
Bild: Aglaonema nitidum
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Pflegeanleitung der Schlangenkakteen
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Bild: Cereus mit Ablegern
Foto: Uroboros
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Dracaena reflexa cv. Song of India
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Die Blätter unserer Zimmerpflanzen müssen hin und wieder von Staub und Ablagerungen der Luft befreit werden. Da kein Regen auf die Zimmerpflanzen fällt, funktioniert der natürliche Reinigungsmechanismus der Pflanzen in Wohnungen nicht.
Nach einer Reinigung sehen die Pflanzen danach nicht nur besser und viltaler aus, sondern sie können auch durch die nun von Ablagerungen und Staub befreiten Poren besser atmen. Die Reinigung dient somit auch der Gesundheit der Pflanze und ist eine wichtige Maßnahme Krankheiten und Pflanzenschädlingen vorzubeugen. In welchen Abständen man seine Zimmerpflanzen reinigen sollte, hängt von ihrem Standort ab.
In dicht besiedelten Städten werden die Blätter der Pflanzen schnell schmutzig oder gar fettig, wenn man sie nicht alle zwei bis vier Wochen säubert. In einigen ländlichen Gebieten oder in der Nähe der Küste lagert sich erst nach Monaten ein sichtbarer Staubbelag auf den Blättern ab. Es ist sinnvoll wenn man seine Pflanzen mindestens einmal im Monat kontrolliert und dann am besten auch gleich die Blätter reinigt. Bei dieser Gelegenheit sollte man es auch nicht versäumen, die Zimmerpflanzen auf einen eventuellen Befall von Krankheiten und Pflanzenschädlingen zu untersuchen.
Kleine Pflanzen kann man in der Wanne oder in der Dusche schnell und einfach mit lauwarmem Wasser abduschen. Die Brause sollte feinstrahlig sein und das Wasser möglichst Raumtemperatur haben. Zusätzliche Waschmittel benötigt man nicht. Wichtig beim abduschen der Pflanzen ist es auch, die Unterseite der Blätter gründlich abzuspülen. Nach der Dusche lässt man die gereinigte Pflanze noch einige Minuten in der Duschwanne stehen, so kann überschüssiges Wasser direkt ablaufen und sammelt sich nicht im Untersetzter.
Große Pflanzen mit schweren Pflanzgefäßen sind meist etwas schwieriger zu reinigen. Falls sie noch in die Dusche passen, sollte man auf diese Möglichkeit zurückgreifen. Im Sommer kann man die Pflanzen auch auf der Terrasse oder im Garten abbrausen. Im Winter ist davon allerdings unbedingt abzuraten, der Kälteschock würde zu schweren schäden an den geliebten Pflanzen führen.
Falls die Pflanze nicht oder nur sehr schwierig von ihrem Platz zu entfernen ist, muss man die Blätter mit einem Schwamm oder einem weichen Tuch abwaschen. Das einzelne Blatt unterstützt man dabei mit einer Hand, während man mit der anderen Hand vorsichtig die Oberfläche und Unterseite abwischt. Die Unterseiten sind meist nicht so stark mit Staub verschmutzt, deswegen wischt diese nur leicht ab.
Junge, zarte Blätter darf man so nicht säubern, da sie zu weich, brüchig und empfindlich sind. Im übrigen läßt man keine größeren Wassertropfen auf den Blättern, an Verzweigungen oder in den Achseln zwischen Trieben und Blattstielen der Pflanzen stehen, da größere dort abtrocknende Wassertropfen dort zu Fleckenbildung oder im schlechtesten Fall zu Fäulnis führen kann.
Zimmerpflanzen mit behaarten oder schuppigen Blättern und Pflanzen mit wachsartigem oder pulvrigem Reif sind leider viel schwerer zu säubern. Pflanzen mit darf man nicht grob abduschen oder gar abwischen. Am besten sprüht man diese Pflanzen leicht ab und schüttelt die zurückgebliebenen Wassertropfen danach von den Blättern.
Schuppige und wachsartig oder pulvrig bereifte Blätter verwenden dürfen auf keinen Fall abgewischt werden. Solche Pflanzen werden besonders vorsichtig Abgesprüht und ein leichtes Abschütteln der Feuchtigkeit ist das Äußerste, was eine so leicht verletzliche Oberfläche verträgt.
Einige Menschen finden glänzende Blätter bei Zimmerpflanzen attraktiver. Alte Hausmittel zu Abreiben der Blätter sind Milch, Bier oder Pflanzenöl. Von einer solchen Behandlung raten wir aber dringend ab, da sie den Pflanzen auf unterschiedlichste Weise erheblich schaden können.
Den gleichen Rat geben wir auch für die im Handel erhältlichen Blattglanzmittel, die mit einem Tuch aufgetragen oder auf die Pflanze gesprüht werden. Solche Mittel verleihen den Blättern einen unnatürlichen Glanz und führen bei einigen Pflanzen - besonders bei niedrigen Temperaturen - zu Verfärbungen der Blätter.
Wer trotzdem nicht auf solche Produkte verzichten möchte, sollte seine Pflanzen möglichst selten damit behandeln. Auf keinen Fall dürfen die Blattunterseiten eingesprüht werden. Dies würde die Spaltöffnungen (Stomata) verstopfen; die Pflanze wird am Gasaustausch gehindert.
Wenn man seine Zimmerpflanzen untersucht und säubert, sollte man bei dieser Gelegenheit auch die Töpfe und die Erde kontrollieren. Alte abgefallenen Blätter und Pflanzenreste werden sorgfältig abgesammelt, da sie einen guten Unterschlupf für Schädlinge bieten und Krankheiten wie Pilze oder Schimmel begünstigen.
Wenn die Oberfläche der Erde mit einer weißen Kruste bedeckt, so kann dies ein Zeichen für sehr hartes Gießwasser oder eine Versalzung durch eine zu reichliche Düngung sein. Weiße, krustige Ablagerungen an der Außenwand von Tontöpfen deuten auf die gleichen Mißstände hin. In einem solchen Fall ist es sinnvoll die Pflanzen bei nächster Gelegenheit umzutopfen und in ein frisches Substrat zu setzten.
Ein pelziger Algenbelag auf der Erde oder ein niedriger Belag von Lebermoos auf dem Substrat ist meist auf zu reichliches Gießen oder schlechten Wasserabzug zurückzuführen. In diesem Fall gießt man die Pflanze zukünftig sparsamer, bzw. man ersetzt das zusammengesackte, verdichtete Substrat durch frische, lockere Erde.