Kalanchoe Kohleria
deutsche Pflanzennamen: Kalla Kalmus Kamelie Kanonierblumen Kardamom Kastanienwein Katzenschwänzchen Kentia-Palmen Klimme Klebesamen Keulenlilie Köcherblümchen Königspalme Königswein Kokosnuss Kolbenfaden Korallenbeere Kranzschlinge Kreuzbraut Krokus Kugelkaktus Kumquat Kussmäulchen
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Kalanchoe / Brutblatt /SukkulentenDie Kalanchoen treten in sehr unterschiedlichen Formen und Größen auf. Kalanchoen zählen ausnahmslos zu den Sukkulenten. Einige Kalanchoen besitzen sehr attraktive Blätter und Formen, andere Arten zeichnen sich durch hübsche und langlebige Blütenstände aus. Kalanchoen sind langlebige Kulturpflanzen die kurze Trockenperioden und niedrige Luftfeuchtigkeit bedenkenlos überstehen.
Kalanchoe tubiflora hat einen bis zu 90 cm hohen Stengel, kann aber gelegentlich auch kürzere Triebe an der Basis ausbilden. Die Blätter sind zu dritt rund um den Stengel angeordnet und bis zu 13 cm lang. Sie sind quirlformig, kaum 1 cm breit und an der Oberseite mit einer schmalen Rinne versehen. Sie sind blaß gelblichgrün bis blaugrün gefärbt und braunviolett gefleckt; an der Spitze eines jeden Blattes sitzen vier oder mehr Adventivpflänzchen. Gegen Ende des Winters treten 2-3 cm lange, orangerote, glockenförmige Blüten in flachen Trugdolden an der Spitze eines 30 cm langen Stengels auf.
Kalanchoe beharensis ist eine der prächtigsten Blattpflanzen. Während sie in der freien Natur rund 3 m Höhe erreichen kann, wird sie im Zimmer selten höher als 45 bis 60 cm. Ihre Blätter sind bis zu 30 cm lang, rechteckig oder spatenförmig, an den Rändern gewellt und mit dichten, feinen Haaren bedeckt. Die Haare sind an der Blattoberseite rostbraun, an der Unterseite etwas heller. Während ihrer Entwicklung wirft die Pflanze die unteren Blätter ab und behält schließlich nur noch acht bis zehn Blattpaare im oberen Bereich des gedrungenen, verholzenden Stengels. Sie verzweigt sich kaum und wird später so kopflastig, dass man sie stützen muss. In freier Natur erscheinen rosarote Blüten, in Zimmerkultur dagegen sind sie recht selten.
Kalanchoe blossfeldiania gibt es kaum noch in der ursprünglichen Art, denn sie wurde durch zahlreiche verbesserte Sorten ersetzt. Es handelt sich um blühende Topfpflanzen, die man in voller Blüte, besonders zur Weihnachtszeit und im Frühjahr. Die Pflanze wird 15 bis 35 cm hoch und wächst buschig. Ihre Blätter sind dick und fleischig, dunkelgrün, oft mit rotem Rand, eilänglich-stumpf und werden bis zu 7 cm lang. 20 bis 50 kleine Blüten bilden dichte Trugdolden.
Kalanchoe daigretnontiana bildet einen einzelnen, unverzweigten Stamm von 45 bis 60 cm Länge aus, an dem gegenständige Paare fleischiger, glänzender und lanzettförmiger Blätter sitzen. Diese werden etwa 10-13 cm lang, sind blaugrün und haben purpurrot gefleckte Unterseiten. Die gezähnten Blattränder rollen sich leicht nach innen. Die winzigen Adventivpflänzchen, die in den Lücken zwischen den Zähnen sitzen, haben bereits 1 cm lange Luftwurzeln. An einem Blatt bilden sich während der Vegetationsperiode bis zu 50 solcher Adventivpflänzchen. Die rosaroten Blüten treten nur an erwachsenen Pflanzen auf und sind röhrenförmig, 2,5 cm lang und hängen herab. Sie entwickeln sich von Januar bis März in ziemlich flachen Trugdolden an 30 cm langen Stielen.
Kalanchoe mamorata ist eine buschige, rund 50 cm hohe Sukkulente mit glänzenden, fleischigen Blättern. Sie werden bis zu 10 cm lang, sind verkehrt-eiförmig, blaugrau und haben große, braune Flecken und gezähnte Ränder. Blüten werden selten gebildet.
Kalanchoe tomentosa ist eine sehr hübsche Blattpflanze mit lockeren Rosetten ovaler Blätter an verholzenden Stengeln, die bis zu 45 cm hoch werden. Die 5 bis 7 cm langen Blätter sind mit feinen, borstigen und meist silbrigen Haaren filzig bedeckt, an manchen Randstellen sind diese Haare jedoch bei jungen Blättern rostig orangerot und bei älteren schokoladenbraun. Blüten werden nur selten ausgebildet.
Kulturanleitung Kalanchoe
Licht: Eine Kalanchoe benötigt einen hellen Standort mit mehreren Stunden täglicher Sonneneinstrahlung.
Gießen: Die Kalanchoen werden während der Wachstumsphase sehr sparsam gegossen, gerade soviel, dass der Topfballen leicht durchfeuchtet wird. Vor der jeweils nächsten Wassergabe lässt man die Erde immer leicht antrocknen. Während der Ruheperiode gießt man nur mäßig und lässt die Erde nicht vollständig austrocknen. Wenn Kalanchoen zu stark gegossen werden, neigen die Wurzeln zur Fäulnis.
Temperatur: Die Kalanchoen wachsen gut bei Zimmertemperaturen von 18 bis 24 °C. Während der winterlichen Ruheperiode sollte die Temperatur bei 10 bis 13 °C liegen und nicht unter 8 °C fallen.
Vermehrung: Kalanchoen kann man gut durch Kopfstecklinge oder Adventivpflanzen vermehren.
Stecklinge schneidet man im Frühjahr und lässt sie in einem kleinen Pflanzgefäß mit einem Gemisch aus Torf und Sand bewurzeln. Die Töpfe stellt man an einen hellen, warmen Platz. Sobald die oberste Schicht der Erde angetrocknet ist, wird leicht nachgegossen. Nach erfolgreicher Bewurzelung, der durch neuen Austrieb angezeigt wird, setzt man die jungen Pflanzen in Schalen mit der für eine Kalanchoe geeigneten Erdmischung. Danach behandelt man die Jungpflanzen wie ausgewachsene Exemplare weiter.
Da an den Trieben mancher Kalanchoen lange Blätter sitzen, ist es schwierig, diese als Stecklinge zu verwenden. Man zieht deshalb neue Pflanzen aus Blättern heran. Dazu wird ein reifes und gesundes Blatt abgenommen und mit einer Rasierklinge ein Streifen vom Außenrand weggeschnitten, um das innere Gewebe freizulegen. Das Blatt verankert man mit einem Drahthaken auf einer Unterlage aus feuchtem Sand oder beschwert es mit kleinen Steinen. Es entstehen dann kleine Pflänzchen an den beschnittenen Rändern. Man kann solche Pflänzchen aber auch heranziehen, solange sich das Blatt noch an der Mutterpflanze befindet, indem man ein Stück vom Außenrand wegschneidet und drei bis vier Einschnitte vom Rand zur Blattmitte macht. Sobald die nach einer der beiden Methoden herangezogenen Pflänzchen 2 cm oder größer sind, löst man sie vorsichtig vom Blatt ab und drückt sie zur weiteren Bewurzelung behutsam in ein angefeuchtetes Gemisch aus Torf und Sand; anschließend können sie umgetopft und wie ausgewachsene Pflanzen weiterbehandelt werden.
Erdmischung: Kalanchoen pflanzt man in Erde auf Kompostbasis mit einer Beimischung aus etwas scharfem Sand oder Perlite.
Umtopfen: Da die Pflanzen sehr empfindlich auf zu viel Nässe reagieren, sollte man durch einlegen von Tonscherben auf dem Topfboden für einen guten Wasserabzug sorgen. Bei Bedarf werden die Kalanchoen im zeitigen Frühjahr in größere Pflanzgefäße umgepflanzt.
Dünger: Die Kalanchoe wird vom Frühjahr bis zum Herbst alle 4 bis 6 Wochen mit Flüssigdünger gedüngt. Hier geht es weiter im Pflanzenlexikon:Kohleria
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