Düngen der Zimmerpflanzen

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Grundlagen für Zimmerpflanzen

Düngen der Zimmerpflanzen

Für ein kräftiges und gesundes Wachstum benötigt jede Pflanze Nährstoffe. Der in frischer Erde vorhandene Vorrat an Nährstoffen wird von der Pflanze allmählich aufgebraucht und muss ersetzt werden.

Mit Ausnahme einiger empfindlicher und langsam wachsender Pflanzen benötigen alle anderen Zimmerpflanzen eine regelmäßige Düngung. Schnell und kräftig wachsende Pflanzen benötigen meist stärkere Düngergaben, langsam wachsende kommen mit sparsamen Düngergaben aus. Einige Zimmerpflanzen reagieren sehr empfindlich auf Versalzung der Erde durch Überdüngung. Zuviel Dünger ist für alle Zimmerpflanzen schädlich! In den Kulturanleitungen in unserem Pflanzenlexikon für Zimmerpflanzen weisen wir immer auf den speziellen Düngerbedarf der einzelnen Pflanzen hin.

Stickstoff, Kali und Phosphor sind für das gesunde Wachstum erforderlich. Den Stickstoff in Form von Nitrat benötigt die Pflanze zur Bildung von Chlorophyll und für das Wachstum der Blätter und Triebe. Phosphor, in Form von Phosphorsäure und Phosphaten, begünstigt die Entwicklung von gesunden und kräftigen Wurzeln. Den Kali benötigt die Pflanze für ihre Standfestigkeit und zur Ausbildung der Blüten und Früchte.

Neben diesen drei wichtigen Nährstoffen benötigen die Pflanzen noch weitere Mineralien (Spurenelemente). Auf den Etiketten der handelsüblichen Dünger sind die Verhältniszahlen der Hauptnährstoffe in stets gleicher Reihenfolge, NPK (Stickstoff-Phosphor-Kali) angegeben. Weiterhin enthalten die Dünger auch die weiteren wichtigen Spurenelemente in einem für die meisten Pflanzen ausgeglichenem Verhältnis.

Unterschiede beim Düngen

Obwohl Dünger allgemein ihren Zweck erfüllen, sind doch folgende Unterschiede zu beachten:

- Ausgeprägte Blattpflanzen und Pflanzen während der Hauptwachstumszeit bekommen einen Dünger mit höherem Stickstoffgehalt.

- Pflanzen vor und während der Blüte gibt man Dünger mit einem verhältnismäßig höheren Phosphorgehalt. Dies begünstigt zugleich noch die Entwicklung des Wurzelsystems.

Blütensträucher und mehrjährige Zwiebel- und Knollengewächse erhalten nach der Blüte einen Dünger mit anteilsmäßig höherem Kaligehalt.

Unterschiedliche Dünger

Im Handel findet man Düngermischungen für bestimmte Pflanzengruppen und für die verschiedenen Wachstumsphasen.

Bestimmte Pflanzen, Epiphyten, Bromelien, etc. werden vorzugsweise mit Blattdünger besprüht. Diese Pflanzen nehmen relativ wenig Nährstoffe über ihre Wurzeln auf, das Blattsystem ist aber in der Lage aufgesprühten Blattdünger gut zu verarbeiten.

Weitere übliche Handelsformen sind flüssiger Volldünger und andere Düngemittel in Form von Granulaten, Kristallen, Pulvern, Tabletten oder Stäbchen. Beim Verdünnen der Dünger ist besonders auf die Herstellerangaben und auf die Angaben unter dem Punkt "Düngen" bei den einzelnen Pflanzen A-Z zu achten.

Generell gilt, zu hohe Düngergaben und Düngerkonzentrationen schädigen die Pflanzen.

Langzeitdünger

Die angebotenen Langzeitdünger, in Form von Granulaten, organischen Düngergemischen wie Hornspäne, Blut- Knochenmehl, Vogeldung etc. können der Erde beim Eintopfen oder Umtopfen zugemischt werden. Um zu hohe punktuelle Düngerkonzentrationen zu vermeiden ist ein gutes Durchmischen der Erde wichtig.

Langzeitdünger als Tabletten oder Stäbchen bringt man an einigen Stellen in die Topferde. Aufgrund der erhöhten punktuellen Düngerkonzentrationen sollte man aber besser schwache Düngerlösungen im Gießwasser vorziehen.

Wichtig: Nach dem Einbringen von Langzeitdünger sind über einen längeren Zeitraum zusätzliche Düngergaben mit dem Gießwasser nicht zu empfehlen. Erst nachdem die Pflanze den Langzeitdünger aufgebraucht hat, kann man das Düngen mit dem Gießwasser wieder beginnen.

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Vermehrung von Zimmerpflanzen

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