Washingtonia pflegen

Washingtonia filifera

Washingtonia filifera

Deutscher Name: Priesterpalme, Petticoatpalme, Washingtonie
Wissenschaftl. Name: Washingtonia filifera, Washingtonia robusta
Wuchshöhe: 2 bis 3 m (8m)
Verwendung: Blattschmuckpflanze
Schwierigkeit: pflegeleicht

Steckbrief / Beschreibung

Die zu den Fächerpalmen gehörende Washingtonia ist eine recht leicht zu pflegende Zimmerpflanze. Es gibt zwei Arten der Gattung Washingtonia: Washingtonia robusta und Washingtonia filifera. Ein Charakteristikum an der Washingtonia filifera sind die feinen, von den Blattenden herabhängenden Fasern, welche an der Washingtonia robusta vollkommen fehlen. Aufgrund ihres schnellen Wachstums werden diese beiden Palmen für die Fensterbank rasch zu hoch. Die Washingtonia eignen sich aber hervorragend als solitäre Blickfänge für helle Eingangsbereiche oder Treppenhäuser.

Washingtonia filifera

In der Natur wachsende Palmen dieser Gattung erreichen eine Höhe von bis zu 15 m. Der dicke Stamm der Palme wird von den abgetrockneten Blättern dicht bedeckt. Kultiviert man die Washingtonia im Garten oder in der Wohnung, so entfernt man diese Blätter sobald sie abgetrocknet sind.

Washingtonia robusta

In der Natur wachsende Palmen dieser Gattung erreichen die imposante Höhe von bis zu 30 m. Der Stamm der Washingtonia robusta wird dicht von den abgetrockneten Blättern bedeckt. Kultiviert man die Washingtonia robusta im Garten oder in der Wohnung, so entfernt man diese Blätter sobald sie abgetrocknet sind.

Standort / Licht

Washingtonia benötigt einen hellen Standort mit einigen Stunden täglicher Sonnenbestrahlung während der Morgen- oder Nachmittagsstunden. Die Palmen dürfen nicht der prallen Mittagssonne ausgesetzt sein. Bei ausreichend guten Lichtverhältnissen bilden sich sehr schön gefärbte, kräftige neue Wedel. Unzureichende Lichtverhältnisse lässt die Palme ihre unteren Wedel verlieren.

Pflanzen bleiben nur gesund und vital, wenn ihre Lichtbedürfnisse erfüllt werden. Kenntnisse über die Lichtstärke, angegeben in Lux, geben Auskunft ob der Standort hell genug ist. Pflanzen mit geringem Lichtbedarf benötigen immer noch mindestens 500 bis 600 Lux. Zimmerpflanzen für sehr helle Standorte brauchen 1600 Lux und mehr.

Himmelsrichtung, Jahreszeit, Verglasung und vor der Wohnung stehende Bäume und Büsche reduzieren die Lichtstärke schnell um 30 bis 70%. Bereits 2 bis 3 Meter hinter einem hellen Fenster kann es bereits zu dunkel für die meisten Topfpflanzen sein. Auch zu viel Licht ist für zahlreiche Zimmerpflanzen schlecht, es muss abgeschattet werden oder man ändert den Standort.

Lichtmangel Symptome

  • Lange, helle zum Licht wachsende Triebe, weiter Blattabstand und bleiches, aufgehelltes Laub
  • Schlaffer, nicht stabiler Wuchs
  • Dünne, blassgrüne, durchscheinende Blätter
  • deutlich zu kleine Blätter, weiche Triebe
Standort finden

Sicherheit über die Lichtstärke erhält man nur mit einem Luxmeter. Dieses wichtige Hilfsmittel finden Sie hier:

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Lesetipp: So findet man den richtigen Standort
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Gießen / Wässern

Während er Hauptwachstumsphase gießt man die Washingtonia reichlich, die Erde sollte immer etwas feucht sein und nicht eintrocknen. Man achte dabei aber darauf, dass beim Gießen kein überflüssiges Wasser im Übertopf stehenbleibt. Während der winterlichen Ruhepause wird nur mäßig gegossen, die Erde sollte vor der nächsten Wassergabe in der oberen Schicht etwas abtrocknen. Staunässe, Ballentrockenheit und tropfnasse Erde werden von den Washingtonia nicht vertragen.

Wann, wie viel und wie oft gegossen wird kann nicht generell beantwortet werden. Das sorgt, besonders bei unerfahrenen Pflanzenfreunden für Unsicherheit. Man sollte es sich aber auch nicht zu schwer machen.

Grundsatz beim Gießen

Wenn man sich nicht sicher ist, sollte man lieber etwas weniger als zu viel Gießen. Die wenigsten Zimmerpflanzen gehen an Trockenheit ein, meistens werden sie zu Tode gewässert.

Weshalb wird zu viel gewässert ?

Wenn eine Pflanze schlapp aussieht, greifen viele Hobbygärtner zuerst zur Gießkanne. Dies ist der mit Abstand häufigste Pflegefehler. Bei schlaffen Pflanzen sollte man nicht wässern ohne die Erde zu prüfen, denn sehr oft ist nicht der Wassermangel an einer siechenden Pflanzen schuld.

Zum Prüfen des Feuchtigkeitsgehalts fühlt man zuerst mit einem Finger oder dem Handrücken ob sich das Substrat feucht anfühlt. Besteht weiterhin Unsicherheit, so zerreibt man einige Erdkrümel zwischen den Fingern. Feuchte oder trockene Erde kann man so gut unterscheiden. Vor und nach dem Gießen sollten Sie das Pflanzgefäß kurz anheben, so bekommen sie ein Gefühl für das Gewicht und recht schnell auch für den Feuchtigkeitsgehalt des Topfballens.

Große Pflanzgefäße erfordern einen Feuchtigkeitsmesser. Damit kann man in der Topfmitte schnell und zuverlässig die Feuchtigkeit ermitteln. Das Messgerät ist preiswert zu erstehen und er gehört zu jeder Grundausrüstung eines Pflanzenliebhabers.

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Weshalb sterben Pflanzen bei zu viel Wasser?

Eine schlapp aussehende Pflanze kann oft kein Wasser aufnehmen, weil sie bereits über einen längeren Zeitraum hin zu stark vernässt war. Dadurch ist zu wenig Sauerstoff in der Erde und die Wurzeln werden faulig. Die zerstörten Wurzeln können kein Wasser mehr aufnehmen und die Pflanze wird schlapp. Ein Zeichen von Wassermangel, aber nicht durch zu wenig Gießen sondern wegen der verfaulten Wurzeln. Jetzt hilft nur noch schnelles Austopfen der Pflanze, alle Wurzeln von der vernässten Erde säubern, abgestorbene und verfaulte, schwarze Wurzeln abzupfen und abschneiden. Dann wird die Pflanze in frische Erde eingetopft und bis zur Bildung neuer Wurzeln, etwa 1 bis 2 Monate sparsam gegossen. Mit etwas Glück erholt sich die Pflanze.

So verhindert man das Wurzelsterben

Gießen Sie nie vorbeugend oder auf Verdacht. Erst die Erde auf Feuchtigkeit kontrollieren, dann Gießen. Alles nach dem Wässern im Untersetzer oder Übertopf stehenbleibende Wasser muss spätestens nach 5 Minuten abgegossen werden. Falls man dies verpasst, können empfindlichere Pflanzen bereits nach 10 Minuten nicht wieder gut zu machende Wurzelschäden erleiden.

Was tun bei Ballentrockenheit ?

Wenn der Ballen mal völlig abgetrocknet ist, reicht einfaches Gießen, besonders bei kleineren Pflanzgefäßen, nicht aus. Der gesamte Topf muss solange vollständig bis zu Erdoberfläche in Wasser getaucht werden, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.

Lesetipp: Pflanzen reichlich, mäßig, sparsam gießen & der richtige Zeitpunkt zum Wässern
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Überwintern / Ruheperiode

Von Oktober bis Februar sollte die Washingtonia einen hellen Standort mit Temperaturen von 8 bis 14 °C bekommen. Während dieser Wintermonate werden die Palmen nicht gedüngt und nur sehr sparsam gegossen. Der Ballen darf aber auch jetzt nicht austrocknen.

Aufenthalt im Sommer

In den Sommermonaten kann man die Washingtonia in das Freie, auf die Terrasse oder den Balkon, stellen. Die Palme bekommt einen hellen bis halbschattigem Platz. Pralle Sonnenbestrahlung während der Mittagsstunden schaden der Palme.

Temperatur

Die Washingtonia liebt Wärme, Temperaturen zwischen 20 und 25 °C sind ideal. Die Palmen gelten als winterhart, Fröste bis -8 °C werden von diesen Pflanzen kurzfristig ertragen. Die Palmen sind recht unempfindlich gegenüber niedriger Luftfeuchtigkeit. Trotzdem kann man die Luftfeuchtigkeit durch eine mit Kieseln und Wasser gefüllte Schale erhöhen, da die Palmen dann größere und kräftiger gefärbte Wedel bilden.

Wer eine Washingtonia im Garten oder auf der Terrasse kultivieren möchte, sollte sich in unserem Palmen Spezial über die Vorbereitung auf den Winter informieren:

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Lesetipp: Informatives über Temperatur, Zugluft, Heizkörper und Kälteschock
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Washingtonia vermehren

Die Vermehrung findet durch Samen statt. Die Keimung der Samen dauert ziemlich lange. Besser ist es sich kleine Washingtonia im Handel zu besorgen.

Lesetipp: So vermehrt man Zimmerpflanzen erfolgreich
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Erde / Substrat

Washingtonia benötigt eine Erdmischung auf Kompostbasis mit mit einem Zusatz von Torf, etwas scharfem Sand und Kies, Blähtonbruch oder Lavagranulat. Im Handel findet man fertige Substratmischungen für Palmen, diese können Sie auch hier bestellen:

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Washingtonia umtopfen

Je nach Wachstum setzt man die Palme im Frühjahr in ein etwas größeres Pflanzgefäß um. Dabei kann man auch die alte Erde vorsichtig entfernen und durch neues Substrat ersetzen.

Generell sollte man für Palmen möglichst hohe Pflanzgefäße, Töpfe oder Kübel verwenden. Die Pfahlwurzeln der Palmen wachsen senkrecht nach unten, dafür benötigen sie ausreichend Platz. Wenn sich die oberen Wurzeln der Palmen aus dem Pflanzgefäß herausdrücken, wird es für die Wurzelstruktur zu eng. Spätesten zu diesem Zeitpunkt sollte man seine Palme in ein größeres, höheres Gefäß umtopfen.

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Düngen / Nährstoffbedarf

Vom Frühjahr bis zum Herbst düngt man die Washingtonia mit einem Volldünger. Ab dem Spätherbst stellt man die Düngergaben komplett ein.

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Schädlinge, Pflegefehler & Hinweise

Die im Handel erhältlichen Washingtonia sind mit Hemmstoffen behandelt um ein kompaktes, buschiges Wuchsbild zu erreichen. So lässt sich der Washingtonia besser verkaufen. Im  Laufe der Zeit lässt die Hemmwirkung nach und die Pflanze verliert das kompakt-buschige Wuchsbild.

Der Washingtonia wird manchmal von Blattläusen befallen. Hin und wieder sollte man die Pflanzen sorgfältig auf einen Befall mit diesen Pflanzenschädlingen kontrollieren.

Die gemeine Spinnmilbe kann an dem Washingtonia auftreten. Die Spinnweben sind besonders gut an den Blattachseln und gebuchteten Blatträndern zu erkennen. Durch Einsprühen mit Wasser werden die Gespinste besonders deutlich sichtbar.

Der Befall mit Schmier- und Wollläusen wird bei diesen Pflanzen öfter beobachtet. Das kleine, weiße, an Wattebäusche erinnernde Gespinst der Schmierläuse ist gut auf den Blättern der Washingtonia zu erkennen.

Schildläuse erkennt man bei genauem Hinsehen leicht an den hoch gewölbten, festen Rückenschildern. Da die Schildläuse aufgrund ihrer Färbung jedoch gut getarnt sind, werden sie schnell übersehen. Man sollte seine Washingtonia deshalb regelmäßig und sorgfältig untersuchen.

Hin und wieder kann die Pflanze von Thripsen heimgesucht werden. Die von Thripsen befallenen Washingtonia verliert ihre Vitalität und zeigt Wachstumsstörungen. Stark befallenen Blätter sterben ab.

Die Washingtonia ist anfällig gegenüber einem Befall mit weißer Fliege. Die ausgewachsenen Tiere und die Larven der weißen Fliege saugen Pflanzensaft aus den Blättern, überwiegend sind sie auf den Blattunterseiten zu finden.

Leider findet auch der Dickmaulrüssler die Washingtonia recht schmackhaft, die typischen Fraßspuren des Dickmaulrüsslers sind jedoch leicht an den Blättern der Pflanzen zu erkennen. Die Larven des Dickmaulrüsslers sind schwerer zu entdecken, oft bemerkt man sie nur wenn die Pflanze bereits stark geschädigt ist, oder wenn sich die Käfer entwickeln und die Fraßspuren sichtbar werden.

Die Washingtonia ist manchmal ein Wirt für die Larven der Gewitterfliegen. Die Larven ernähren sich bis zum Schlüpfen von jungen Trieben, sich neu entwickelnden Blättern und den Knospen der Blüten. Der Schaden an der Pflanze wird meist erst nach dem Öffnen der befallenen Blätter und Blüten entdeckt.

Die Washingtonia werden manchmal von Cyclamenmilben befallen.

Hier können Sie Schadbilder und Symptome an ihrer Pflanze bestimmen und Gegenmaßnahmen ergreifen.

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Washingtonia Bilder 

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Washingtonia robusta

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Washingtonia filifera - Washington Palme

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