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Farne / Farnpflanzen
Die Farne gehören zu den Blattpflanzen, sie unterscheiden sich
von praktisch allen anderen Pflanzenarten durch Ihre Vermehrung
mittels Sporen.
Obwohl die Farne zu mehreren unterschiedlichen Familien gehören,
besitzen sie doch einige gemeinsame Merkmale. Farne sind
weltweit verbreitet. Für uns Zimmergärtner sind besonders die
Farne aus den klimatisch wärmeren Gegenden interessant, da sie
sich sehr gut der gleichmäßigen Wärme unserer Wohnung anpassen.
Viele Farnarten gedeihen im Humus der sich in Bäumen ansammelt,
ohne jedoch mit den Wurzeln in die Bäume einzudringen und diese
zu schädigen. Diese Farne gehören zur Gruppe epiphytischen
Pflanzen. Die terrestrischen Arten der Farne wachsen auf dem
Boden und gedeihen besonders gut in der feuchten und schattigen
Atmosphäre der Wälder.
Damit die Farne ihre wunderschönen Wedel kräftig ausbilden
können benötigen sie eine hohe Luftfeuchtigkeit. Diese Farnwedel
setzten sich aus Blattstielen und Blattspreiten zusammen. Je
nach Art des Farnes gibt es erhebliche Unterschiede in der Form
und der Größe der Wedel und Blattstiele.
Bild:
Cyrtomium falcatum
Foto:
Ixitixel
Lizenz: GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Farne blühen nicht und bilden auch keine Samen aus. Farne
vermehren sich durch Sporen. Auf der Unterseite von Farnwedeln
findet man die Sporenkapseln. Sobald diese reif sind springen die
Kapseln auf und geben die Sporen zur Vermehrung der Farne frei. Die
Vermehrung
von Farnen durch Teilung der Rhizome ist eine verbreitete Variante
der Vermehrung in Zimmerkultur. Beispiel:
Davallia
Einige Farnarten bilden an ihren Wedeln Adventivpflanzen aus.
Diese kleinen Pflänzchen kann man hervorragend zur Vermehrung des
Farnes benutzen.
Die Wurzeln der Farne sind generell dünn und drahtig.
Farne und das Licht
Farne benötigen kein direktes Sonnenlicht, sie geben an
dunkleren und schattigen Standorten sehr dekorative
Zimmerpflanzen ab. Plätze die aufgrund der Lichtverhältnisse für
die meisten Zimmerpflanzen ungeeignet sind können für Farne
durchaus geeignet sein. In einer warmen Umgebung mit noch
geeigneten Lichtverhältnissen wachsen Farne ganzjährig
und bilden neue Wedel aus. Als Ausnahme in der Zimmerkultur ist
der unter dem Namen "Venushaar" bekannte Farn
Adiantum zu benennen. Diese Farn
Art benötigt eine
Ruhezeit im Winter. In dieser Zeit ist das Wachstum
des Farnes eingeschränkt.
Die zarten Wedel der Farne werden durch direktes Sonnenlicht
versengt. Farne sollten einen schattigen Platz im Zimmer haben.
Nur die flach einfallende Wintersonne, morgens oder abends kann
dem Wachstum eines Farnes förderlich sein. Um ein gleichmäßiges
und rundes Wachstum der Farne zu fördern kann man den Topf alle
drei bis vier Tage um ein viertel drehen. Hierdurch wird der
einseitige Wuchs, alle Wedel drehen sich zum Licht hin,
vermieden.
Bild:
Cyrtomium falcatum
Foto:
Vieux jardin botanique de Göttingen
Lizenz: GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Farne und die Temperatur
Für die meisten Farne ist eine mittlere Raumtemperatur zwischen
18-25 °C ideal. Sollten die Temperaturen einmal unter 18 °C sinken,
so ist dies auch kein Anlass zur Sorge. In der Regel vertragen die
meisten Farne Temperaturen bis 9 °C ohne Schaden zu nehmen. Bis die
Temperaturen wieder steigen stellen die Farne das Wachstum ein und
gehen in eine Ruheperiode über. Bei Temperaturen über 22 °C sollte
man die Farne mindestens einmal pro Tag mit weichem, nicht
kalkhaltigem Wasser fein besprühen. Wichtig ist zimmerwarmes und
kein kaltes Wasser zu verwenden. Der Sprühnebel muss fein sein,
große Wassertropfen führen zu Flecken oder Beschädigungen mancher
Farnarten. Eine für Wassertropfen empfindliche Farnart ist z. B.
Polypodium Aurea.
Hier geht es weiter:
Farne richtig Gießen / Luftfeuchtigkeit

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Grundlagen für Farne:
Teil 1:
Lichtbedarf und Temperaturbedingungen
Teil 2:
Gießen und Luftfeuchtigkeit
Teil 3:
Farne richtig düngen
Teil 4:
Erde und umtopfen
Teil 5: So vermehre ich meinen Farn erfolgreich
Kulturanleitungen Farne:
Adiantum |
Asplenium |
Blechnum |
Cyrtomium |
Davallia |
Nephrolepis |
Pellaea |
Phlebodium |
Phyllitis |
Platycerium |
Polystichum |
Pteris
Grundlagen für alle Zimmerpflanzen
Teil 1:
Die richtigen Lichtverhältnisse für Zimmerpflanzen
Teil 2:
Zimmerpflanzen richtig Gießen
Teil 3:
Der Temperaturbedarf unserer Zimmerpflanzen
Teil 4:
Zimmerpflanzen richtig Düngen
Teil 5:
Vermehrung von Zimmerpflanzen

Bild: Asplenium nidus
Foto:
Anna Lizenz:
GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Foto:
Blechnum spicant
Bild:
C. A. M. Lindman Lizenz:
Public Domain.

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