Klimme - Kulturanleitung & Pflege der Zimmerpflanzen

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Klimme

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Pflanzenlexikon K - Klimme

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Klimme

Cissus Arten (Klimme) sind fleißig kletternde Blattpflanzen die man auch sehr gut als Hängepflanzen In Blumenampeln kultivieren kann. Die meisten Klimmen bilden spiralige Ranken aus, mit denen sie sich an jedem Halt festklammern. Klimme Arten sind leicht zu kultivieren.

Cissus antarctica, auch Känguruhwein genannt, kann bei Kultivierung in der Wohnung über 3 m hoch werden. Man zieht die Triebe der Klimme oft an Holzspalieren, die häufig als Raumteiler dienen, oder verwendet sie als Hintergrund für eine Gruppierung anderer Pflanzen. Die spitz zulaufenden, eirunden Blätter sind leicht glänzend, mittelgrün gefärbt und erreichen eine Länge von etwa 10 cm. Die einzeln an kurzen, roten Blattstielen wachsenden Blätter sind leicht gezähnt.. Lässt man eine Cissus antaretica sich ungehindert entwickeln, so beträgt der jährliche Zuwachs mindestens 70 cm.

Es gibt aber auch eine sehr langsam wachsende Zwergform, Cissus antarctica "Minima", deren Triebe stärker in die Breite als in die Länge wachsen. Diese Klimme Sorte eignet sich sehr gut für Blumenampeln..

Cissus discolor ist wegen ihres hübschen, farbenfrohen Laubs auch unter der Bezeichnung Bunte Klimme oder Buntblättrige Klimme bekannt. Diese Klimme Art hat sehr schlanke, kletternde Triebe und herzförmige in einer schmalen Spitze auslaufende 10 bis 20 cm lange Blätter. Die Oberseite ist hellgrün, leicht samtig mit silbriger und schwach Lila gefärbter Zeichnung zwischen den Blattadern, die Unterseite der Blätter ist bei der Cissus discolor ist rot gefärbt. Diese Klimme Art ist etwas anspruchsvoller. Cissus discolor braucht gleichmäßige Wärme, eine hohe relative Luftfeuchtigkeit, einen hellen Standort ohne direkte Sonnenbestrahlung. Zugluft wird von dieser Klimme nicht vertragen.

Cissus rhombifolia, auch rautenblättrige Klimme oder Königsklimme genannt, findet man im Handel auch unter der Bezeichnung Rhoicissus rhomboidea. Die gezähnten, rautenähnlich geformten Blätter dieser Klimme Art wachsen an kurzen Stielen. Jungen Triebe der Cissus rhombifolia glänzen leicht silbrig, denn sie sind mit feinem Haarflaum bedeckt. Die älteren Blatter sind dunkelgrün gefärbt mit braunen, feinen Haaren auf der Unterseite. Die Ranken der Cissus rhombifolia verzweigen sich an den Enden und sind geringelt. Die Klimme  wächst schnell und kräftig, der jährliche Zuwachs kann 60 bis 90 cm betragen.

Cissus striata, auch Zwergklimme genannt, ist die kleinste in Zimmerkultur gehaltene Cissus-Art. Diese Klimme besitzt sehr dünne, rötlich gefärbte Triebe und Blätter, die sich aus 5 winzigen Fiederblättern zusammensetzten. Diese Fiederblätter sitzen an kurzen Blattstielen und erreichen zusammen einen Durchmesser von etwa 6 cm. Auf der Oberseite sind die Blätter der Cissus striata grün und hell geädert, die Unterseite der Blätter ist rosafarben. Cissus striata kommt besonders gut in kleinen Blumenampeln zur Geltung.

Kulturanleitung Klimme:

Licht:  Fast alle Klimme Arten können sich recht unterschiedlichen Lichtverhältnissen anpassen. Im allgemeinen stellt man eine Klimme an einen hellen Platz ohne längere direkte Sonnenbestrahlung.  Zu viel und zu kräftiges  Sonnenlicht ruft auf den Blättern der Klimme durchscheinende Flecken hervor, die sich nach einiger Zeit, besonders bei Cissus antaretica, braun färben.

Gießen: Cissus discolor darf nur mäßig gegossen werden, da die Blätter dieser Klimmen Art sonst vorzeitig abfallen. Man gibt der Cissus discolor nur so viel Wasser, dass der Topfballen mäßig feucht ist und nicht durchweicht. Vor der jeweils nächsten Wassergabe lässt man den Erdballen in den obersten Schichten, möglichst bis zur Mitte des Topfes, abtrocknen.

Die anderen Klimme Arten haben einen höheren Wasserbedarf. Man gießt vom Frühling bis zum Herbst gleichmäßig und lässt die Oberfläche der Erde vor dem nächsten Gießen leicht antrocknen. Während der winterlichen  Ruhezeit werden alle Klimme Arten nur wenig gegossen. Man achte nur darauf, dass der Topfballen nicht austrocknet.

Temperatur: Klimmen lieben einen warmen Standort mit Temperaturen über 20 °C. Im Winter sollte man eine Ruhepause bei Temperaturen um die 12 °C einhalten.

Cissus discolor verliert ihre Blätter, wenn die Temperaturen während der Hauptwachstumszeit unter 18 °C absinken. Im Winter ist der Blattabwurf für eine Cissus discolor normal.

Vermehrung: Man vermehrt die Klimme im Frühjahr mit 7 bis 15 cm langen Kopfstecklingen. Die unteren Blätter der Stecklinge werden entfernt und die Schnittfläche wird in ein Bewurzelungshormon getaucht. 5 bis 8 dieser Stecklinge setzt man zusammen in einen Topf mit einem Gemisch aus leicht angefeuchtetem Torf und scharfem Sand. Dann stülpt man einen Plastikbeutel über die Pflanzgefäße und stellt diese an einen warmen Platz. Die Stecklinge müssen man vor direkter Sonnenbestrahlung geschützt werden.

Wenn nach 6 bis 8 Wochen ein neuer Austrieb die erfolgreiche Bewurzelung der Stecklinge anzeigt, entfernt man den Plastikbeutel und gießt die jungen Klimmen sehr mäßig, der Topfballen sollte immer nur leicht feucht sein. Erscheinen einem die jungen Klimmen kräftig genug, setzt man sie in die endgültigen Töpfe mit normaler Blumenerde um.

Alternativ zur oben beschriebenen Vermehrungsmethode durch Stecklinge kann man kleine Töpfe mit Vermehrungserde aus einem Torf-Sand Gemisch neben die Mutterpflanze stellen und die hängende Triebe auf die Substratoberfläche absenken. Nachdem die Triebe ausreichend Wurzeln gebildet haben zerschneidet man die Verbindung zur Mutterpflanze.

Erdmischung: Für die Kultivierung der Klimme verwendet man eine lockere Blumen- oder Komposterde.

Umtopfen: Im zeitigen Frühjahr verpflanzt man die Klimme bei Bedarf in etwas größere Töpfe. Bei gleichmäßiger Düngung finden auch große Klimmen in einem 20 bis 30 cm Topf genügend Platz.

Dünger: Während der Hauptwachstumszeit verabreicht man alle 14 Tage einen normalen Flüssigdünger.

Hinweise: Um ein verzweigtes Wachstum der Klimme zu fördern, werden die Vegetationspunkte regelmäßig ausgeschnitten. Wenn eine Klimme die unteren Blätter einer Ranke abwirft und an der Basis kahl wird, sollte man die Pflanze im Frühjahr kräftig zurückschneiden. Bei großen Klimmen ist es ratsam, den Haupttrieb im Frühjahr um etwa 1/3 zu kürzen. Auch die Seitentriebe einer Hauptranke werden bis auf eine Länge von 5 cm zurückgeschnitten.

Krankheiten & Pflanzenschädlinge:

Rote Spinne
Werden Klimmen bei zu geringer Luftfeuchtigkeit kultiviert, sollte man mit einem Befall durch die Rote Spinne rechnen.

Bei einem Befall mit der roten Spinne sind die befallenen Blätter der Klimme mit einem feinen Gespinst überzogen. Bei einer  genaueren Untersuchung sieht man kleine helle bis gelblich weiße Flecken. Bei stärkerem Befall mit der roten Spinne ändert sich die Farbe der Blätter von grün zu gelb und graugün bis kupferbraun.
> Rote Spinne bekämpfen / Symptome erkennen

Schmierläuse / Wollläuse
Auch der Befall mit diesen üblen Pflanzenschädlingen wird an der Klimme öfter beobachtet. Das kleine, weiße, an Wattebäusche erinnernde Gespinst der Schmierläuse ist gut auf den Blättern der befallenen Pflanzen zu erkennen.
> Schmierläuse bekämpfen / Symptome erkennen

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