerpflanzen ungeeignet sind können für Farne durchaus geeignet sein.

Farne benötigen schattige Standorte

Farne sollten immer einen schattigen Platz im Zimmer haben. Nur die flach einfallende Wintersonne, morgens oder abends kann dem Wachstum eines Farnes förderlich sein. Um ein gleichmäßiges und rundes Wachstum der Farne zu fördern kann man den Topf alle drei bis vier Tage um ein viertel drehen. Hierdurch wird der einseitige Wuchs, alle Wedel drehen sich zum Licht hin, vermieden.

Farne - Ruheperiode

In einer warmen Umgebung mit noch geeigneten Lichtverhältnissen wachsen Farne ganzjährig und bilden neue Wedel aus. Als Ausnahme ist der unter dem Namen "Venushaar" bekannte Farn Adiantum zu benennen. Dieser Farn benötigt eine Ruhezeit im Winter. In dieser Zeit ist das Wachstum des Adiantum eingeschränkt.

Temperaturen

Für die meisten als Zimmerpflanzen gepflegten Farne ist eine mittlere Raumtemperatur zwischen 18-25 °C ideal. Sollten die Temperaturen einmal unter 18 °C sinken, so ist dies auch kein Anlass zur Sorge. In der Regel vertragen die meisten Farne Temperaturen bis 9 °C ohne Schaden zu nehmen. Bis die Temperaturen wieder steigen stellen die Farne das Wachstum ein und gehen in eine Ruheperiode über.

Bei Temperaturen über 22 °C sollte man die Farne mindestens einmal pro Tag mit weichem, nicht kalkhaltigem Wasser fein besprühen. Wichtig ist zimmerwarmes und kein kaltes Wasser zu verwenden. Der Sprühnebel muss fein sein, große Wassertropfen führen zu Flecken oder Beschädigungen mancher Farnarten. Eine für Wassertropfen empfindliche Farnart ist z. B. Polypodium Aurea.