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MedinillaDie von den Philippinen stammende Medinilla wird gerne wegen ihrer prächtigen, herabhängenden Blütenrispen kultiviert. Die Kultivierung ist jedoch nicht ganz einfach und selbst unter den regulierbaren Bedingungen eines warmen und feuchten Gewächshauses ist eine Medinilla relativ schwer zu pflegen. Leider blüht die Pflanze nur unter den bestmöglichen Wachstumsbedingungen.
Medinilla magnifica kann in der freien Natur bis zu fast 3 m hoch werden. Als Zimmerpflanze erreicht die Medinilla selten eine Höhe von mehr als 1,5 m. An den stark verholzten, kantigen Stämmen und zahlreichen Ästen sitzen grobadrige, ledrige Blätter in gegenständigen Paaren. Die mittelgrünen Blätter werden bis zu 35 cm lang und 15 cm breit. Die herabhängenden, bis zu 50 cm langen Blütenrispen bilden sich vom späten Winter bis zum Sommer in den oberen Bereichen der Äste.
Kulturanleitung Medinilla
Licht: Die Medinilla Benötigt zur Blütenbildung und für ein gesundes, nicht sparriges Wachstum einen hellen Standort mit ein wenig Sonne am frühen Morgen oder am Abend. Während der kurzen, lichtarmen Wintertage kann sie aber auch die Mittagssonne vertragen.
Gießen: Vom Frühling bis zum Herbst wässert man die Medinilla gleichmäßig. Die oberste Schicht der Erde lässt man zwischen den jeweiligen Wassergaben leicht abtrocknen. Während der winterlichen Ruheperiode wässert man die Medinilla gerade so viel, dass die Erde nicht vollständig austrocknet. Mit der normalen Bewässerung beginnt man erst wieder, wenn sich die ersten Blütenansätze im Spätwinter oder im Frühjahr auszubilden beginnen.
Temperatur: Während des ganzen Jahres sollten die Temperaturen in dem Bereich zwischen 19 und 27 °C liegen. Zur Ruhezeit verträgt die Medinilla aber auch kurzfristig Temperaturen bis etwa 13 °C. Niedrigere Temperaturen sind unbedingt zu vermeiden. Damit die Medinilla Blüten entwickelt, benötigen diese Pflanzen nicht nur eine trockenere Ruheperiode, sondern auch eine möglichst hohe Luftfeuchtigkeit. Man stellt die Pflanzgefäße der Medinilla in wassergefüllte Schalen auf Steine und besprüht die Pflanze bei Temperaturen über 18 °C täglich einmal mit weichem Regenwasser Wasser.
Vermehrung: Die Medinilla kann im Frühling durch Kopfstecklinge vermehrt werden. In Zimmerkultur ist man mit dieser Vermehrung nicht immer erfolgreich, da die Blätter auch an den Triebspitzen bereits sehr groß sind und eine erfolgreiche Bewurzelung nur bei sehr feuchter Luft und konstant hoher Temperatur eintritt.
Erdmischung: Am besten kultiviert man die Medinilla in einem Gemisch aus 1/3 lockerer Komposterde, 1/3 grober Lauberde und 1/3 Torf mit etwas Sand vermischt.
Umtopfen: Im Frühjahr topft man die Medinilla vorsichtig in etwas größere Pflanzgefäße. Mit den Wurzeln sollte man dabei möglichst vorsichtig umgehen, da diese etwas brüchig sind.
Dünger: Sobald sich die ersten Blütenknospen öffnen, düngt man die Medinilla im Abstand von 14 Tagen mit einem flüssigen Volldünger in normaler Konzentration. Vom Herbst bis zum Frühling wird die Pflanze nicht gedüngt.
Hinweise: Die Medinilla wird gerne von der roten Spinne befallen. Das für die hohe Luftfeuchtigkeit empfohlene Besprühen mit Wasser sollte aber einem starken Befall vorbeugen. Um den Befall an den Pflanzen rechtzeitig zu erkennen sollten die Blattunterseiten regelmäßig kontrolliert werden.
Sobald die letzten Blüten im späten Sommer verwelkt sind, wird die Medinilla kräftig zurückgeschnitten. Man entfernt dabei unerwünschte sparrige Zweige und schneidet alle langen Triebe etwa um die Hälfte zurück.
Die Medinilla reagiert sehr empfindlich, wenn man sie während der Knospenbildung oder der Blüte an einen anderen Platz stellt. Aus diesem Grunde sollte man sie während dieser Zeit nicht von ihrem angestammten Standort wegnehmen oder falls es nicht anders geht, sie wieder in der gleichen Richtung zum Licht aufstellen. Anderenfalls können die Knospen und Blüten abgeworfen werden. Lesen Sie beliebte Hausmittel mit Heilpflanzen
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