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Codiaeum / WunderstrauchDie unterschiedlichen Sorten des Codiaeum, die sich in Blattform, Größe und Farbe voneinander unterscheiden, sind Zuchtformen der Codiaeum variegatum var. pictum. Die glatten und ledrigen Blätter sind je nach Sorte entweder mittelbreit oder schmal, lanzettförmig oder aber schwertförmig, rundlich oder oval.
Die Ränder der Blätter unterscheiden sich ebenfalls je nach Sorte recht erheblich: Sie sind glatt oder leicht gewellt, bei manchen Arten drehen sie sich spiralig ein. Es gibt bis fast zur Mittelrippe eingeschnittene Blätter, andere zeigen nur leichte Einbuchtungen.
Die farbigen Blätter dieser Pflanzen sind gepunktet, fleckig, geädert oder marmoriert gezeichnet. Auch die Farben der Blätter sind sehr unterschiedlich. Bei einigen Sorten ändern sich die Form und die Farbe im Laufe der Jahre. Ältere Codiaeum bilden kleine cremefarbene Blüten aus.
Codiaeum variegatum var. pictum "Aucubifolium" bildet elliptisch geformte, glänzende Blätter mit hellgrünen Punkten.
Codiaeum variegatum var. pictum "Bruxellense" wächst mit breiten, schwertförmigen Blättern, die im frühen Stadium bronzefarben sind und sich im Alter rot färben. Die Adern der Blätter sind gelb gefärbt.
Codiaeum variegatum var. pictum "Craigii" hat stark eingeschnittene, dreilappige, hellgrün gefärbte Blätter mit gelb gefärbten Adern.
Codiaeum variegatum var. pictum "Fascination" bildet lange, streifenförmige Blättern, die eine marmorierte Zeichnung in den Farben Grün, Rot und Orange haben.
Codiaeum variegatum var. pictum "Gloriosum superbum" wächst mit breiteren, leicht gewellten grünen Blättern, die zum Ende hin schmal zusammenlaufen. Die Adern und Ränder der Blätter sind gelb gefärbt.
Codiaeum variegatum var. pictum "Imperialis" hat elliptisch geformte, gelbe Blätter mit recht grob abgegrenzten roten Rändern und grün gefärbten Mittelrippen.
Codiaeum variegatum var. pictum "Punctatum aureum" wächst mit langen, lanzettlich schmalen und glänzenden Blättern, die dunkelgrün gefärbt und gelb punktiert sind.
Codiaeum variegatum var. pictum "Reidii" hat längliche, ovale Blätter mit grünem Grund. Im Alter zeigt das Grün einen starken gelblichen, rosaroten oder roten Schimmer. Die ausgeprägten Adern der Blätter sind orange oder rot gefärbt.
Codiaeum variegatum var. pictum "Spirale" hat schmale, vielfarbige Blätter - grün, rot und gelb in unterschiedlichsten Kombinationen. Ihren Namen verdankt diese Variation den stark spiralförmig eingedrehten Blättern.
Kulturanleitung Codiaeum / Wunderstrauch:
Licht: Damit der Wunderstrauch seine farbenprächtigen Blätter gut ausbilden kann benötigt er direkte Sonnenbestrahlung. Nur während des Sommers muss man dia Codiaeum vor der direkten Bestrahlung durch die Mittagssonne schützen. Ältere Pflanzen verlieren bei unzureichenden Lichtverhältnissen ihr Blätter. Erste Warnzeichen hierfür sind das Verblassen der Farben und ein spärlicher Zuwachs.
Gießen: In der Hauptwachstumszeit gießt man einen Codiaeum reichlich, der Erdballen sollte gleichmäßig feucht bleibt und nicht abtrocknen. Nach dem Gießen wird das überschüssige Wasser aus dem Untersetzer entfernt, die Pflanzen reagieren empfindlich auf Staunässe. In der Ruheperiode schränkt man das Gießen stark ein, und achtet nur darauf, den Erdballen nicht ganz eintrocknen zu lassen.
Temperatur: Der Codiaeum wächst gut bei normaler Wohnungstemperatur. Die untere Temperaturgrenze, auch während der winterlichen Ruheperiode, beträgt 13 °C. Um den Bedarf an erhöhter Luftfeuchtigkeit zu erfüllen, stellt man den Topf des Codiaeum in wassergefüllte Schalen auf Kieselsteine.
Vermehrung: Den Codiaeum vermehrt man im Frühjahr durch 10 bis 15 cm lange Kopfstecklinge. Aufgrund des beim Beschneiden für Wolfsmilchgewächse typischen austretenden Milchsaftes, sollte man die Schnittstellen in Wasser ausbluten lassen.
Danach steckt man die Stecklinge in ein Gemisch aus gleichen Teilen Torf und scharfem Sand Um den Steckling vor dem absterben durch Vertrocknen zu bewahren, stülpt man über den Topf einen Plastikbeutel oder stellt ihn in einen Vermehrungskasten. Die nächsten 4 bis 6 Wochen stellt man die Stecklinge an einen hellen, vor direktem Sonnenlicht geschützten Platz.
Zur Bewurzelung sollte die Bodentemperatur sollte 24 bis 25 °C betragen. Sobald ein erster junger Austrieb die erfolgreiche Bewurzelung des Stecklings anzeigt, entfernt man die Abdeckung und behandelt die Jungpflanze wie ein ausgewachsenes Exemplar. Bei günstigen Kultivierungsbedingungen ist der Topf nach 5 bis 6 Monaten durchwurzelt. Dann setzt man den kleinen Codiaeum in ein größeres Gefäß mit normale Kulturerde um..
Erdmischung: Man verwendet ein gut wasserdurchlässiges Erdgemisch auf Kompostbasis.
Umtopfen: Im Frühjahr setzt man die Pflanzen bei Bedarf in etwas größere Töpfe um. Die alte Erde wird vorsichtig aus den Wurzeln entfernt und durch neues Substrat ersetzt.
Dünger: Während der Wachstumsperiode düngt man einen Codiaeum alle 14 Tage mit einem Flüssigdünger.
Hinweise: Die Pflanzen neigen dazu, von der roten Spinne befallen zu werden.
Ein Rückschnitt ist bei diesen buschigen Pflanzen erst nötig, wenn sie für den verfügbaren Raum zu groß werden.
Man kürzt dann die Triebe im Frühjahr vor dem ersten Austrieb ein. Die Schnittstellen sollte man mit Wasser abwaschen oder mit Holzkohlepulver betupfen, um den Milchfluss einzudämmen.
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