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Mammillaria - KakteenMit etwa 400 Arten zählt die Gattung der Mammillaria als größte Familie der Kakteen. Die Kakteen der Gattung Mammillaria wachsen besitzen gedrungene, kugelförmige oder säulenförmige Körper. Mammillarien neigen zur Gruppenbildung, die Kakteenkörper bilden zahlreiche Kindel an ihrer Basis. Die Gattung Mammillaria besitzt keine gerippte, sondern eine mit spiralförmig angeordneten Warzen übersäte Oberfläche. Die vielgestaltigen Dornen treten an der Spitze der Warzen aus den Kakteen heraus. Vom Frühjahr bis zum Frühsommer können glockenförmige Blüten die Kakteen schmücken.
Kulturanleitung Mammillaria
Licht: Mammillarien benötigen für einen gesunden Wuchs unbedingt viel Sonnenlicht. Wenn die Kakteen ganzjährig der Sonne ausgesetzt sind, bilden sie sehr schön gefärbte Dornen und Blüten. Eine Ausnahme bilden die grünen Arten der Mammillarien. Diese Arten sollte man vor der allzu prallen Mittagssonne schützen.
Gießen: Während der Wachstumsphase gießt man gleichmäßig und lässt die oberste Schicht der Erde vor der nächsten Wassergabe abtrocknen. Um Fäulnis zu vermeiden darf kein Wasser auf den Kakteen, zwischen den Kindeln und der Mutterpflanze an der Basis haftenbleiben. Um dieses Problem zu vermeiden, sollte man die Kakteen besser von unten gießen. Hierzu stellt man den Topf in eine mit Wasser gefüllte Schale und wartet bis sich die Oberfläche der Erde leicht feucht anfühlt. Während der Ruhezeit im Winter gießt man gerade soviel, dass die Erde nicht austrocknet.
Temperatur: Die Kakteen kommen während der Wachstumsphase sehr gut mit den normalen Zimmertemperaturen zurecht. Besser ist es jedoch, die Mammillarien im Sommer ins Freie an einen sonnigen Platz zu stellen. Während der Ruhezeit im Winter sollten diese Kakteen einen kühlen und hellen (am besten sonnigen) Platz mit Temperaturen von 8 bis 10 °C bekommen.
Vermehrung: Mammillarien können durch Samenaussaat vermehrt werden. Zur Gewinnung der Samen pflückt man die Beeren die sich nach der Blüte im Herbst ausbilden. Man drückt das Fruchtmark mit den Samen auf ein Stück Löschpapier und lässt es einige Tage an einem trockenen Platz liegen. Dann sammelt man die Samenkörner ein und hebt sie bis zur Aussaat im nächsten Frühjahr auf. Fragen zur genauen Vorgehensweise werden gerne im Kakteen-Forum beantwortet.
Die gruppenbildenden Arten vermehrt man direkt durch abtrennen der Kindel. Die Schnittfläche der abgetrennten Kindel lässt man zwei bis drei Tage antrocknen, dann drückt man die Kindel mit der Schnittfläche in den Topf mit der frischen Kakteenerde. Siehe Erdgemisch für Kakteen: Kakteen Teil 2
Erdmischung: Ein für Mammillarien geeignetes Gemisch besteht aus einem Teil scharfem Sand oder Perlite und zwei Teilen Komposterde mit etwas Torf. Die gruppenbildenden Mammillarien kultiviert man am besten in einer breiten Schale als in einem Topf. Einzeln kultivierte Kakteen dieser Gattung und solche die nur wenige Seitentriebe oder Kindel bilden können in die üblichen Pflanzgefäße gesetzt werden. Ein 10 cm durchmessender Topf genügt für eine Kaktee mit etwa 5 cm Durchmesser.
Umtopfen: Die Kakteen der Gattung Mammillaria werden am besten im Frühjahr umgetopft. Man nimmt die Kaktee oder die gesamte Gruppe vorsichtig aus der Schale heraus. Dabei fasst man die Kakteen am besten an der Basis mit einer Gurkenzange.
Mammillarien mit hakenförmig ausgebildeten Dornen müssen besonders vorsichtig gegriffen werden, denn die Widerhaken lassen sich nur schwer lösen, ohne die empfindlichen Areolen auszureißen. Wenn das bisherige Gefäß gut durchwurzelt ist, werden die Kakteen in einen größeren Topf verpflanzt. Aus dem Wurzelballen wird möglichst viel von dem alten Substrat geschüttelt. Je nach Bedarf und Größe der neuen Pflanzschale wird beim umtopfen frische Erde zugesetzt.
Dünger: Die Kakteen werden während der Wachstumsphase ca alle 4 Wochen mit einem kalireichen Volldünger oder einem speziellen Kakteendünger gedüngt. Im Winter stellt man das Düngen vollständig ein.
Krankheiten & Pflanzenschädlinge:
Schmierläuse / Wollläuse Der Befall mit diesen Pflanzenschädlingen wird öfter an Kakteen beobachtet. Das kleine, weiße, an Wattebäusche erinnernde Gespinst der Wollläuse ist gut auf den Blättern der befallenen Pflanzen zu erkennen. > Schmierläuse bekämpfen / Symptome erkennen
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Informieren Sie sich hier über die Kakteen Teil 1: Lichtbedarf und ideale Temperaturen für Kakteen Teil 2: Substrate, Gießen & Düngen von Kakteen
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